Xxxxx xxxxxxx Xxxxx xxxxxxx Xxxxx xxxxxxx Xxxxx xxxxxxx Xxxxx xxxxxxx Ab sofort kein Außenseiter mehr

In dem Moment, als es passierte, wusste Andre Haake sofort, dass da irgendwo in seiner linken Schulter etwas kaputt gegangen war – gewaltig kaputt. Im Finale des Engelbart-Cups gegen den TV Neerstedt stürzte der Spielertrainer der HSG Delmenhorst unsanft zu Boden, und wenig später fiel sein Gegenspieler Julian Hoffmann dann noch auf ihn drauf.
08.09.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Daniel Cottäus

In dem Moment, als es passierte, wusste Andre Haake sofort, dass da irgendwo in seiner linken Schulter etwas kaputt gegangen war – gewaltig kaputt. Im Finale des Engelbart-Cups gegen den TV Neerstedt stürzte der Spielertrainer der HSG Delmenhorst unsanft zu Boden, und wenig später fiel sein Gegenspieler Julian Hoffmann dann noch auf ihn drauf. „Es hat laut geknackt“, berichtet Haake, der die Diagnose seiner Verletzung inzwischen hat: Schlüsselbeinbruch, drei Monate Pause, mindestens. Es ist eine Nachricht, wie sie für die HSG Delmenhorst kurz vor dem Start ins zweite Oberliga-Jahr kaum schlechter sein könnte – schließlich ist Haake einer der unumstrittenen Leistungsträger des Teams.

„Dass ich ausfalle, ist bitter“, sagt der Spielertrainer, der sich nun gezwungenermaßen voll und ganz auf seine Rolle an der Seitenlinie konzentrieren kann – und überzeugt davon ist, dass seine Mannschaft auch ohne ihn über die nötige Qualität verfügt, um das vorgegebene Saisonziel zu erreichen. Wie schon im Vorjahr wollen die Delmenhorster schnellstmöglich genügend Punkte sammeln, um nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu bekommen. „Wir wissen, dass das zweite Jahr nach einem Aufstieg immer sehr schwer ist“, sagt Haake. Schließlich würde sein Team nun wohl von keinem Gegner mehr unterschätzt. „Wir sind inzwischen in der Liga angekommen.“

Mehr Möglichkeiten dank Sudau

Mit der Verpflichtung von Torben Sudau (früher Kruse), der von der TSG Hatten-Sandkrug kam, haben die Delmenhorster ihre sportlichen Ambitionen im Sommer noch einmal deutlich unterstrichen. Sudau kennt die Oberliga seit vielen Jahren, war auch schon für den TV Neerstedt aktiv und gilt als Hoffnungsträger vor der neuen Spielzeit. „Er ist ein Mann, der für die einfachen Tore steht“, sagt Haake über die individuellen Qualitäten des Rückraumspielers, der allerdings noch etwas Zeit benötigt, um sich an das gebundene Spiel seines neuen Teams zu gewöhnen. „Das Zusammenspiel mit Torben wird immer besser, die Spielzüge und Laufwege klappen immer flüssiger. Er ist eine Bereicherung für uns“, berichtet Regisseur Frederic Oetken, der sich während der Vorbereitung einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hat und dessen Einsatz beim Saison-Auftakt gegen den Aufsteiger SG HC Bremen/Hastedt (Sonnabend, 19.15 Uhr, Stadionhalle) fraglich ist. „Es geht bergauf. Ich bin in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Ob es für einen Einsatz reicht, werde ich aber erst kurzfristig entscheiden“, sagt der Vize-Kapitän – und betont: „Ich versuche alles, damit ich die Mannschaft unterstützen kann.“

Die wohl größte Delmenhorster Baustelle war während des Sommers die Kreisläuferposition, nachdem Marcian Markowski (Studium in Köln) und Meik Schäfer (Handballpause) ihren Abschied verkündet hatten. Um dem drohenden Engpass auf dieser Position zu begegnen, hat der Verein in Alexander Schöps (TG Herford) einen neuen Mann für den Kreis geholt. Schöps teilt sich die Aufgabe künftig mit Dominik Ludwig und Christopher Hartwig, wobei die Hierarchie innerhalb des Trios klar ist. „Christopher ist gesetzt, Alexander und Dominik konkurrieren um den Platz dahinter“, erklärt Haake. Während Hartwig wegen seiner Erfahrung nicht zu ersetzen sei, müssten sich die anderen beiden im Abschluss noch steigern. „Sie haben in der Vorbereitung aber schon gute Eindrücke hinterlassen“, sagt Haake.

Warten auf Larisch und Meißner

Eigentlich wollte der Trainer, der sich die Aufgabe an der Linie weiterhin mit Werner Rohlfs teilt, in Kevin Larisch und Jonas Meißner ab der neuen Saison zwei Nachwuchstalenten des Vereins eine Chance geben. Beide hinterließen bei ihren Auftritten gute Eindrücke – zogen sich aber beide schwere Verletzungen zu. Während Meißner im Juni beim Kleinfeld-Turnier des TV Deichhorst bereits seinen zweiten Kreuzbandriss erlitt, erwischte es Larisch im August: Innenbandriss. Sobald die Youngster ihre Verletzungen auskuriert haben, sind sie für die erste Mannschaft wieder ein Thema.

Als stärkste Vereine der Oberliga sieht Andre Haake den VfL Edewecht, die HSG Barnstorf/Diepholz, den Drittliga-Absteiger ATSV Habenhausen sowie den TV Cloppenburg, der sich erst vor wenigen Tagen überraschend von seinem Trainer Andreas Roßberg getrennt hat. Der erste Delmenhorster Gegner, die SG HC Bremen/Hastedt, sei zudem kein „normaler Aufsteiger“. In der Tat verfügt die Mannschaft von Neu-Coach Barna-Zolt Akascos über Spieler mit Drittliga-Erfahrung wie Marten Franke aus Dötlingen und Yannick Schäfer. Ebenfalls in die Oberliga aufgestiegen ist der VfL Fredenbeck II, der sich hin und wieder mit Leihgaben aus seiner ersten Mannschaft, die in der 3. Liga spielt, verstärken dürfte. „Da weiß man nie genau, was einen erwartet“, sagt Haake.

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