Fußball-Bezirksoberliga Lüneburg 41 Punkte reichen FC Worpswede nicht

Worpswede. Im Abstiegskampf der Bezirksoberliga hat der Fußball ein Drehbuch geschrieben, das spannender kaum hätte ausfallen können. Im Fernduell dreier punktgleicher Konkurrenten hatte der FC Worpswede am letzten Spieltag die schlechtesten Karten wegen seiner miserablen Tordifferenz.
31.05.2010, 01:00
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Von Thomas Müller

Worpswede. Im Abstiegskampf der Bezirksoberliga hat der Fußball ein Drehbuch geschrieben, das spannender kaum hätte ausfallen können. Im Fernduell dreier punktgleicher Konkurrenten hatte der FC Worpswede am letzten Spieltag die schlechtesten Karten wegen seiner miserablen Tordifferenz. Und doch schaffte es die Mannschaft von Trainer Malte Jaskosch, durch einen 3:2-Auswärtssieg über den SV Nienhagen, die Minimalchance auf den Klassenerhalt zu wahren. Der Dreier am letzten Spieltag dieser Saison - er nutzte den Worpswedern nichts mehr.

Mit 41 Punkten und 51:74 Toren (-23) steigt die Mannschaft als Tabellenzwölfter, als Sechstletzter, ab. Der TuS Celle übrigens auch, ebenfalls mit 41 Zähler auf dem Konto bei 54:52 Toren (+2). Jubeln durften sie dagegen beim TSV Etelsen. Dem reichten 41 Punkte und +2 Tore; denn - und das ist bemerkenswert - den dazu notwendigen 8:0-Sieg beim MTV Moisburg erspielte sich die Mannschaft ganz exakt. Machte 65:63 Tore.

'Unglaublich', meinte FCW-Coach Jaskosch da nur, 'aber ich kannte schon die Zwischenstände. Meine Mannschaft natürlich nicht.' Besonders enttäuschend sei das, wenn man auf diese Weise absteigt. 'Mit 41 Saisonpunkten kann man im Grunde genommen zufrieden sein', so Jaskosch weiter. Kein Vergleich zur Saison 2007/08 sei das, als man Vorletzter wurde mit nur 23 Punkten, übrigens bei 40:80 Toren.

Dass es am Sonnabend überhaupt noch dazu kam, dass am Ende die Tordifferenz der drei Konkurrenten den Ausschlag geben musste, lag daran, dass Worpswede in Nienhagen einen 0:2-Rückstand noch in einen Sieg drehte. Das Ganze übrigens binnen einer guten Viertelstunde. Und auch nur, weil Torwart Nils Kühtmann, als Worpswede aufmachte, die Chancen der Gastgeber mit tollen Paraden zunichte machte. 'Nils hat uns am leben gehalten', sagte ein tief beeindruckter Malte Jaskosch.

Zu Beginn konnte der FCW-Keeper aber den 0:2-Rückstand seiner Elf auch nicht verhindern. Die fand zunächst überhaupt nichts ins Spiel. Zweimal bestrafte Nienhagen die Worpsweder Ballverluste (6. und 27.). Die Gastgeber, als Viertletzter der Tabelle längst abgestiegen, konnten sich zurückziehen und auf Konterchancen warten. Doch Tobias Blumenthal leitete mit dem Anschlusstreffer (74.) nach Querpass von Kevin Taube die Wende ein. Zwei Minuten später schon das 2:2. Da profitierte Taube von der Vorarbeit durch Stephan Schitz. Drilon Demaku erzielte aus dem Gewühl heraus sogar den Siegtreffer (86.).

Die Freude hielt sich jedoch in Grenzen. Kurz darauf war klar: Es reicht nicht. 'Jetzt ist erst mal Pause. Wir müssen neue Kräfte sammeln', fand sich Trainer Jaskosch mit der Realität ab.

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