MARU-Event: Yara Sophie Hierath knackt eigene Landesrekorde / Australier kommen wieder 14 Final-Teilnahmen der BTV-Akteure

Von einem „gelungenen Schwimmfest“ sprach der Schwimmtrainer des Blumenthaler TV, Uwe Hilbrands, nach dem erfolgreichen Verlauf des 44. Internationalen MARU-Schwimmfestes, das die Nordbremer am vergangenen Wochenende veranstalteten. 19 Vereine sorgten bei dieser Traditionsveranstaltung im Vegesacker Fritz-Piaskowski-Bad für spannende Rennen. Außerdem wurden zwei Bremer Landesrekorde geknackt.
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Von Martin Prigge

Von einem „gelungenen Schwimmfest“ sprach der Schwimmtrainer des Blumenthaler TV, Uwe Hilbrands, nach dem erfolgreichen Verlauf des 44. Internationalen MARU-Schwimmfestes, das die Nordbremer am vergangenen Wochenende veranstalteten. 19 Vereine sorgten bei dieser Traditionsveranstaltung im Vegesacker Fritz-Piaskowski-Bad für spannende Rennen. Außerdem wurden zwei Bremer Landesrekorde geknackt.

Das Nordbremer Mega-Event des Blumenthaler TV, sein 44. Internationales MARU-Schwimmfest, lockte in diesem Jahr 271 Schwimmerinnen und Schwimmer zum Kräftemessen ins Vegesacker Bad. Neben nationalen Topvereinen und den langjährigen Gästen aus Polen trat in diesem Jahr zum ersten Mal ein starker australischer Klub aus Sydney an. Dominierend, da wie im Vorjahr mit Abstand auf dem ersten Platz der Mannschaftswertung, entschied die SGS Bremerhaven die Veranstaltung für sich. Sie siegte mit 951 Punkten vor der SG Schöneberg aus Berlin (785) und dem polnischen Klub UKS Dwójka Morena Gdansk (614). Die sich ebenfalls am Schwimmfest der Blumenthaler Nachbarn beteiligende SG Aumund-Vegesack konnte überraschend an den starken Athleten des City of Sydney Aquatic Club (COSAC/428 Punkte) vorbeiziehen und wurde mit 437 Zählern Vierte. Der gastgebende Blumenthaler TV (416) landete knapp hinter dem Möllner SV (425) auf Rang sieben und die SG TSG Huchting/Blumenthal belegte den zehnten Platz (136).

Große Anerkennung erhielt Yara Sophie Hierath (Jahrgang 2001) von der SGS Bremerhaven, die ihre beiden bestehenden Bremer Landesrekorde auf der Kurzbahn unterbieten konnte. So verbesserte sie sich über 50 Meter Rücken im Finale auf 30,20 Sekunden, und über 100 Meter Rücken stellte sie schon im Vorlauf einen neuen Rekord auf (01:05,45 Minuten), den sie im Finale erneut unterbot (01:04,79).

Starker Nationalschwimmer

Nationalschwimmer und Ex-Bremer Hendrik Feldwehr (1986/SG Essen) konnte erwartungsgemäß alle seine Starts mit einer Goldmedaille krönen, seine Freundin Isabelle Härle (1988) musste sich zweimal der elf Jahre jüngeren Alessandra Gazal (1999) aus Sydney geschlagen geben, gewann ansonsten aber auch sämtliche ihrer gemeldeten Strecken. Zur Freude der Schwimmerinnen und Schwimmer in der Halle gab es die Möglichkeit, Fotos mit Hendrik Feldwehr zu machen. Herausragend zeigte sich über 4x50 Meter Lagen auch die BTV-Damenstaffel in der Besetzung Carina Stürcken, Isabel Geyer, Carolin Karré und Alicia-Maureen Rebeski, die in 2:09,31 Minuten knapp auf den dritten Platz hinter der SGS Bremerhaven (2:08,58) und dem City of Sydney Aquatic Club (2:07,46) schwamm.

