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Mobilität – das Autojahr 2021

Plug-in, Stromer, Offroad: Diese Trends dominieren auch weiterhin den Kfz-Sektor.
27.03.2021, 00:00
Lesedauer: 9 Min
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Von TMN, ampnet/jm, ampnet/ww, ampnet/jri/ANM
Inhaltsverzeichnis

Qashqai mit Offroad-Romantik

Er ist der Prototyp des vernünftigen und erschwinglichen Kompakt-Crossovers, er bringt Offroad-Romantik in den grauen Alltag: Gemeint ist der Qashqai von Nissan, der jetzt in seiner dritten Modellgeneration auf den Markt kommt. Er ist dreieinhalb Zentimeter länger, 3,2 Zentimeter breiter und einen Zentimeter höher geworden. Der Radstand legt um zwei Zentimeter zu. Sprachassistenten werden ebenso mit an Bord sein, und bei Bedarf gibt es zum Beispiel Massagesitze sowie ein Head-up-Display.

Die Einstiegsmotorisierung ist ein 1,3-Liter-Turboaggregat mit 12-Volt-Mild-Hybridisierung und 140 PS (103 kW). Den gleichen Motor gibt es in einer weiteren Leistungsstufe mit 18 PS (13 kW) mehr. Hier steht neben der Handschaltung eine Automatik mit variabler Übersetzung zur Verfügung, die auf Wunsch mit Allradantrieb gekoppelt ist. Das in der aktuellen Qashqai-Generation genutzte Doppelkupplungsgetriebe entfällt. Und schließlich gibt es einen „E-Power“-Antrieb, bei dem ein 1,5-Liter-Ottomotor ausschließlich als Generator für einen 140 kW (190 PS) starken Elektromotor dient. Allradantrieb gibt es hier jedoch nicht. Die Markteinführung findet im Sommer statt. Preise nannte Nissan noch nicht.

Peugeot 308 mit technischen Neuerungen

Peugeot wird im Laufe des Jahres den neuen 308 auf den Markt bringen. Der Kompaktwagen nähert sich optisch dem aktuellen Markendesign des 208 an. Er wird zwei Zentimeter flacher und elf Zentimeter länger. Der Radstand legt um 5,5 Zentimeter zu, was vor allem im Fond deutlich mehr Platz bedeutet als bisher.

Das in Augenhöhe angeordnete i-Cockpit verfügt über ein 10-Zoll-Digitalpanel, das in den höheren Ausstattungsversionen die 3-D- Darstellung ermöglicht. Das Kombiinstrument ist vollständig konfigurierbar und anpassbar.

Das Lenkrad verfügt über Sensoren, die den Griff des Fahrers am Lenkrad bei der Nutzung der neuen Fahrhilfen erkennen können. Der zentrale Tochscreen in der Mitte ist ebenfalls zehn Zoll groß (25,4 Zentimeter Diagonale). Zu den erweiterten Fahrhilfen gehören unter anderem ein halbautomatischer Spurwechsel, der dem Fahrer vorschlägt, das vorausfahrende Fahrzeug zu überholen und wieder zurück in die Spur wechselt, sowie eine automatische Kurvengeschwindigkeitsanpassung.

Um das Ziel der aerodynamischen Effizienz zu erreichen, hat der neue Peugeot 308 seine Haltung und seinen Stil nicht außen, sondern innen verbessert. Dies ist einer umfangreichen Arbeit an der architektonischen Optimierung und der Leistung der Karosseriepressung zu verdanken. An den Seiten zeigt die schlichte Flanke mit den beiden scharfen Quadraten ihren kraftvollen Charakter. Das Heck mit strategischer Aerodynamik wurde auf der Grundlage der im Windkanal definierten optimalen Durchgangspunkte für eine Limousinensilhouette entworfen. Das Antriebsportfolio umfasst auch zwei unterschiedlich starke Plug-in-Hybride.

Französisches Kraftpaket ist zügig unterwegs

Bei dem neuen Citroën ë-C4 und C4 werden Eleganz und Dynamik einer Limousine geschickt kombiniert mit den 69 Zentimeter großen Rädern, der hohen Motorhaube und dem kraftvollen Charakter eines SUV. Mit einer Länge von 4,36 Metern, einer Breite von 1,8 Metern und einer Höhe von rund 1,5 Metern verfügt das Modell über kompakte Abmessungen – der lange Radstand beträgt 2,7 Meter.

