Lilienthaler Floorballer bringen in Wernigerode ein 9:8 in Unterzahl über die Zeit

7:1-Führung beinahe noch verspielt

Lilienthal. „Wenn mir einer vorher gesagt hätte, dass wir 9:8 bei den Red Devils Wernigerode gewinnen, hätte ich es so genommen“, versicherte Remo Hubacher, Trainer des TV Lilienthal. Der Gast hat dem Vizemeister der 1.
05.10.2015, 00:00
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Von Karsten Hollmann
7:1-Führung beinahe noch verspielt

Noch mal gutgegangen: Bei den Lilienthaler „Wölfen“ dürfen sich Dennis Heike (links) und Neuzugang Janos Bröker gegenseitig beglückwünschen. Auch Fabian Diaz de Armas (Hintergrund) freut sich mit. ARCHIV

Hans-Henning Hasselberg

„Wenn mir einer vorher gesagt hätte, dass wir 9:8 bei den Red Devils Wernigerode gewinnen, hätte ich es so genommen“, versicherte Remo Hubacher, Trainer des TV Lilienthal. Der Gast hat dem Vizemeister der 1. Floorball-Bundesliga wie erhofft mit breiter Brust alle Punkte abgeknöpft. Nach einer 7:1-Führung war aber noch einmal Zittern angesagt. Die Gastgeber holten Tor um Tor auf.

„Wir haben es zum Schluss nicht mehr geschafft, den Ball vorne zu halten“, kritisierte Hubacher. In der Anfangsphase gab es hingegen kaum etwas zu meckern. Die Gäste begannen furios, trafen aber zunächst zweimal den Pfosten. Sowohl der Neuzugang aus Bonn, Janos Bröker, als auch Miro Siljamao scheiterten am Aluminium. Doch nach zwölf Minuten brach Torben Kleinhans den Bann. Er beförderte einen Pass von Jan-Paul Gersdorf zum verdienten 1:0 in die Maschen.

Dennis Heike baute den Vorsprung noch im ersten Drittel mit zwei Toren auf 3:0 aus. Das zweite Tor fädelte dabei Geburtstagskind Fabian Diaz de Armas mit einem perfekten Pass ein. Das 3:0 bereitete Janos Bröker vor. Beflügelt durch die drei Tore innerhalb von nur fünf Minuten, übten die „Wölfe“ weiter Druck aus. Auch nach dem 1:3 von Vojta Krupicka (25.) hatten sie die richtige Antwort parat: Verteidiger Miro Siljamo stellte 120 Sekunden später den alten Abstand her. In Überzahl schraubte Oliver Bothe die Führung nach Zuspiel von Torben Kleinhans sogar auf 5:1 in die Höhe.

Dennis Heike machte noch im zweiten Drittel das halbe Dutzend voll. Er überwand Wernigerodes Keeper Nico Severin mit einem gekonnten Rückhand-Schuss. „Wir haben phasenweise sehr gut gespielt und den Ball in den ersten beiden Dritteln prima laufen lassen“, urteilte ein zufriedener Remo Hubacher. Spätestens nach dem 7:1 von Janos Bröker (46.) schien die Gastformation auch einem sicheren Erfolg entgegenzustreben. Doch es sollte noch einmal gewaltig eng werden.

Die Gastgeber markierten kurz darauf das 2:7 und verzeichneten nach einem Sperren von Torben Kleinhans gegen Red-Devils-Kapitän Robert Müller eine Überzahlsituation. Diese nutzte Eemeli Kyllönen zum 3:7 (49.). Sechs Minuten vor Schluss gelang Tom Fiedler das 4:7. Nach einem Gedränge vor dem eigenen Gehäuse unterlief einem Lilienthaler ein Eigentor zum 5:7. Das Spielgerät prallte dabei unglücklich vom Fuß über die Linie.

Als beide Teams nur zu viert auf dem Feld standen, sorgten Frank Brinkmann auf Pass von Jan-Paul Gersdorf sowie Dennis Heike nach Vorleistung von Mannschaftsführer André Heißenbüttel mit ihren Toren zum 9:5 wieder für etwas Entspannung. „Diese Treffer waren wichtig, um die Aufholjagd zu unterbrechen“, erklärte Hubacher. Doch die Harzer nahmen ihren Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers heraus und entfachten nach einer Auszeit 200 Sekunden vor Ultimo noch einmal mächtig Druck. „Man sah, dass Wernigerode das schon häufiger geübt hat“, sagte Hubacher. Vojta Krupicka, Eemeli Kyllönen und Bastian Einecke per Strafschuss nach Foul von Alexander Seitz (musste auf die Strafbank) verkürzten auf 8:9. „Wir haben dank einer starken Teamleistung gewonnen“, resümierte Hubacher.

TV Lilienthal: Fidelak; Heißenbüttel, Kleinhans, Bothe, Minnermann, Brinkmann, Gersdorf, Bröker, Diaz de Armas, Rautio, Siljamo, Seitz, Heike

1. Bundesliga Herren

MFBC Leipzig - BAT Berlin 3 : 7

ETV Piranhhas Hamburg - Fighters Chemnitz 6 : 5

UHC Weißenfels - USV Halle Saalebiber 17 : 4

Red Hocks Kaufering - SC DHfK Leipzig 10 : 5

Red Devils Wernigerode - TV Lilienthal 8 : 9

1. UHC Weißenfels 3 3 0 44 : 8 9

2. BAT Berlin 3 3 0 20 : 8 9

3. MFBC Leipzig 3 2 1 27 : 17 6

4. ETV Piranhhas Hamburg 3 2 1 19 : 14 6

5. TV Lilienthal 3 2 1 25 : 21 6

6. Red Hocks Kaufering 3 2 1 21 : 18 6

7. Fighters Chemnitz 3 1 2 17 : 32 3

8. Red Devils Wernigerode 3 0 3 14 : 22 0

9. SC DHfK Leipzig 3 0 3 13 : 35 0

10. USV Halle Saalebiber 3 0 3 11 : 36 0

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