A-Junioren-Bezirkspokal

VfL Stenum siegt knapp

Die Fußballtalente des VfL Stenum haben sich knapp mit 2:1 beim klassentieferen JFV Delmenhorst durchgesetzt. Damit zieht der Landesligist in die zweite Runde des Bezirkspokals ein.
07.09.2020, 12:58
Lesedauer: 3 Min
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Von Ralf Kilian
VfL Stenum siegt knapp

Sami Samo (weiß) erzielte den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für die Delmenhorster. Am Ende behielten die Stenumer dennoch die Oberhand.

INGO MÖLLERS

Es war verdient, aber es war eng. Die A-Junioren-Fußballer des VfL Stenum haben sich in der ersten Bezirkspokal-Runde mit 2:1 (1:1) beim JFV Delmenhorst durchgesetzt. Doch der Klassenunterschied zwischen Landes- und Bezirksligist war höchstens in den ersten 20 Minuten sichtbar. Mit dem toll herausgespielten Ausgleichstreffer von Sami Samo legten die Delmenhorster ihren Respekt ab und wurden letztlich nur durch einen verpennten Standard besiegt.

Für Stenum war es der erste Schritt zur Rehabilitierung auf Pokalebene. Im vergangenen Herbst hatte der VfL unter anderem den später zum Landesliga-Meister erklärten VfL Oldenburg mit 5:2 aus dem Wettbewerb gekegelt und stand im Halbfinale, als die Saison abgebrochen wurde. Die Chancen auf den Pokalsieg wären hervorragend gewesen, doch ein Gewinner wurde im Gegensatz zum Herrenbereich (Elfmeterschießen im Bezirks- und Kreispokal) nicht gekürt.

Der erste Schritt zum möglichen diesjährigen Pokalsieg ist getan, war aber ein hartes Stück Arbeit. Beim JFV Delmenhorst zeigte sich, dass aus der Summe dreier Abstiegskandidaten – die Spieler rekrutieren sich größtenteils aus der letztjährigen A- und B-Jugend des TuS Heidkrug und der A-Jugend des TV Jahn – auch eine gutklassige Bezirksliga-Mannschaft werden kann. „Dafür, dass wir eigentlich ein zusammengewürfelter Haufen sind, haben wir es einem Landesligisten richtig schwer gemacht“, fasste ein zufriedener JFV-Trainer Christian Goritz treffend zusammen. Goritz hat zusammen mit Ralf Sager ein sehr kompaktes Team formiert, das mit dem herausragenden Torwart Len Bosse, Innenverteidiger und Kapitän Yasin Gök, Mittelfeldspieler Samuel Bresinski und dem offensiv immer gefährlichen Hannes Havekost über eine starke Achse verfügt.

Anfangs hatten die Gastgeber jedoch vor 80 Zuschauern zu viel Respekt. Stenum überraschte den JFV mit einer Dreierkette sowie zwei Stürmern und gewann durch aggressives Anlaufen früh den Ball. So fiel bereits in der vierten Minute das 0:1, als Niklas Brill von links querlegte und Bjarne Brokate nur noch einschieben brauchte. Nils Greulich hätte kurz danach fast die 2:0-Führung besorgt, doch wie noch häufiger im Spielverlauf hatte JFV-Schlussmann Bosse etwas dagegen. Nachdem Gök in der 20. Minute Brill gerade noch abgelaufen hatte, starteten die Delmenhorster den ersten richtigen Gegenangriff. Joel Famulla setzte sich sehr dynamisch durch, passte nach rechts auf Tom Bockmeyer, dessen präzise Hereingabe Samo über die Linie drückte – das 1:1 (21.).

Damit legte sich der Respekt bei den Platzherren. „Nach dem 1:1 waren wir bis zur Halbzeit die bessere Mannschaft“, strich Goritz heraus. Havekost hatte sogar die Chance zum 2:1 (27.). Erst nach dem Seitenwechsel kam Stenum durch den eingewechselten Yann Bartels (46.) und Brill (47.) wieder zu Möglichkeiten. Nachdem Bosse erneut gegen Oscar Oetjen pariert hatte (61.), führte der folgende Eckball zum Stenumer Siegtor. Eine Flanke von Simon Kösters rutschte durch zu Marc Wilmsen und Stenums Antreiber im Mittelfeld konnte sich frei stehend die Ecke zum 2:1 aussuchen. „Diesen Standard hatten wir einstudiert“, freute sich VfL-Coach Tim Müller über den Treffer. „Dass Marc so frei am Fünfer steht, war dann natürlich Glück.“

Ein weiteres Mal ließ sich die JFV-Abwehr nicht überwinden, auch weil Bosse noch zweimal gegen Can Colak (68.) und Luca Porcelli (84.) zur Stelle war. „Wir hatten schon einen guten Torwart hinten drin“, lobte Goritz seine Nummer eins. Vorne fehlte Bogdans Mitrofanovs bei seinem ersten Ballkontakt (71.) und Havekost (86.) die letzte Entschlossenheit. „Trotzdem brauchen wir uns mit der Leistung nicht verstecken“, freute sich Goritz. Müller war nicht überrascht: „Es war das erwartet schwere Spiel. Wir wussten, dass sie sich auf uns einstellen werden, und wollten den JFV mit der Dreierkette überraschen. Dadurch haben wir das 1:0 erzielt, aber die Schwächen des Systems hat man beim 1:1 gesehen. Trotzdem ist es wichtig, dass wir mehrere Systeme beherrschen. Insgesamt war es für das erste Pflichtspiel ziemlich gut.“

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