Der ë-C4 verfügt über eine Leistung von 100 kW (136 PS), das maximale Drehmoment beträgt 260 Nm. Im Sportmodus erfolgt die Beschleunigung von Null auf 100 km/h in 9,7 Sekunden. In allen drei Fahrmodi (Eco, Normal, Sport) beträgt die Höchstgeschwindigkeit 150 km/h.

Die Batterie hat eine Kapazität von 50 kWh für eine Reichweite von bis zu 350 Kilometern nach dem Prüfmodus WLTP. Das
System zur Rückgewinnung der Brems- und Verzögerungsenergie kann die Reichweite während der Fahrt noch weiter verbessern. Die Garantie auf die Batterie beträgt acht Jahre oder 16.000 Kilometer für 70 Prozent der Ladekapazität.

Zum Aufladen der Batterie bestehen verschiedene Möglichkeiten: An einer öffentlichen Schnellladestation kann der Citroën ë-C4 mit bis zu 100 kW geladen werden. So lässt sich die Batterie in nur 30 Minuten bis zu 80 Prozent wieder aufladen. An einem 11-kW-Ladeanschluss lässt sich die leere Batterie in rund fünf Stunden wieder vollständig aufladen – somit ist die neue E-Kompaktlimousine beispielsweise über Nacht wieder einsatzbereit. Der ë-C4 auch mit jeder konventionellen Haushaltssteckdose kompatibel. Der Hersteller bietet dabei in Zusammenarbeit mit einem Partnerunternehmen die Installation einer individuellen Ladestation für zu Hause an.

Die neue LED-Lichtsignatur in V-Form an Front und Heck ist ein echter Hingucker. Der verchromte Doppelwinkel, der sich bis zu den Tagfahrleuchten im oberen Bereich und bis zu den Scheinwerfern im unteren Bereich erstreckt, betont die Fahrzeugbreite.

Das sogenannte „LED Vision“, bestehend aus LED-Tagfahrleuchten, drei LED-Scheinwerfern auf jeder Fahrzeugseite und LED-Nebelscheinwerfern mit statischem Abbiegelicht, sorgt auch nachts für eine sehr gute Sicht. Die Chromeinfassung der Fensterlinie und das elegante Design der neuen Außenspiegel verleihen zusätz­liche Raffinesse. Der Spoiler am Heck führt dazu, dass die Kompaktlimousine angemessen auf der Straße liegt. In Kombination mit der neuen Lichtsignatur und den beiden seitlichen Lufteinlässen entsteht ein markantes Heck.

Das Interieur zeichnet sich durch hochwertige und warme Materialien aus. Das breite, horizontal geführte Armaturenbrett erstreckt sich bis zu den Türtafeln und fühlt sich angenehm weich an. Akzente in Seidenmatt-Chrom oder Glänzend-Schwarz an den Luftdüsen, dem Lenkrad, dem Kombiinstrument, den Bedienelementen für Infotainment und der Mittelkonsole sorgen für eine elegante Optik.

Das rahmenlose digitale Kombiinstrument besticht durch sein gut lesbares, für Citroën typisches grafisches Design. Dank des breiten Farbdisplays werden wichtige Informationen direkt in das Sichtfeld des Fahrers projiziert. Die zentralen Luftdüsen und der rahmenlose 10-Zoll-Touchscreen sind in die Mitte des Armaturenbretts integriert.

Bei der individuellen Gestaltung des neuen C4 können Kunden aus 31 Außenvarianten und sechs Innenraumambienten wählen. Der neue ë-C4 ist zu Preisen ab 34.640 Euro erhältlich.

Leistungsstark und effizient

Seat startet den Verkauf des Tarraco e-Hybrid. Der Plug-in-Hybrid mit einer elektrischen Normreichweite von bis zu 55 Kilometern (nach NEFZ) kombiniert den 150 PS starken 1,4-Liter-TSI-Benziner mit einem Elektromotor, der 115 PS liefert. Die Systemleistung beträgt 245 PS, das maximale Drehmoment liegt bei 400 Newtonmetern. Die sechs Gänge werden über ein Doppelkupplungs­getriebe gewechselt. Der NEFZ- Normverbrauch nach der speziellen Berechnungsmethode für Plug-in-Hybride wird mit 1,8 Litern je 100 Kilometer angegeben.

