2. Basketball-Bundesliga Pro A

Heimsieg zum Auftakt

Dank einer starken Defensive setzten sich die Eisbären Bremerhaven zum Ligastart gegen Rostock mit 78:69 durch. Beste Werfer im Dress der Eisbären waren Trey Davis mit 19 und Marvin Heckel mit 17 Punkten.
17.10.2020, 21:22
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Heimsieg zum Auftakt
Von Frank Büter

Bremerhaven. Die Eisbären Bremerhaven sind mit einem Heimsieg in die neue Saison der 2. Basketball-Bundesliga Pro A gestartet. In einer engen und kampfbetonten Partie setzten sich die Gastgeber gegen die Rostock Seawolves mit 78:69 (17:22, 39:43, 63:56) durch. Beste Werfer im Dress der Eisbären waren Trey Davis mit 19 und Marvin Heckel mit 17 Punkten. „Ich bin wirklich stolz auf die Jungs“, sagte Eisbären-Coach Michael Mai. Dank einer großartigen Defensivleistung in der zweiten Halbzeit habe man eine starke Mannschaft aus Rostock bezwungen. „Das war ein erster Schritt, aber wir haben noch viele weitere Schritte zu gehen“, so Mai.

In Bremerhaven wurde also Basketball gespielt, erstmals wieder seit dem 10. März dieses Jahres, als die Eisbären beim 113:57 gegen Ehingen den höchsten Sieg der kurz darauf abgebrochenen Serie landeten. Und das ist eine gute Nachricht, nachdem zuvor bereits zwei Partien dieses ersten Spieltages – darunter auch das Pro-A-Eröffnungsspiel am Freitagabend zwischen Trier und Heidelberg – wegen positiver Coronatests beziehungsweise behördlich angeordneter Quarantäne verlegt werden mussten. Das von der Gesundheitsbehörde Bremerhaven genehmigte Hygienekonzept stand somit ebenso wie das Eisbärenteam erstmals auf dem Prüfstand.

Die gute Nachricht auch hier vorweg: Das Konzept, das die Stadthalle in drei Zonen mit verschiedenen Ein- und Ausgängen sowie gestaffelten Einlasszeiten teilt, hat gegriffen. Obwohl die Anhänger durchgängig, also auch am Platz, einen Mund-Nase-Schutz tragen mussten, verhielten sie sich überaus diszipliniert und feuerten ihr Team auch mit Maske lautstark an. Exakt 484 Zuschauer hatten sich ein personalisiertes Ticket besorgt und bekamen dafür in der Stadthalle von der Ansetzung her gleich ein echtes Topspiel geboten.

Die Eisbären zählen als Vizemeister der Vorsaison ebenso zu den Titelfavoriten wie die Seewölfe aus Rostock, bei denen seit Januar dieses Jahres ein prominenter Coach das Kommando führt: Dirk Bauermann, ehemals deutscher Nationaltrainer und neunfacher Deutscher Meister. Der 62-Jährige hat es sich zum Ziel gesetzt, Rostock in die BBL zu führen. Dafür wurden gleich acht neue Spieler verpflichtet, darunter Ex-Eisbär Sid-Marlon Theis. Entsprechend geknickt war Bauermann nach der Partie: „Wir haben eine schlechte Leistung gezeigt. Ein gutes Viertel reicht gegen einen Aufstiegsfavoriten nicht.“

Gleich neun neue Spieler haben die Eisbären unter Vertrag genommen, acht dieser Neuzugänge gaben am Sonnabend ihr Pflichtspieldebüt. Es fehlte lediglich der Langzeitverletzte Marcel Keßen (Bänderriss), für den zu Wochenbeginn kurzfristig in John Bohannon noch ein vierter Importspieler aus den USA verpflichtet worden war. Bohannon gehörte denn auch gleich zur Startformation der Eisbären, zudem standen Max Ugrai, Noah Allen, Marvin Heckel und Trey Davis zu Beginn auf dem Parkett. Für die ersten Zähler der neuen Saison sorgte Point Guard Davis, der mit einem Korbleger zum 2:2 traf. Den ersten Dreier für Bremerhaven traf Ugrai.

Es war eine Partie, in der sich beide Teams auf die Suche nach ihrem Rhythmus machten. Hüben wie drüben gab es noch Probleme im Zusammenspiel, was zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison nicht verwundert. Bremerhaven hatte zudem eine große Streuung bei den Würfen aus der Distanz, nur vier der 18 Dreierversuche in Halbzeit eins fanden ihr Ziel. Da aber Davis und auch Heckel gut aufgelegt waren, blieben die Eisbären trotz ständigen Rückstands bis zur Pause beim 39:43 zumindest auf Tuchfühlung.

Der zweite Durchgang ließ sich dann gut an: Die Abwehr stabilisierte sich, und Davis und Allen sorgten beim 45:43 erstmals nach dem 5:4 wieder für eine Führung des Gastgebers. Bremerhaven war nun besser im Spiel, die Aktionen wurden sicherer. Und auch die Dreier fielen. So traf Friederici zum 58:49 (28.). Nach einem starken dritten Viertel (24:13) lagen die Eisbären mit 63:56 vermeintlich schon auf Siegkurs, brauchten dann aber fast vier Minuten für einen weiteren Korberfolg (Ugrai zum 65:63/34.). In der Folge waren es Ugrai und Heckel, die für eine 75:67-Führung sorgten – das war die Entscheidung.

Eisbären Bremerhaven: Davis (19), Heckel (17), Kindzeka, Braun (13), Friederici (10), Ugrai (12), Yebo (2), Bohannon, Pölking, Allen (5).

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+