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Wir in Sottrum Beste Erholung: 56 Kilometer durch die Wiesteniederung

Über 56 Kilometer führt die Kräutertor Radfahrer durch die schöne Landschaft der Wiesteniederung. Abseits der Strecke locken Sehenswürdigkeiten, Restaurants sowie Informationen über Gewürz- und Heilpflanzen.
27.08.2022, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Antje Holsten-Körner

Sich auf zwei Rädern an der frischen Luft bewegen und dabei Landschaft sowie Natur erleben: Dafür bieten sich im Landkreis Rotenburg zahlreiche Radtouren an. Eine davon ist die Kräuterroute, ein 56 Kilometer langer Rundweg, der über gut ausgebaute Rad- und Landwirtschaftswege sowie Kreis- und Landstraßen durch die Wiesteniederung führt.

Vielfältige Biotope mit Feuchtwiesen, Bruchwälder, Moore und die malerisch verlaufende Wieste auf der einen Seite sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen auf der anderen prägen das Landschaftsbild. Als Startpunkt empfiehlt der Verein Kräuterregion Wiesteniederung, der zusammen mit dem Touristikverband des Landkreises Rotenburg die Tour entwickelt hat, Sottrum, Mulmshorn oder Horstedt.

Wer als Ausgangspunkt Sottrum wählt, kann sich mit dem Heimathaus und der St.-Georg-Kirche gleich zwei der zahlreichen Sehenswürdigkeiten am Rande der Strecke anschauen. Von dort aus verläuft die Strecke über die Verlängerung der Straße Am Meyerhofe nach Clüversborstel und weiter in Richtung Schleeßel. Dort führt die Route kurz vor dem Ortseingang nach rechts in einen kleinen Feldweg.

Nur knapp 400 Meter berührt die Streckenführung im weiteren Verlauf die Kreisstraße, dann geht es weiter über Jeerhof nach Bötersen und Höperhöfen zu Thölkens Hus. Das ist ein Fachwerkhaus von 1808, das vor einigen Jahren restauriert wurde und regelmäßig als Veranstaltungsort dient. Auch im fünf Kilometer entfernten Mulms­horn lohnt es sich, aus dem Sattel zu steigen, denn das Kräuterhotel Heidejäger hat nicht nur kulinarisch etwas zu bieten, sondern auch einen eigenen Kräutergarten. Am Haus der Zukunft warten Backhaus und Kräutermauer sowie einige Meter weiter in Richtung Hesedorf der Naturlehrpfad Glinddamm. In Hesedorf gibt es eine Kräuterspirale auf dem Gelände des Heimatvereins zu bewundern, bevor es weiter nach ­Gyhum geht, wo die 1000 Jahre alte Feldsteinkirche St. Margarethen steht.

Über Wehldorf führt die Tour nach Nartum, dem langjährigen Wohnort des 2007 verstorbenen Schriftstellers Walter Kempowski. Das Haus Kreienhoop, die Wohn- und Arbeitsstätte des Autors von „Tadellöser und Wolff“, sowie die Motormühle und die Kräuterbeete im Ort gehören zu den Sehenswürdigkeiten. In etwas mehr als drei Kilometern Entfernung erwartet die Radler in Horstedt der Bibelgarten an der Johannes-der-Täufer-Kirche und die Kräutergärtnerei Rühlemanns. Im benachbarten Stapel zieht neben einer Kräuterspirale das größte Lavendelfeld Niedersachsens, das auf 1000 Quadratmetern für einen Hauch Provence sorgt, die Blicke auf sich. Über Benkel, wo die Bienen der Imkerei Nehrke zu Hause sind, und Taaken führt die Strecke nach Reeßum. Der dortige Glockenturm steht kurz vor der Sanierung, während es in Stuckenborstel die historische Wassermühle zu bewundern gibt.

Übrigens: Auf der Kräuterroute sollte man sich die Kräuterspezialitäten in den Gasthäusern und Restaurants entlang der Strecke nicht entgehen lassen. Neben zahlreichen Pflanzen am Wegesrand bieten diverse Einrichtungen Erzeugnisse und Infos zum Thema Kräuter an.

Weitere Infos sind im Internet unter www.freizeit-row.de erhältlich, die Adresse www.nordwaerts.de bietet zusätzlich eine herunterladbare GPX-Datei der Strecke. Ein Flyer zur Route ist kostenlos beim Touristikverband des Landkreises Rotenburg erhältlich.

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