Fußball-Bezirkspokal Abdin hadert mit Schiedsrichter

Dem VfL Stenum gelingt in einer teils hitzigen Partie die Revanche gegen den SV Tur Abdin Delmenhorst für das Pokal-Aus im vergangenen Jahr.
30.07.2017, 21:12
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Nico Nadig

Stenum. Im vergangenen Jahr hatte der SV Tur Abdin Delmenhorst den VfL Stenum aus dem Fußball-Bezirkspokal geworfen, nun kam es in Runde eins des Wettbewerbes zur Neuauflage. Und den Stenumern ist die Revanche geglückt: Auf der heimischen Anlage fuhren sie einen 3:2 (0:1)-Erfolg ein. „Wir wollten unbedingt in die zweite Runde, daher bin ich letztlich auch zufrieden“, sagte VfL-Coach Thomas Baake. Unzufrieden war er dagegen mit der ersten Halbzeit und Phasen der zweiten Hälfte, in der es zwischenzeitlich äußerst emotional und hitzig zuging.

Aber der Reihe nach: Abdin erwischte den besseren Start. Die Elf um Trainer Christian Kaya stellte die Außenbahnen zu, kontrollierte das Geschehen über weite Strecken. Kaya: „Wir waren in der ersten Hälfte das stärkere Team. Meine Elf hatte einige Chancen.“ Eine davon nutzten die Gäste auch zur Führung. Nach einer Ecke köpfte Daniel Karli das Leder ins lange Eck (17.). Abdin profitierte in der ersten Hälfte sicherlich auch davon, dass die Stenumer über weite Strecken behäbig im Spielaufbau agierten. Außerdem stimmte die Laufbereitschaft nach den Worten Baakes nicht. „Abdin war einfach besser, allerdings hatten wir auch unsere Chancen“, merkte der VfL-Übungsleiter an. Waldemar Kelm traf zweimal nur das Außennetz, Julian Dienstmaier verfehlte den Kasten ebenso.

Die Halbzeitpause nutzte Baake, um seine Mannschaft wachzurütteln. Er habe mehr Laufbereitschaft von seinen Spielern erwartet. In der 63. Minute kam Waldemar Kelm erneut zum Abschluss, und diesmal traf er auch ins Tor zum 1:1-Ausgleich. Doch dieser währte nicht sonderlich lange. Im Gegenzug gingen die Gäste aus Delmenhorst erneut in Front: Manuel Celik scheiterte zuerst am VfL-Schlussmann Thorben Riechers, doch der Ball landete vor den Füßen von Michael Sen, der zum 2:1 abstaubte (65.).

Über das, was danach passierte, sind sich die beiden Trainer zum Teil uneins. Klar ist aber, dass die Partie in der Folge härter wurde. „Nach unserem Treffer kam vonseiten der Stenumer eine unnötige Härte in die Partie“, beklagte Kaya. Diese kleinen Nickligkeiten gipfelten letzten Endes in einer Rudelbildung. Und während der Schiedsrichter diverse Spieler ermahnte, schickte er den Abdiner Christopher Demir direkt zum Duschen (72.). Eine Entscheidung, die Kaya absolut nicht nachvollziehen konnte. Sein Gegenüber Baake sagte dagegen: „Der Schiedsrichter hat sich Zeit gelassen, sein Assistent hat ihn beraten.“

Nachdem sich die Gemüter etwas beruhigt hatten, wurde auch wieder Fußball gespielt. Der VfL nutzte seine Überzahl, suchte immer wieder die Zwischenräume und drängte auf den Ausgleich. Schlussendlich sollten zwei Youngster die Spieler des Spiels werden: Maximilian Bradler und Helge Petershagen. Erstgenannter erkämpfte sich einen vermeintlich zu langen Ball an der Abdiner Torauslinie, passte das Leder daraufhin zu dem freistehenden Maximilian Klatte – 2:2 (76.). „Der Ball war schon aus dem Spiel raus, der Linienrichter hat das nicht gesehen“, monierte Christian Kaya. Nur zwei Minuten später drehte der VfL die Partie dann vollends. Erneut behielt Bradler die Übersicht, bediente diesmal seinen Teamkollegen Helge Petershagen, der den umjubelten Siegtreffer markierte. Aufgegeben hatte Abdin damit aber noch keineswegs. Kurz vor dem Schlusspfiff bot sich den Delmenhorstern noch die Chance zum Ausgleich, doch VfL-Torhüter Thorben Riechers parierte Johannes Artans Schuss. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat spielerisch und körperlich alles gegeben“, betonte Christian Kaya.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+