Fußball Bremen-Liga Abstieg der Grohner 'Husaren' ist besiegelt

Grohn. Seit gestern um 16.50 Uhr ist es amtlich: Der SV Grohn steht als Absteiger aus der Fußball-Bremen-Liga fest. Kaum zu glauben, wenn man gestern Augenzeuge des Geschehens am Oeversberg war, denn die 'Husaren' holten ein vollauf verdientes 0:0-Unentschieden gegen den Tabellenführer Bremer SV.
17.05.2010, 03:28
Lesedauer: 2 Min
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Von Jens Pillnick

Grohn. Seit gestern um 16.50 Uhr ist es amtlich: Der SV Grohn steht als Absteiger aus der Fußball-Bremen-Liga fest. Kaum zu glauben, wenn man gestern Augenzeuge des Geschehens am Oeversberg war, denn die 'Husaren' holten ein vollauf verdientes 0:0-Unentschieden gegen den Tabellenführer Bremer SV.

Für die Nordbremer vielleicht der erste Teil des Abschieds mit Anstand, für den Bremer SV natürlich eine mittlere Katastrophe. Denn der gestrige Auftritt war alles andere als ein Empfehlungsschreiben für das letzte Saisonspiel gegen den Tabellenzweiten Werder Bremen III.

Entsprechend angefressen reagierte Trainer Andreas Laesch auf die Vorstellung seiner Mannschaft: 'Wir wollen nicht Meister werden. Es gibt zu viele, denen es egal ist.' Das zweite Unentschieden seines Teams in dieser Serie gegen das Schlusslicht bezeichnete er als 'Offenbarungseid' und hatte absolut kein Verständnis dafür, dass seine Spieler die wirklich nicht souveräne Leistung des Schiedsrichters Veysel Yasak (SG Aumund-Vegesack) und die schlechten Platzverhältnisse als Entschuldigung heranzogen. Aber Andreas Laesch meckerte nicht nur über seine Schützlinge, er erkannte auch die Leistung des SV Grohn und den redlich verdienten Punktgewinn an: 'Die Grohner hatten klar die besseren Chancen.'

Überhaupt zeigte Grohn gestern dass, was so oft gefehlt hatte: Disziplin in allen Bereichen und bedingungslosen Einsatzwillen. Das einzige was fehlte, war die Kaltschnäuzigkeit vor dem von Marco Behrens gehüteten BSV-Tor. 'Wir haben Charakter gezeigt', urteilte Vereinsboss Patrick Smollarek, und Trainer Juan Schrader fand, dass 'alle diszipliniert gespielt haben.' Die Hoffnung, die theoretische Chance auf den Klassenerhalt zu wahren, erfüllte sich mit der Nullnummer zwar nicht, aber Schrader erkannte, 'wir uns vernünftig verabschieden wollen.' Einen Abschied kündigte er bereits von mehreren Spielern an: 'Es wird einen größeren Umbruch geben. Die undisziplinierten Spieler werden nicht bleiben.' Komisch, dass er das ausgerechnet nach diesem Spiel, in dem er voll des Lobes war, sagen musste.

Die Spieler des SV Grohn hatten gestern offenbar richtig Freude daran, die halbherzigen Angriffsbemühungen des Bremer SV zu stoppen. Lediglich in den Endphasen beider Spielhälften geriet das von Marco Hampel gut gehütete Tor etwas in Bedrängnis. Die Chancen der 'Husaren' waren hochkarätiger. Wladislaw Pfeifer (21.) und Lars Bartels (34.) hätten vor der Pause treffen müssen oder können, Ugur Akcan setzte den Ball nach dem Wechsel einmal an Außennetz (65.) und scheiterte kurz danach mit einem Heber gegen den an der Strafraumgrenze klärenden Marco Behrens. Aktionen, die Andreas Laesch auf der Trainerbank zum Kochen brachten: 'Ein Schnarchhaufen.'

Mit etwas Abstand zum Geschehen, wird für Grohn unter dem Strich ein Achtungserfolg bleiben, für den BSV eine Pleite. Aber während die 'Husaren' ihr Saisonziel definitiv verfehlt haben, haben die Laesch-Schützlinge im Titelkampf immer noch die besten Karten in der Hand.

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