Landesliga-Handballer des SV Grambke-Oslebshausen unterliegen TuS Sulingen mit 27:29

106 Wochen ohne Auswärtssieg

Grambke. Die Auswärtsniederlagen des SV Grambke-Oslebshausen bleiben in der Handball-Landesliga der Männer knapp, ihre desaströse Serie nehmen sie damit definitiv mit in die kommende Saison. Nach dem 27:29 (13:16) beim TuS Sulingen warten die Gelb-Blauen in der Fremde seit sage und schreibe 106 Wochen auf einen Sieg.
28.03.2019, 00:00
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Von Olaf Kowalzik
106 Wochen ohne Auswärtssieg

Rückraumspieler Kamil Arkulary hinterließ in seinem ersten Spiel für den SV Grambke-Oslebshausen nach einer knapp dreimonatigen Verletzungspause einen ansprechenden Eindruck.

OLAF KOWALZIK BREMEN +494216447123 und Olaf Kowalzik, Olaf Kowalzikf

Grambke. Die Auswärtsniederlagen des SV Grambke-Oslebshausen bleiben in der Handball-Landesliga der Männer knapp, ihre desaströse Serie nehmen sie damit definitiv mit in die kommende Saison. Nach dem 27:29 (13:16) beim TuS Sulingen warten die Gelb-Blauen in der Fremde seit sage und schreibe 106 Wochen auf einen Sieg. Ob die Pleitenserie künftig in der Landesliga oder vielleicht sogar in der Landesklasse neu attackiert werden muss, werden die fünf finalen Partien zeigen, in denen der SVGO ausnahmslos Heimrecht genießt. Am Sonnabend geht’s um 18 Uhr in der Sperberstraße gegen den Tabellenvierten HSG Bützfleth/Drochtersen los, gegen den sich die Zuschauer auf ausgeschenktes Freibier freuen dürfen.

Rosig sieht es beim Tabellenvorletzten aber im Abstiegskampf zurzeit nicht gerade aus.
Es war in Sulingen die Ironie des Schicksals: Ausgerechnet Julian Wilkens, der Linksaußen des Tabellenachten, schickte die Gelb-Blauen mit dem finalen K.o.-Schwinger zur 27:29 (13:16)-Auswärtsniederlage auf die Bretter. Dass diese Aktion auch noch während der doppelten SVGO-Überzahl geschah, setzte dem Ganzen die Krone auf.

„Den hätte meine Mannschaft nämlich das ganze Spiel über auf Außen offensiv decken sollen“, sagte Grambkes Interimstrainer Marcel Hägermann. Schließlich hatte er genau diese Taktik mit seinen Spielern im Training reichlich durchexerziert. Die Offensivpresse, durch die Sulingens richtiger Anstoßdruck für seine brandgefährliche Abteilung Attacke auf den beiden Halbpositionen gleich im Keim erstickt werden sollte. Schließlich hatten die Niedersachsen dem Vorletzten genau damit im Hinspiel eine 25:29-Niederlage zugefügt.

Hägermanns ausgeklügeltes Gedankenspiel scheiterte, weil seine Spieler das Vorhaben auf dem Feld nicht konsequent genug umsetzten. „Das geschah mir zu halbherzig und kam meistens zu spät“, bemängelte er. Dadurch bekamen die TuS-Halbangreifer Marco Krause und Björn Meyer genau den Schwung für ihren Anlauf, den sie für ihre wuchtigen Würfe brauchten. „Wer nicht hören will, muss fühlen“, hieß es deshalb beim SVGO, in dessen Netz es 14 Mal aus der zweiten TuS-Reihe schepperte. Der Linksaußen Wilkens packte zur Krönung noch sechs Treffer obendrauf. Deshalb war Marcel Hägermann auch restlos bedient: „Meine Mannschaft ruft ihre Leistung nicht konsequent genug ab. Gegen Sulingen reichte es gerade einmal für eine Viertelstunde.“

Dabei wäre in der Sulestadt deutlich mehr drin gewesen, weil auch die Hausherren in ihrem zweiten Spiel innerhalb von nur 24 Stunden nicht gerade ihren besten Tag erwischt hatten. Das führte bis zum Schluss zu einem spannenden Match, das ohnehin 13-mal unentschieden stand. Es hätte nach dem 25:28-Rückstand des Tabellenvorletzten auch noch einmal kippen können, als Philip Schmidt zum 26:28-Anschluss einnetzte und danach gleich zwei Sulinger Abwehrspieler innerhalb von zehn Sekunden auf die Strafbank mussten.

Der SV Grambke-Oslebshausen nutzte diese doppelte Überzahl nur einmal durch seinen Linksaußen Melvin Bülow zum 27:28-Anschluss, bevor der Gastgeber den Gelb-Blauen zwei Minuten vor Ultimo den alles entscheidenden Dämpfer verpasste. Danach traf keine Mannschaft mehr ins Schwarze. „Wir haben verdient verloren, das war eine katastrophale Teamleistung“, stellte Marcel Hägermann seinen Mannen kein gutes Zeugnis aus.

In seiner Mannschaft gefiel der Linksaußen Melvin Bülow mit einer tadellosen Trefferquote noch am ehesten, auch der Rückraumspieler Kamil Arkulary hinterließ in seinem ersten Spiel nach einer knapp dreimonatigen Verletzungspause einen ansprechenden Eindruck. Bei ihm mangelte es verständlicherweise noch an der Kondition. Pech hatte der Spielmacher Pascal Hinrichs, dass er nach 20 Minuten einen Schlag aufs Handgelenk bekam und dieses anschließend nicht mehr bewegen konnte.

SV Grambke-Oslebshausen: Entelmann, Mulinski; Feldermann (2), P. Hinrichs (1), Bülow (4), Rotenberg, Arkulary (4), Rüttjerott (2), S. Hinrichs (5), Dunker (3), Hergert (3/1), Behrmann, Schmidt (3).

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