Korbball-Niedersachsenligist TSV Thedinghausen II steigt ab und löst sich eventuell demnächst auf Abschied für immer?

„Ich mache auf jeden Fall nicht mehr weiter.“ Elke Dahme, TSV Thedinghausen II Brinkum.
08.03.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Abschied für immer?
Von Malte Bürger

Nun ist sie also vorbei. Nicht nur die Saison in der Korbball-Niedersachsenliga, sondern eventuell auch die Zeit des TSV Thedinghausen II. Am vergangenen Sonntag wurde in Brinkum der letzte Spieltag ausgetragen, das Team um Elke Dahme hat den Abstieg nicht mehr verhindern können. Unmittelbar danach ging es auch um die Zukunft der gesamten Mannschaft, die sich nun aufzulösen droht. „Ich mache auf jeden Fall nicht mehr weiter. Das steht für mich bereits fest“, sagte Elke Dahme. „Alle anderen Spielerinnen werden jetzt überlegen, wie es bei ihnen aussieht und dann auch entscheiden.“

Die Chancen auf den Klassenerhalt, sie hatten sich zerstreut, ehe der Spieltag so richtig begonnen hatte. Der TB Stöcken schoss als ärgster Konkurrent im Kampf um den Ligaverbleib nämlich direkt das Schlusslicht SV Gehrden mit 16:5 ab. Zu diesem Zeitpunkt waren die Thedinghauserinnen noch mit den Vorbereitungen auf ihre erste Begegnung beschäftigt. Somit stand jedoch bereits fest, dass sie als Absteiger auf den SV Heiligenfelde treffen würden – der wiederum künftig in der Bundesliga auf Korbjagd gehen wird. Umso erstaunlicher, dass sich Elke Dahme und ihre Kollegen äußerst achtbar aus der Affäre zogen. Zur Pause stand es zwar 3:7 aus Sicht des TSV, doch nach dem Seitenwechsel blieb das Team stets dran und lag phasenweise lediglich mit einem Punkt zurück. „Bis zur 35. Minute haben wir es Heiligenfelde sehr schwer gemacht. Das Team hat uns hinterher noch einmal bestätigt, dass es reichlich Probleme mit unserer Manndeckung hatte“, sagte die Spielertrainerin nicht ohne Stolz. „13 Körbe wirft gegen Heiligenfelde jedenfalls nicht jede Mannschaft.“ Genau das taten ihre Thedinghauserinnen jedoch, am Ende stand so eine 13:17-Niederlage. „Das war für uns noch einmal ein versöhnlicher Abschluss“, erklärte Elke Dahme.

Wesentlich deutlich ging es später im Nachbarschaftsduell gegen den TSV Emtinghausen zu. Der Tabellenvierte hatte bereits gegen den SV Brake II mit einem 14:4-Kantererfolg geglänzt, nun wurde auch keine Rücksicht auf die Kolleginnen aus Thedinghausen genommen. Die Formation um Trainerin Yvonne Zenker feierte einen 16:5-Triumph und tat somit noch einmal etwas für die bis dato recht maue Korbbilanz.

Während die Emtinghauserinnen in der kommenden Spielzeit also einen neuen Anlauf nehmen können, um beim Kampf um die vorderen Plätze mitzumischen, ist es bis dato völlig ungewiss, was ein paar Kilometer weiter passiert. „Für uns zählt jetzt erst einmal die Deutsche Meisterschaft“, sagte Elke Dahme, die damit auf die eigene Erstvertretung verweist, die Anfang Mai erneut im Kreise der nationalen Elite mitmischen darf. „Auch in dieser Mannschaft steht noch lange nicht fest, wie sie in der neuen Saison aussieht. Meines Wissens könnte sich auch dort personell etwas tun.“ Das wiederum würde bedeuten, dass in dem Kader Lücken vorhanden wären, die womöglich mit Akteurinnen aus der jetzigen Reserve aufgefüllt werden müssen. Spätestens dann dürfte ein Weiterbestehen des zweiten Teams ausgeschlossen sein.

Schon beim jetzigen Finale in Brinkum waren neben Elke Dahme noch weitere arrivierte Kräfte erneut aufgelaufen, die eigentlich schon kürzer hatten treten wollen – beispielsweise eine Nicole Wellmann, Heike Reunitz oder auch Kirstin Richert. Sie hatte hatten eigentlich den Wechsel in den Seniorenbereich vollzogen. „Und irgendwann meldet sich dann eben auch der Körper. Das ist bei mir nicht anders“, sagte Elke Dahme, die allerdings auch betonte: „Wenn es dann am Ende doch weitergeht, stehe ich natürlich gern weiterhin als Aushilfe sporadisch zur Verfügung. Aber eben nicht mehr als Stammkraft. Für mich war es das.“

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