Geschwächtes Seefeld-Team biegt gegen SV Höltinghausen mit neuer Deckungstaktik noch spät auf die Überholspur ab 13:22-Rückstand stärkt des Meisters Abwehrkräfte

Oyten. Das war nichts für schwache Nerven. Als dem TV Oyten II gestern bei einem 13:22-Rückstand die Felle schon fast davongeschwommen waren, zeigte er sich gegen den SV Höltinghausen plötzlich von einer ganz anderen, besseren, aggressiveren Seite. "In den letzten gut 20 Minuten haben wir richtig Handball gespielt. Da kann ich vor meiner Mannschaft wirklich nur den Hut ziehen", schwärmte Axel Seefeld, Trainer des amtierenden Meisters in der Handball-Oberliga Frauen, nach dem 27:25 (11:15) und einem Spiel, in dem das große Finale seiner Mannschaft für fast 40 eher schwache Minuten entschädigte. Seefeld gab zu, schon eine echte "Klatsche" befürchtet zu haben. "Aber dann ist der Funke doch noch übergesprungen!"
05.12.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Michael Schön

Oyten. Das war nichts für schwache Nerven. Als dem TV Oyten II gestern bei einem 13:22-Rückstand die Felle schon fast davongeschwommen waren, zeigte er sich gegen den SV Höltinghausen plötzlich von einer ganz anderen, besseren, aggressiveren Seite. "In den letzten gut 20 Minuten haben wir richtig Handball gespielt. Da kann ich vor meiner Mannschaft wirklich nur den Hut ziehen", schwärmte Axel Seefeld, Trainer des amtierenden Meisters in der Handball-Oberliga Frauen, nach dem 27:25 (11:15) und einem Spiel, in dem das große Finale seiner Mannschaft für fast 40 eher schwache Minuten entschädigte. Seefeld gab zu, schon eine echte "Klatsche" befürchtet zu haben. "Aber dann ist der Funke doch noch übergesprungen!"

Oyten II musste sich aufgrund der zeitlich fast parallelen Einsätze des Drittliga-Teams in Ganderkesee und der weiblichen A in Oldenburg personell ganz anders aufstellen als gewohnt, hatte nur einen acht Feldspielerinnen umfassenden Kader, aber mit Andrea Kruse in der Rückraummitte und der sehr abwehrstarken Kreisläuferin Meike Gerster zwei Routiniers aufgeboten, die für Stabilität sorgten.

Trotzdem lief Oyten II im ersten Durchgang nicht ganz unerwartet Rückständen hinterher. Zwar gingen die Gastgeberinnen durch den ersten von insgesamt neun Treffern der Rechtsaußen Michele Müller in Führung, doch dann wuchs der Vorsprung des SV Höltinghausen an. Fünf Tore waren es bereits vor dem von Meike Gerster erzielten 10:14.

Nach der Pause brach das Team von Axel Seefeld sogar komplett ein. Nach dem 12:15 durch einen von Mette Müller verwandelten Siebenmeter kassierte der TVO in sieben Minuten sieben Treffer und konnte selbst nur einen erzielen.

Doch dieser negative Lauf weckte seinen Widerstandsgeist. Seefeld wurde richtig laut, holte sich eine Gelbe Karte ab und stellte die Deckung um. Eva Schmidt agierte vorgezogen gegen die Rückraumlinke der Gäste, und auch Michele Müller auf der rechten Außenbahn nahm eine Anspielstation weg. Schon in der 49. Minute glich Susanne Tauke aus, und nach dem 25:24 durch Patricia Lange machte Mette Müller alles klar.

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