Nach 43:23-Erfolg über den VfL ist die Oberliga-Meisterschaft in greifbare Nähe gerückt

Achim/Baden deklassiert Fredenbeck II

Achim. Wer nach einer stressigen Arbeitswoche für anderthalb Stunden mal so richtig abschalten wollte, war am vergangenen Sonnabend beim Punktspiel in der Handball-Oberliga Nordsee zwischen der SG Achim/Baden und dem VfL Fredenbeck II in der Gymnasiumhalle (43:23) zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Die Zuschauer konnten in der wieder einmal völlig spannungsfreien Zone in der Schule an der Bergstraße recht relaxed zur Kenntnis nehmen, wie der Tabellenführer die Drittliga-Reservisten aus dem Kreis Stade nach allen Regeln der Kunst ausspielte.
11.04.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Michael Schön

Achim. Wer nach einer stressigen Arbeitswoche für anderthalb Stunden mal so richtig abschalten wollte, war am vergangenen Sonnabend beim Punktspiel in der Handball-Oberliga Nordsee zwischen der SG Achim/Baden und dem VfL Fredenbeck II in der Gymnasiumhalle (43:23) zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Die Zuschauer konnten in der wieder einmal völlig spannungsfreien Zone in der Schule an der Bergstraße recht relaxed zur Kenntnis nehmen, wie der Tabellenführer die Drittliga-Reservisten aus dem Kreis Stade nach allen Regeln der Kunst ausspielte.

Die völlige Unterforderung der Heimmannschaft war dabei wieder einmal die größte Herausforderung, die sich den Männern um Trainer Irek Faciejew stellte. Beim Stand von 17:10 war die Partie bereits zur Pause gelaufen und die Konzentration auf einem einigermaßen hohen Niveau zu halten damit die Pflichtaufgabe für die zweiten 30 Minuten, was unter erschwerten Bedingungen auch einigermaßen gelang. Erschwerte Bedingungen, weil die Partie in ihrer Einseitigkeit nicht gerade dazu angetan an, Temperamentsausbrüche auf der Tribüne zu provozieren. Sie nahm fast geisterspielhafte Züge an. Phasenweise drang kaum ein Laut nach draußen. Sogar Faciejew tat sich daher schwer, bei Spielende das hinter ihm liegende unspektakuläre Geschehen auf einen Nenner zu bringen. "Wir haben gewonnen", stellte er mit einem Achselzucken fest und stockte dann erst einmal in seinen Ausführungen.

Auch Bremervörde klar vorn

Nun hat Achim/Baden in dieser Saison bereits sieben Punkte liegen gelassen. Trotzdem gehört eine Mannschaft von dieser Klasse nicht in die Oberliga. Die Anhänger des früheren Zweitligisten können indes mit einiger Berechtigung darauf setzen, dass in der nächsten Saison Mannschaften ganz anderen Formats in der Gymnasiumhalle zu Gast sein werden. Drei Spieltage vor Saisonschluss ist kaum anzunehmen, dass Achim in Nordhorn oder in Grambke Punkte abhanden kommen, schon gar nicht im Heimspiel gegen Varel II, dem Saisonfinale am 21. Mai.

Gegen den friesischen Tabellenvorletzten kam der Achimer Rivale TSV Bremervörde am Sonnabend zu einem 36:27-Sieg. Damit bleibt der Rückstand des Teams vom früheren Oytener Trainer Sascha Rajkovic unverändert bei zwei Punkten. Bremervörde hat darüber hinaus mit dem Auswärtsspiel am kommenden Spieltag in Neerstedt das eindeutig schwerere Restprogramm.

Mit einem starken Bastian Bormann zwischen den Pfosten hatte sich die ohne Linksaußen Roman Döhling und Torwart Arne von Seelen (beide verletzt) angetretene SG gegen Fredenbeck II schon im ersten Durchgang deutlich abgesetzt. Trotzdem ließ Faciejew den erfahrenen Rückraum-Linkshänder Hajo Klintworth schließlich in Kurzdeckung nehmen, woraufhin den Drittliga-Reservisten im Angriff noch seltener Lösungen gegen die gut gestaffelte Achimer Abwehr einfielen. Und es häuften sich dafür die zum Teil perfekt vorgetragenen Gegenstöße der Achimer, wie jener beim 26:15 durch Sören Meier, das bei doppelter Unterzahl der Gastgeber fiel. Oder etwa beim 27:16 durch Torben Schierenbeck nach einem geblockten Klintworth-Verzweiflungsschuss und anschließend glänzender Initiierung der "Welle" durch Florian Block-Osmers. Ein Raunen ging gar durchs Publikum, als anschließend der nicht gerade als Konterspezialist bekannte Cord Katz über den Platz spurtete und auf 30:18 erhöhte. Ein noch

"leichteres" Tor gelang dem jungen Linksaußen Niclas Schanthöfer, der vor dem leeren Gehäuse stand, nachdem der herausgestürzte Fredenbecker Torwart den Harpunen-Ball von Ole Prehn verpasst hatte.

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