Basketball Eisbären in Quarantäne

Weil ein Corona-Test positiv ist, müssen Bremerhavens Basketballer erneut eine Spielpause einlegen. Die Partie gegen Hagen an diesem Sonntag wurde kurzfristig verlegt.
13.02.2021, 19:51
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Eisbären in Quarantäne
Von Frank Büter

Bremerhaven. Geschockt? Konsterniert? Traurig? Es ist schwer, die Gemütslage der Eisbären Bremerhaven in Worte zu fassen. Sie hatten so sehr gehofft, dass es gut ausgehen würde. Dass die Testreihe negativ und damit zu ihren Gunsten positiv ausfallen würde. Doch das Gegenteil ist der Fall. Am Sonnabend gab es Gewissheit: Ein Spieler aus dem Basketballteam des Pro-A-Ligisten ist positiv auf Corona getestet worden. „Leider“, sagt Nils Ruttmann, der Geschäftsführer der Eisbären Bremerhaven. Leider, weil damit jetzt die in solchen Fällen übliche Maschinerie greift. Ab sofort befinden sich das Trainerteam und die Spieler der Eisbären in häuslicher Quarantäne. Zum zweiten Mal im Saisonverlauf. Und die für diesen Sonntag angesetzte Heimpartie gegen Hagen wurde kurzfristig abgesetzt.

Nachdem die Bremerhavener routinemäßig in den vergangenen zehn Tagen bereits vier Schnelltest-Serien sowie eine PCR-Testung durchgeführt hatten, bei denen Trainer, Spieler und Physiotherapeuten negativ getestet worden waren, hatte nun eine weitere PCR-Testreihe dieses positive Ergebnis bei einem Spieler ergeben. Diese außerplanmäßige Komplett-Testung, die durch Mitarbeiter des Gesundheitsamtes durchgeführt wurde, war veranlasst worden, nachdem Mitte der Woche eine Person aus dem Umfeld der Eisbären Bremerhaven bei einer PCR-Testung zunächst positiv und dann negativ getestet worden war (der WESER-KURIER berichtete).

Nur Trey Davis darf trainieren

Dem betroffenen Spieler ginge es gut, er zeige keine Symptome, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Eisbären. Doch obwohl es allen Spielern und den Trainern gut geht, muss sich das gesamte Eisbären-Team als Kontaktperson der ersten Kategorie nun erneut bis zu 14 Tage in Quarantäne begeben. Einzige Ausnahme ist Trey Davis. Der Point Guard der Eisbären war zwischenzeitlich wegen eines Trauerfalls in die USA gereist. Davis hatte deshalb in den vergangenen Tagen keinen Kontakt zu seinen Teamkameraden und hat jetzt seine Einreisequarantäne mit zwei negativen PCR-Tests abgeschlossen.

„Alle sind gesund, das ist im Moment das Wichtigste“, sagt Nils Ruttmann bei aller Niedergeschlagenheit. „Die Gesundheit geht vor und hat natürlich absolute Priorität.“ Das wiederum ist auch die Devise des Gesundheitsamtes. Weil der betroffene Spieler nämlich schon mal positiv getestet worden ist auf Corona, schaut man im aktuellen Fall ganz genau hin. Stichwort: Mutation. Also wird das gesamte Team am Montag noch einmal einer PCR-Testung unterzogen. Ausgenommen hiervon sind die Mitarbeiter in der Geschäftsstelle des Klubs, für die auch keine Quarantäne angeordnet wurde.

Ein Thema für die Task Fore

Nach dem Auswärtsdoppelpack mit Spielen in Schwenningen und Nürnberg am 6. und 8. November hatte sich das Eisbären-Team aufgrund von gleich sechs positiven Testergebnissen im Mannschaftskreis erstmals komplett in Quarantäne begeben müssen. Exakt 35 Tage hat es seinerzeit gedauert, ehe Bremerhaven wieder ein Pflichtspiel bestreiten konnte. Wie lange die Rückkehr aufs Parkett diesmal dauern wird, ist fraglich. Klar ist derweil, dass die geplante Nachholpartie am Mittwoch gegen Heidelberg ebenso wenig stattfinden wird, wie die Partie am 24. Februar gegen Jena. Die aktuellen Corona-Fälle in Trier und Bremerhaven werden den Spielplan also weiter gehörig durcheinander wirbeln. Und damit wird sich nun auch die Task Force der Pro A beschäftigen müssen, „das Thema bekommt Dynamik“, sagt Ruttmann.

Am 10. April soll die Hauptrunde beendet werden und die K.o-Phase mit den Play-offs beginnen. Doch ob bis dahin auch tatsächlich alle Hauptrundenspiele absolviert werden können, ist sehr unsicher. Die Eisbären etwa haben gerade mal 14 ihrer 28 Begegnungen bestritten. „Die Play-offs sind das sportliche Highlight“, sagt Nils Ruttmann. „Aber ich glaube kaum, dass wir bis Mitte April alle Partien nachholen können.“ Als mögliche Lösung wird die Quotientenregel favorisiert. Die Tabelle würde dann nach Punkten pro ausgetragenen Partien berechnet.

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