Rein elektrisch kann der Seat Tarraco e-Hybrid bis zu 140 Stundenkilometer schnell fahren. Zwei gesonderte Bedienknöpfe ermöglichen das schnelle Wechseln auf reinen Elektrobetrieb (e-Mode) oder in den Sportmodus „s-Boost“. Ist der interne Stromspeicher leer, lässt er sich in rund fünf Stunden (bei 2,3 kW) oder in nur rund dreieinhalb Stunden (bei 3,6 kW) wieder voll aufladen.

Geräumiger Full-Size-SUV

„Im Rahmen unserer Elektro-Offensive erweitern wir die Produktpalette um ein effizientes Hybridmodell“, erklärt Bernhard Bauer, Geschäftsführer von Seat Deutschland. „Der Tarraco e-Hybrid ist aber nicht nur effizient, er bietet als geräumiger Full-Size-SUV richtig viel Platz für die ganze Familie und eignet sich damit auch hervorragend für die Langstrecke.“ Gleichzeitig könne man flüsterleise und emissionsfrei in der Stadt unterwegs sein. „Mit der Elektrifizierung unseres größten SUV- Modells führen wir die Plug-in- Hybrid-Technologie erstmals in diese Fahrzeugklasse ein und sind damit wieder einen Schritt näher an unserem Ziel, Elektrofahrzeuge für jeden Anspruch erschwinglich zu machen“, sagt Bauer.

Als Energiespeicher dient eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 13 Kilowattstunden. Das reicht für eine rein elektrische Reichweite von bis zu 55 Kilometern (nach NEFZ). Der Tarraco e-Hybrid eignet sich somit sehr gut für energieeffizientes und lokal emissionsfreies Fahren im urbanen Umfeld. Ist der interne Stromspeicher leer, lässt er sich in rund fünf Stunden (bei 2,3 kW) oder in rund dreieinhalb Stunden (bei 3,6 kW) wieder voll aufladen. Sofern die Batterie ausreichend geladen ist, startet der Seat Tarraco e-Hybrid immer im vollelektrischen Betrieb.

Das Fahrzeug schaltet selbstständig in den Hybridbetrieb, wenn die Batteriekapazität unter einen bestimmten Wert sinkt oder das Fahrzeug schneller als 140 km/h fährt. Im Hybridmodus hat der Fahrer zudem die Möglichkeit, den Ladezustand der Batterie beizubehalten, die Batterie während der Fahrt aufzuladen oder den Ladestand auf ein empfohlenes Niveau zu reduzieren. Die drei Betriebsmodi (Elektromodus „e-Mode“, Automatischer Hybridmodus oder Manueller Hybridmodus) können über das Infotainment- System aufgerufen und konfiguriert werden.

Wie alle modernen Seat-Modelle ist auch der Tarraco e-Hy­brid vollständig vernetzt und bietet eine Reihe von fortschrittlichen Konnektivitätslösungen. Mit Einführung der neuen Plug-in-Hy­bridvariante kommen nun noch mehr praktische Funktionen hinzu. So kann der Nutzer über eine App selbst aus der Ferne auf wichtige Daten zugreifen, den Ladevorgang und sogar die Klimaanlage steuern.

Die Preisliste beginnt bei 46.270 Euro. Gebaut wird der Tarraco e-Hybrid im VW-Stammwerk in Wolfsburg.

Reifen für das E-Auto

Fette Pellen für viel Grip oder dünne „Schallplatten“ für weniger Rollwiderstand? Reifen für Elektroautos müssen viele Bereiche abdecken. Von ihnen hängt neben dem Grip und dem Bremsverhalten auch die Reichweite ab. Reifenhersteller bieten daher spezielle Pneus für Elektrofahrzeuge oder Hybrid-Autos an. Worin liegen aber die Unterschiede zwischen den Reifen für E-Fahrzeuge und Autos mit konventionellen Verbrennungsmotoren?

„Tendenziell fahren Elektroautos auf den gleichen Reifen wie Autos mit Verbrennungsmotor. Es gibt aber ein paar Unterschiede“, sagt Professor Markus Lienkamp vom Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik der Technischen Universität München (TMU). So führe die Batteriehöhe zu einem höheren Fahrzeug. „Damit das Auto wieder eine gute Proportion erhält, wachsen auch die Reifen. So verfügt der VW ID3 schon serienmäßig über 18- Zoll-Räder“, sagt Professor Lienkamp.