BTV-Coach Uwe Hilbrands freute sich besonders über insgesamt 14 Blumenthaler Finalteilnahmen („überraschend gut“). So konnte Lasse Dohrmann (1997) Vierter im Finale über 100 Meter Freistil werden (55,61 Sekunden) und über 100 Meter Schmetterling auf Rang sechs landen (1:01,97 Minuten). Jonathan Seele (2001) wurde Vierter im Jugendfinale über 50 Meter Freistil (29,36 Sekunden), 50 Meter Rücken (34,22) und 50 Meter Schmetterling (35,87) und Fünfter über 50 Meter Brust (38,85), ebenso wie Isabel Geyer (1995/1:19,82) im 100-Meter-Brust-Finale und Daniel Klosa (1996) über 100 Meter Freistil (1:01,41), 100 Meter Rücken (1:02,79), 100 Meter Brust (1:11,70) und 100 Meter Lagen (1:02,78). Carolin Karré wurde zudem Fünfte im 100-Meter-Rücken-Finale (1:10,09) vor ihrer Vereinskollegin Carina Stürcken (1:11,79). Der Trainer der SG Aumund-Vegesack, Harald Schützek, war mit dem Abschneiden der Vegesacker Schwimmer sehr zufrieden.

Die SAV zählte am Ende drei dritte Plätze in der offenen Klasse auf ihrem Konto. SAV-Ass Sara Gäbler (1997) gewann in starken 1:18,87 Minuten über 100 Meter Brust im Finale Bronze, Daniel Prigge (1996) wurde über 50 Meter Freistil Dritter (25,16 Sekunden) und die SAV-Herrenstaffel in der Besetzung Sebastian Spreen, Jonas Prigge, Mathias Struckhoff und Markus Tomczyszyn schwamm über 4x50 Meter Lagen in 1:57,63 Minuten ebenfalls auf Rang drei. SAV-Talent Jonas Gambalat (2002) gelang im Jugendfinale über 50 Meter Schmetterling der Sprung auf das Podium zur Silbermedaille (34,80).

Außerdem waren Sebastian Spreen (1994/1:02,34) und Alina Niemietz (1998/1:09,48) über 100 Meter Rücken jeweils als Vierte für die SAV in den Finals vertreten, und Leon Kohlhaase (2001/36,04) wurde im Jugendfinale über 50 Meter Schmetterling Fünfter. SAV-Coach Schützek war jedoch unglücklich über die Wellenkillerleinen im Vegesacker Bad, die während der Wettkämpfe eigentlich für ein möglichst ruhiges Wasser sorgen sollen. „Besonders auf den Freistilstrecken wurden die Zeiten aller Teilnehmer umso schlechter, je schneller die Läufe wurden. Es war wie im Wellenbad, weil die Leinen nichts gehalten haben“, so der Übungsleiter. BTV-Trainer Uwe Hilbrands gab sich mit dem Abschneiden der Blumenthaler Schwimmer zufrieden.

„In Anbetracht des harten Trainings, auch am Feiertag, gehen die Ergebnisse wirklich in Ordnung. Auf 19 Gold-, 17 Silber- und 15 Bronzemedaillen können wir stolz sein.“ Im Hinblick auf die weitere Saison stellte Hilbrands fest: „Wir sind schon fast auf Kurs.“ BTV-Abteilungsleiter Frank Domke blickte ebenfalls auf ein gelungenes Internationales Schwimmfest zurück und lobte die Organisation: „Die Veranstaltung ist durchweg gut über die Bühne gegangen, auch dank der vielen ehrenamtlichen Helfer.“ Besonders freute ihn, dass der Nordbremer Trainer Markus Erth angekündigt hat, mit seinem australischen Schwimmklub City of Sydney Aquatic Club in zwei Jahren wieder am BTV-Schwimmfest teilzunehmen.

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