Handball-DM weibliche A-Jugend 28:29 - Oyten bleibt die Hoffnung auf das Rückspiel

Oyten. War's das schon? Nach dem gestrigen 28:29 (13:13) gegen die HSG Bad Wildungen ist das Final-Four-Turnier um die deutsche Meisterschaft der weiblichen A-Jugend für den TV Oyten in weite Ferne gerückt.
31.05.2010, 03:10
Lesedauer: 2 Min
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Von Michael Schön

Oyten. War's das schon? Nach dem gestrigen 28:29 (13:13) gegen die HSG Bad Wildungen ist das Final-Four-Turnier um die deutsche Meisterschaft der weiblichen A-Jugend für den TV Oyten in weite Ferne gerückt. In der Pestalozzihalle konnte der norddeutsche Meister von 2010 und 2009 die hochgeschraubten Erwartungen nur phasenweise einlösen. Nur eine ganz deutliche Steigerung im Rückspiel am kommenden Sonnabend könnte dem Team von Trainer Sebastian Kohls noch zum Einzug ins Halbfinale verhelfen.

Während draußen der Regen auf das Dach der Pestalozzihalle trommelte, flossen drinnen nach Spielschluss jede Menge Tränen. Zwar hatte der TVO nur mit einem Tor Unterschied verloren, doch die gefühlte Unterlegenheit war wesentlich deutlicher. Nur zu selten fand der in dieser Saison noch allen Herausforderungen gerecht gewordene Angriff Lösungen gegen die mit einer überragenden Torhüterin gesegnete Deckung der Gäste.

Reichlich zerknirscht machte Kohls nach dem Schlusspfiff aus seiner Verärgerung und Enttäuschung keinen Hehl. 'Es war eigentlich in beiden Halbzeiten derselbe Spielverlauf. Wir haben in der Anfangsphase ordentlich Druck entwickelt, sind dann aber einen Schritt zurückgegangen, und das Niveau ist deutlich abgeflacht.' Allerdings nur bei den Gastgeberinnen. Das Team aus Nordhessen schlug aus den Defiziten der Heimmannschaft - zu wenig Druck, zu viele Ungenauigkeiten und Verlegenheitsaktionismus - jede Menge Kapital. Phasenweise spielte sich Bad Wildungen in einen Rausch. Dem Team glückte schließlich fast alles. Vor allem Xenia Smits (acht Tore), die mit immer ein und derselben Wurfvariante erfolgreich war. Die Bälle der Rückraumlinken klatschten nur so gegen den Innenpfosten. Da auch Spielgestalterin Esther Meyfarth und der zweite HSG-Shooter, Sandra Josefiak, ihre gewohnte Form abrufen konnte, verlor der Oyten das Duell der Rückraumreihen klar.

Schaden noch begrenzt

So schien sich sogar eine noch weitaus deftigere Schlappe anzubahnen, als der Rückstand in den letzten zehn Minuten sogar auf 24:28 anwuchs. In dieser Phase drohte dem TV Oyten die Ordnung völlig abhanden zu kommen. Doch das Team fing sich wieder und schloss mit zwei wieder von Struktur geprägten Angriffen jeweils über Kreisläuferin Ann-Kathrin Abbes zum 26:28 und 27:29 ab, ehe Miriam Thamm in der Schlusssekunde den Schaden mit dem 28. Treffer noch weiter eingrenzte.

Man würde den Rückraumspielerinnen des TVO freilich nicht gerecht werden, würde man ihnen die Hauptschuld an der Heimniederlage anlassten. Alle Mannschaftsteile taten sich gestern schwer, was Trainer Kohls ein Rätsel war. An der Nervosität könne es nicht gelegen haben. 'Sonst hätten wir nicht so stark begonnen.

Ann-kathrin Abbes, Marielle Juricke und Denise Engelke hatten für eine 3:0-Führung gesorgt, die dem Bremer Abonnementsmeister eigentlich Sicherheit hätte verleihen müssen. Doch der zahlenmäßig und akustisch stark präsente HSG-Anhang machte sich bald bemerkbar. Erst vergab Jana Sell mit ihrem Siebenmeter die Möglichkeit, auf 4:0 zu erhöhen, und dann kam Bad Wildungen nach bereits immerhin schon fünf verstrichenen Minuten durch Svenja Ochmann zum ersten Treffer. Es sollten in der ersten Hälfte noch zwei weitere Oytener Strafwurf-Fehlversuche folgen, und auch beim Gegenstoß ließ das Team um Denise Engelke höchstprozentige Chancen liegen. Trotzdem wurde die erste Hälfte überwiegend vom TVO dominiert. Jana Sell sorgte für die erste Vier-Tore-Führung der Gastgeberinnen, von der lange gezehrt werden konnte. Erst mit dem 11:11 zogen die Gäste aus der Badestadt gleich. Nach Wiederanpfiff konnte sich Oyten erneut absetzen (21:18), ließ den Gegner aber ausgerechnet bei Überzahl wieder aufschließen.

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