Korbball-Bundesliga

Abwehrschlacht im Gipfeltreffen

Das Gipfeltreffen in der Korbball-Bundesliga Nord hat der TSV Heiligenrode verloren. Einen Erfolg verbuchte derweil der TuS Sudweyhe, allerdings nicht gegen Oldenbrok.
19.11.2013, 00:00
Lesedauer: 4 Min
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Von Christine Leska-Ottensmann

Das Gipfeltreffen in der Korbball-Bundesliga Nord hat der TSV Heiligenrode verloren. Das 1:5 gegen die SG Findorff – gespielt wurde in Brake – bedeutete die erste Saisonniederlage. Einen Erfolg verbuchte derweil der TuS Sudweyhe, allerdings nicht gegen Oldenbrok.

TuS Sudweyhe - Oldenbroker TV 10:16 (6:7). Die Sudweyherinnen, bei denen Bianca Reinert, Katharina Gillwald und Charline Maltzahn fehlten, verzweifelten am Rückraumspiel des Gegners. „Diese Spielweise ist schwer zu decken. Es ist nicht möglich, alle Würfe zu verhindern. Da der Gegner sehr zurückgezogen agiert, ist es schwierig, in Kontersituationen zu kommen“, erklärte Trainer Alexander Mauz. Dennoch gelang es den Sudweyherinnen häufiger, allerdings war die Trefferquote zu schwach. Mit einigen Körben in Folge kamen sie zur Pause immerhin auf 6:7 heran. Aber nach dem Wiederanpfiff gerieten sie wieder in Rückstand und holten diesen nicht mehr auf.

TSV Thedinghausen - TSV Heiligenrode 3:7 (2:3). Bereits in der ersten Minute brachte Jessica Pawlowsky den Favoriten mit 1:0 in Führung, Gabi Brosowsky markierte das 2:1 (7.). Durch technische Ungenauigkeiten folgten dann jedoch viele Randtreffer, sodass die Heiligenroderinnen ihren Vorsprung nicht ausbauen konnten. In der zweiten Halbzeit wurde es etwas besser. Mit drei Treffern setzten sie sich vorentscheidend ab. Sehr zufrieden zeigte sich Trainerin Dagmar Schnelle mit der Vorstellung in der Defensive. „Das war eine starke Abwehrleistung“, lobte sie.

TuS Sudweyhe - TSV Barrien 14:8 (7:4). Nach der Pleite gegen Oldenbrok sollten für die Sudweyherinnen unbedingt zwei Punkte her. Das klappte. „Unsere Deckung war sehr stark. Die Mädels waren hellwach, haben viele Situationen vorausgeahnt und waren immer auf dem Sprung zum Konter. Jana Nullmeyer und Luisa Schlemm haben Konterbälle wie Striche durch die Halle gefeuert. Das machte es meinen schnellen Mädels leicht, die Vorlagen zu versenken“, schwärmte Mauz. Trainerkollege Manfred Otto erkannte die Überlegenheit des Gegners an. „Wir waren läuferisch überfordert. Das Ergebnis ist vielleicht einen Tick zu hoch, spiegelt aber die Verhältnisse wider“, resümierte er.

TSV Heiligenrode - SG Findorff Bremen 1:5 (0:2). Zu Beginn entwickelte sich eine wahre Abwehrschlacht. Mit dem 0:1 wurde der Bann gebrochen, der zweite Gegentreffer fiel kurz vor der Pause. Danach gerieten die Heiligenroderinnen mit 0:4 in Rückstand. „Unsere Würfe waren nicht gut genug“, monierte Trainerin Dagmar Schnelle. Zwar gelang Gabi Brosowsky das 1:4, doch letztlich konnten die gut herausgespielten Chancen nicht genutzt werden. Da half auch eine taktische Umstellung nichts mehr. „Uns fehlte die Körperspannung und vielleicht auch der Glaube, etwas bewirken zu können. Wir sind hinter unseren Möglichkeiten geblieben“, bilanzierte Schnelle.