Denn das Verhältnis von Fahrzeughöhe und Reifengröße sei
ein wichtiges Design-Kriterium. Außerdem sinkt der Rollwiderstand bei einem Prozent Reifenerhöhung um etwa ein Prozent. Zum Vergleich: VW setzt bei einem Golf mit Verbrennungsmotor in der Basis auf 16-Zoll-Räder.

Zwei Jahre Entwicklung

Ein weiterer Unterschied liegt in der Reduzierung der Geräusche. „Bei einem E-Auto maskiert kein Verbrennungsmotor die Rollgeräusche, sodass diese stärker auffallen. Spezielle Schäume in den Reifen reduzieren die Luftschwingungen und damit Geräusche“, erklärt Professor Lienkamp.

Etwa zwei Jahre dauert die Entwicklung eines neuen Reifens für ein neues Fahrzeug – ganz gleich, ob für Autos mit Verbrenner oder mit Elektroantrieb. „Ein Reifen weiß ja nicht, wie das Auto angetrieben wird, daher gleichen sich die Reifen grundsätzlich“, sagt
Daniel Bäuning, der als Ingenieur in der Reifenentwicklung von Continental arbeitet. Der Unterschied liege im Detail.

Wegen der schweren Batterie und des höheren Fahrzeuggewichts müssten die Reifen von E-Autos mehr Last tragen, dabei möglichst effizient und leise abrollen. Wegen der begrenzten Batteriekapazität sei ein geringer Rollwiderstand und damit die Energieeffizienz besonders wichtig, um die Reichweite zu verlängern. Eine andere Gummimischung sorge für mehr Abriebfestigkeit, da bei einem E-Auto ab der ersten Umdrehung das volle Drehmoment zur Verfügung stehe.

„Grundsätzlich stehen uns bei der Entwicklung ähnliche Stellschrauben zur Verfügung wie bei der Entwicklung herkömmlicher Reifen“, so Daniel Bäuning. „Dazu zählen der Aufbau und die Konstruktion des Laufstreifens und
der Seitenwände ebenso wie die Struktur und die Materialien des Reifenunterbaus.“ Die Herausforderung liege wie beim Continental Eco Contact 6 darin, bei verbessertem Rollwiderstand und Abrieb keine Einbußen in anderen Bereichen zu erhalten – wie Verhalten im Regen oder beim Bremsen.

Das bestätigt auch Michael Ewert, Vertriebsleiter für die Erstausrüstung bei Michelin. Zudem müsse der gewohnte Abroll- und Federungskomfort erhalten bleiben. Michelin hat daher Reifen mit einem erhöhten Lastindex entwickelt, die mit der Kennung HL XL versehen sind.

Auf Reifen-Label achten

Wie viel verbesserter Rollwiderstand bei der Reichweite ausmachen kann, zeigt der widerstandsarme Reifen „Michelin e.Primacy“. Sein Rollwiderstand liegt 27 Prozent unter dem Sommerreifen „Michelin Primacy 4“. Mit diesen Reifen kann das E-Auto im Vergleich bis zu sieben Prozent weiter fahren als mit den herkömmlichen.

Autofahrern rät Reifenexperte Ewert beim Kauf von neuen Reifen, auf das EU-Reifen-Label mit den Punkten Effizienzklasse, Nasshaftung und Geräuschemissionen zu achten. „Die ersten beiden Kategorien sollten im A-Bereich liegen sowie bei der Geräuschemission einen niedrigen Dezibel-Wert haben, markiert mit einer Welle. Dann liegt der Reifen auf einem hohen Niveau“, sagt er.

Bei der Wahl der Reifen rät Professor Lienkamp generell zu Typen renommierter Marken, die vom Autohersteller extra für dieses Modell freigeben sind. „Denn diese wurden auf den Fahrzeugtyp
hin optimiert und speziell abgestimmt“, erklärt er. Ein sportliches E-Auto verlangt einen anderen Reifen als ein Kleinstwagen für die Stadt. Autofahrer können bei den Reifen meist zwischen mehreren Marken und Typen wählen.

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