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Moin Moin gesundes Leben Mit dem Einhorn Ruhe finden

Yogalehrerin Martina schmock aus Syke hilft Kindern, im stressigen Alltag einen Ausgleich zu finden. Die jahrtausendealten Übungen können auch bei kleinen Yogis viel bewirken.
11.11.2021, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Anika Seebacher

Schule, Hausaufgaben, Sport und abends noch Lernen für die nächste Klassenarbeit – der Alltag vieler Kinder ist voll mit Terminen und Verpflichtungen. Da bleibt nur selten Zeit für ein wenig Ruhe. „Ich möchte einen Ausgleich schaffen zu all diesen Dingen, die Mädchen und Jungen auch überfordern können. Kinder sollen erkennen, was ihnen gut tut und selbstbewusst lernen, ihre persönlichen Grenzen zu setzen“, sagt Martina Schmock. Sie bietet in ihren Räumen in der Hauptstraße 15 in Syke Kinderyoga an und zeigt Kindern ab drei Jahren bis ins Grundschulalter, wie sie entspannen können.

Die Unterrichtseinheit verläuft anders als die Erwachsenenkurse. „Ich verfolge mit den Kindern einen spielerischen Ansatz“, erläutert Schmock. Neben freien Bewegungsphasen integriert sie Musik und Ruhezeiten in die Kurse. Zum Ankommen gehört für Schmock, dass alle Kinder sich wahrgenommen und respektiert fühlen. „Es gibt gewisse Regeln, etwa dass niemand gehänselt oder ausgeschlossen wird und dass die Kinder, die üben wollen, nicht gestört werden.“ Im Großen und Ganzen aber solle sich jeder Nachwuchsyogi frei entfalten. „Wenn man eine Übung aussetzen möchte, ist das in Ordnung.“

Nach einem gemeinsamen Singen entführt Schmock die Kinder mit einer Geschichte in eine Fantasiewelt. „Es geht häufig um Tiere, weil sich das gut mit den Yogafiguren verbinden lässt.“ So tauchen die Mädchen und Jungen aktiv in die Erzählung ein, werden zur Kobra oder zum Einhorn. Die Figuren stammen stets aus der Lebenswelt der Kinder und weichen teilweise von den bekannten Yogaübungen ab. „Bei den Kindern korrigiere ich die Stellungen grundsätzlich nicht“, verdeutlicht die 50-Jährige den Unterschied zu Erwachsenenkursen. Jeder solle seine eigene Haltung finden und sich nicht verbiegen müssen, schließlich befinde sich der kindliche Körper noch im Wachstum und sei weicher und verletzlicher als bei Erwachsenen.

Ein fester Bestandteil des Lehrplans sind Entspannungsphasen. „Das kann eine Massage sein oder Atemübungen mit dem Lieblingskuscheltier auf dem Bauch.“ Auch philosophische Themen wie Mitgefühl mit anderen Menschen und Tieren, Achtung vor der Natur oder der friedliche Umgang miteinander werden kindgerecht aufgegriffen. Zum Abschluss gibt es eine entspannende Kuschel­einheit, bei der die Geschichte, sozusagen der rote Faden des Kurses, zu Ende erzählt wird.

Das Ziel beim Yoga ist eine körperliche und mentale Balance. Außerdem stärken die Übungen laut Schmock den Körper und fördern das Gleichgewicht sowie die Koordination. Gerade bei den jungen Yogis sei aber auch die Gruppendynamik ein wichtiger Aspekt. Damit die Übungen nachhaltig wirken, sollten die Schüler das Gelernte mit nach Hause nehmen und nach Möglichkeit in ihren Alltag einflechten „Yoga muss im Alltag weitergelebt werden“, unterstreicht Schmock.

Zur Person

Martina Schmock praktiziert seit fast 30 Jahren Yoga. Für die heute 50-Jährige brachten die Übungen, die sie als Schülerin in Kursen lernte, Entspannung und sorgten für Beweglichkeit. Nach einer Ausbildung zur Tanz- und Gymnastikpädagogin folgte die dreieinhalbjährige Ausbildung zur Yogalehrerin. Heute gibt Schmock ihr Wissen an Yogis aller Altersgruppen weiter. Informationen zu ihrem Angebot am Standort Syke gibt es im Internet unter www.martina-schmock.de.

Zur Sache

Ursprünglich war Yoga eine Meditationstechnik. Als ganzheitlicher Übungsweg, der vor mehr als 3500 Jahren in Indien seinen Ursprung fand, fördert die Technik körperlich, emotional und mental. Die Übungen, Asanas genannt, stärken Koordination, Flexibilität, Kraft und Ausdauer, bringen den Stoffwechsel in Schwung und können bei Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und der Psyche wie Burn Out und Depressionen helfen. Es gibt viele verschiedene Yogaarten, von ruhig bis dynamisch.

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