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst - TV Stuhr 8:6 (4:3). Zwei hohe Pleiten hatten die Seckenhauserinnen am vorherigen Spieltag kassiert. Diese Schmach wollten sie wettmachen, was ihnen mit Bravour gelang. „Wir haben Stuhrs Konterspiel unterbinden können, Teamgeist gezeigt und einfach unser Spiel gemacht. Das hat richtig Spaß gemacht“, bilanzierte Trainerin Camilla Hahn. Auch Stuhrs Coach Sandra Hellmers war mit der Abwehrleistung ihrer Mannschaft zufrieden: „Die Partie haben wir vorne verloren. Chancen hatten wir ohne Ende, aber in der Verwertung waren wir eindeutig unterlegen. Unsere Würfe waren mutlos und nicht präzise genug. In manchen Szenen kam auch etwas Pech dazu. Die TSG hat verdient gewonnen, weil sie ihre Chancen besser genutzt hat.“

TSV Barrien - TV Bremen-Walle 1875 5:6 (4:2). Gegen das zuvor punktlose Schlusslicht enttäuschten die Barrierinnen. Zwar konnten sie ein 0:2 zur Pause in ein 4:2 verwandeln, doch danach lief nicht mehr viel zusammen. „Die einfachsten Dinge sind uns nicht mehr gelungen. Wir hatten viele Randtreffer oder haben den Ball danebengesetzt“, monierte Trainer Manfred Otto. In den letzten zwei Minuten vergaben die Barrierinnen noch zwei Konterchancen. „Wenn Sarah Zieske nicht so überragend gehalten hätte, wären wir deutlich unter die Räder gekommen“, wusste er. Eine Erklärung für den Auftritt hatte er auch: „Momentan sind wir körperlich und geistig nicht flexibel. Uns ist die Leichtigkeit abhanden gekommen. Aber das wird schon wieder.“

TV Stuhr - SG Findorff Bremen 3:13 (1:7). Von der Darbietung ihres Teams war Sandra Hellmers entzückt: „Wir haben es geschafft, Findorff beim Kreisspiel gut in Schach zu halten – was bei unserer niedrigen Durchschnittsgröße nicht einfach ist. Außerdem haben wir das Konterspiel meistens unterbunden.“ Aber eben nicht immer. Immerhin konnten die engagierten Stuhrerinnen gegen den Deutschen Meister sechs Minuten lang ein 0:0 halten. Danach kam der Gegner besser in Tritt und bestrafte jeden Fehler. Bei einer besseren Chancenverwertung wären mehr Stuhrer Körbe möglich gewesen.

TV Bremen-Walle 1875 - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 10:13 (5:5). In der ersten Halbzeit führte der Gegner häufig, doch die Seckenhauserinnen schafften immer wieder den Anschlusstreffer. Dieses Bild änderte sich in der zweiten Hälfte. Nun legte die TSG vor und zog mit der Zeit davon. Eine ganz starke Leistung zeigte Korbfrau Pia Züdel, die den Sieg mit mehreren Paraden überhaupt erst möglich machte. Dank der vier Punkte an diesem Tag sprangen die Seckenhauserinnen ins Tabellenmittelfeld.

Statistik:

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst: Budig (2), Terentjew (ehem. Fuhrmann), Harms (1), Kienker (5), Lisser (2), Rieckers (3), A. Tamsen (2), Züdel (6).

TSV Heiligenrode: Brosowsky (2), von Öhsen, Horstmann, Zoric (2), Je. Pawlowsky (2), Detken (1), Hagen (1), Meyer, Erlewein.

TuS Sudweyhe: Martens (10), Nolte (7), Slanitz (2), Nullmeyer (3), Hassel, Hollmann (1), Schlemm, Schulenberg (1).

TSV Barrien: Buchecker (1), Grünhagen (1), Jaentsch (2), Meier (3), Mühlenbruch (2), Seevers (1), Zieske (2), Früchtenicht (1).

TV Stuhr: Rönner (4), Drawert (2), Sudmann (1), L. Freiheit (1), K. Freiheit (1), V. Wessels, Schünemann, J. Tamsen.

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