Fußball 0:1 in Gladbach: Dortmund muss Party verschieben

Berlin. Borussia Dortmund muss die Party zum Gewinn der siebten deutschen Fußball-Meisterschaft verschieben. Der souveräne Bundesliga-Spitzenreiter verlor am 31. Spieltag bei Abstiegskandidat Borussia Mönchengladbach mit 0:1.
23.04.2011, 21:54
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste

Berlin. Borussia Dortmund muss die Party zum Gewinn der siebten deutschen Fußball-Meisterschaft verschieben. Der souveräne Bundesliga-Spitzenreiter verlor am 31. Spieltag bei Abstiegskandidat Borussia Mönchengladbach mit 0:1.

Nun liegt Dortmund drei Runden vor Ende der Saison nur noch fünf Punkte vor Bayer Leverkusen. Die Werkself gewann mit 2:1 gegen 1899 Hoffenheim. Damit können die Dortmunder die Meisterschaft frühestens am kommenden Wochenende im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg perfekt machen, wenn Leverkusen zur gleichen Zeit beim 1. FC Köln Federn lässt.

Im Fernduell mit Hannover 96 um den Champions League-Qualifikationsplatz musste der FC Bayern München den nächsten Rückschlag hinnehmen. Durch das 1:1 bei Eintracht Frankfurt fiel der Rekordmeister wieder auf Rang vier hinter 96 zurück, das sich mit 3:1 beim SC Freiburg durchgesetzt hatte. Am Tabellenende entledigten sich der 1. FC Kaiserslautern (1:0 beim FC Schalke 04) und der VfB Stuttgart (3:0 gegen den Hamburger SV) fast schon aller Abstiegssorgen. Neuling FC St. Pauli droht dagegen nach dem 1:3 gegen Werder Bremen der sofortige Wiederabstieg.

Die Dortmunder Fans waren in Feierlaune, doch die Mannschaft zeigte in Gladbach überraschend Nerven. Mohammadou Idrissou besiegelte in der 35. Minute die vierte Saisonniederlage für den BVB. Durch den Erfolg verließ das Team von Trainer Lucien Favre erstmals seit dem 21. November 2010 den letzten Tabellenplatz und reichte die "Rote Laterne" an St. Pauli weiter.

Der Tabellen-Zweite Leverkusen wankte gegen Hoffenheim, aber er fiel nicht. Nach dem auch vom Dortmunder Anhang stürmisch gefeierten 0:1 durch Gylfi Sigurdsson (28.) drehten Michal Kadlec (40.) und Arturo Vidal (51.) die Partie für die Werkself, die einen Champions League-Startplatz bei sieben Punkten Vorsprung auf Hannover praktisch sicher hat.

Auch unter Interimscoach Andries Jonker kommen die Münchner Bayern der Teilnahme an der europäischen Königsklasse nicht näher. Nach dem Remis bei Eintracht Frankfurt rückt ein Start in der Europa League immer näher. Mit seinem 23. Saisontor rettete Mario Gomez (89./Foulelfmeter) seiner Elf wenigstens einen Zähler. Sebastian Rode (53.) hatte Christoph Daums Team in Führung gebracht.

Schalke verlor auch das zweite Saison-Duell gegen Kaiserslautern mit 0:1. Srdjan Lakic schoss die Pfälzer mit seinem 14. Saisontor in Richtung Klassenverbleib. Es war die erste Niederlage unter der Regie von S04-Trainer Ralf Rangnick.

Ein Doppelschlag von Claudio Pizarro nahm dem FC St. Pauli wohl die letzte Hoffnung auf ein weiteres Jahr Erstliga-Zugehörigkeit. Durch seine Tore in der 73. und 74. Minute sicherte der Peruaner den 3:1-Sieg von Werder Bremen am Millerntor. Zwar brachte Fin Bartels den Tabellen-17. nach 29 Minuten in Führung, doch dann brachte ein Eigentor von Markus Thorandt (50.) die Hamburger aus der Spur. Mit dem Sieg im Nordderby blieben die Bremer zum achten Mal ungeschlagen.

Im Duell gegen seinen Ex-Club HSV feierte Bruno Labbadia mit dem VfB Stuttgart vielleicht schon den entscheidenden Dreier im Kampf um den Ligaerhalt. Nationalstürmer Cacau (6./88.) und Christian Gentner (78.) gelangen die Treffer gegen die Hamburger, die erst im zweiten Durchgang ein ebenbürtiger Gegner waren. Für Coach Michael Oenning war es die erste Niederlage mit den Hamburgern. (dpa)

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+