Kaiser-Elf schlägt den TV Esenshamm und zieht in die zweite Runde des Bezirkspokals ein / Piskalla trifft dreifach / "Können uns freuen" 0:2 zurückgelegen, 9:2 gewonnen - Jahn mit Gala-Vorstellung

Delmenhorst. Zweistellig wurde es am Ende zwar nicht mehr - dennoch brannten die Bezirksliga-Fußballer des TV Jahn Delmenhorst gestern Nachmittag ein wahres Feuerwerk ab. Gegen den Ligarivalen TV Esenshamm feierte das Team von Trainer Matthias Kaiser einen auch in der Höhe verdienten 9:2 (2:2)-Kantersieg in der ersten Runde des Bezirkspokals. "Das war eine geschlossen starke Leistung. Ich kann der Mannschaft nur gratulieren", freute sich Kaiser nach der Partie.
01.08.2011, 05:00
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Von Daniel Cottäus

Delmenhorst. Zweistellig wurde es am Ende zwar nicht mehr - dennoch brannten die Bezirksliga-Fußballer des TV Jahn Delmenhorst gestern Nachmittag ein wahres Feuerwerk ab. Gegen den Ligarivalen TV Esenshamm feierte das Team von Trainer Matthias Kaiser einen auch in der Höhe verdienten 9:2 (2:2)-Kantersieg in der ersten Runde des Bezirkspokals. "Das war eine geschlossen starke Leistung. Ich kann der Mannschaft nur gratulieren", freute sich Kaiser nach der Partie.

Dabei hatte es zu Beginn noch überhaupt nicht danach ausgesehen, als sollten die rund 30 Zuschauer einen Gala-Auftritt des Gastgebers erleben - im Gegenteil. Die Delmenhorster waren zwar das spielbestimmende Team, offenbarten aber vor allem bei langen Bällen Schwächen in der Defensive. Esenshamm ließ sich nicht lange bitten und ging früh durch Kevin Lanzendörfer mit 1:0 in Führung (7.). Zwar hatte Jahn auch in der Folge mehr vom Spiel, konnte sich aber keine zwingenden Torszenen erspielen - bis zur 25. Minute: Als Esenshamms Verteidiger Nils Zimmermann Jahn-Stürmer Ibrahim Zana im Strafraum zu Boden riss, entschied Referee Per-Ole Wendlandt (Ganderkesee) auf Strafstoß. Der gefoulte trat selbst an - und scheiterte an Gäste-Keeper Patrick Lahrmann.

Als dann Esenshamms Toptorjäger Bünyamin Kapakli in der 38. Minute auf 2:0 erhöhte, sprach alles für ein frühes Pokalaus der Kaiser-Elf. "Wir haben ja nicht schlecht gespielt, aber im Abschluss war das einfach viel zu wenig", analysierte der Coach.

Da musste schon ein weiterer - dieses Mal äußerst schmeichelhafter Elfmeter - helfen. Erneut war Zimmermann der Übeltäter, brachte Marc Pawletta zu Fall, und Can-Dennis Blümel traf vom Punkt zum 1:2 (43.). Ein Tor, das einer Initialzündung gleich kam: Nur eine Minute später markierte Ibrahim, der sich zuvor aufmerksam den Ball erobert hatte, nach schönem Solo den Ausgleich.

Kurz nach dem Wiederanpfiff schien das Spiel vollkommen auf den Kopf gestellt. Jahn kombinierte ohne große Mühe und hatte die Partie nun völlig unter Kontrolle, Esenshamm schienen in der Pause sämtliche Kräfte verlassen zu haben. "Wenn ich eine Erklärung für diesen Leistungseinbruch hätte, wäre es wahrscheinlich nicht passiert", zeigte sich Gäste-Stürmer Lanzendörfer ratlos. Innerhalb von acht Minuten zogen die Gastgeber durch Tore von Tom Piskalla (46./50.) und Marc Pawletta (53.) auf 5:2 davon. Blümel (64.), erneut Piskalla (71.) und Esenshamms Christian Lehr per Eigentor (78.) sorgten für das zwischenzeitliche 8:2, ehe dem eingewechselten Björn Westerhausen der Schlusspunkt gelang - 9:2 (79.). "Wenn die Tore so schnell hintereinander fallen, ist es schwer, wieder ins Spiel zurück zu kommen", sagte Lanzendörfer, dessen Team - so komisch es klingt - mit dem Ergebnis am Ende sogar noch gut bedient war.

Matthias Kaiser hingegen hatte nach dem Spiel freilich nicht mehr viel zu kritisieren: "Wir können uns heute einfach über die Leistung freuen. Vor allem die jungen Spieler haben gezeigt, dass sie in die Mannschaft drängen", sagte der Coach, mahnte aber zugleich, wegen eines guten Spiels nicht gleich abzuheben: "Das war heute ein Pokalspiel. Die Punktspiele sind uns da weitaus wichtiger."

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