Bremen-Ligist SC Weyhe belohnt sich für eine couragierte Leistung mit einem 4:0-Erfolg über Melchiorshausen Alles andere als abstiegsreif

Weyhe. André Kucharski war bedient - und das bereits nach 34 Minuten. Soeben hatte sein TSV Melchiorshausen im Derby beim SC Weyhe das 0:1 kassiert, was den Mittelfeldspieler mächtig erzürnte. "Die traben alle nur hinterher", schimpfte er der Trainerbank entgegen. "Ich zerreiß mich hier nicht mehr, wenn das so weitergeht." Tat er letztlich natürlich doch, wenngleich viele seiner Kollegen es ihm nicht gleich taten. Die Konsequenz gab es durch das Ergebnis: mit 0:4 (0:1) ging die Partie beim Tabellenletzten verloren.
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Alles andere als abstiegsreif
Von Malte Bürger

Weyhe. André Kucharski war bedient - und das bereits nach 34 Minuten. Soeben hatte sein TSV Melchiorshausen im Derby beim SC Weyhe das 0:1 kassiert, was den Mittelfeldspieler mächtig erzürnte. "Die traben alle nur hinterher", schimpfte er der Trainerbank entgegen. "Ich zerreiß mich hier nicht mehr, wenn das so weitergeht." Tat er letztlich natürlich doch, wenngleich viele seiner Kollegen es ihm nicht gleich taten. Die Konsequenz gab es durch das Ergebnis: mit 0:4 (0:1) ging die Partie beim Tabellenletzten verloren.

Ähnlich frustriert wie André Kucharski war auch sein Coach Markus Hoßfeld, der nach den 90 Minuten enttäuscht in Richtung Kabine schlich. "Ich kann mir solch eine Leistung in einem Derby nicht erklären, da gibt es auch absolut nichts schön zu reden", schimpfte er. "Gegen eine Mannschaft, die man nach eigener Aussage der Spieler auf Wochen hinter sich lassen wollte, muss man anders auftreten. Aber so gehören wir genau dort hin, wo wir jetzt stehen." Und das ist ziemlich weit unten, lediglich zwei Zähler trennen die Melchiorshauser noch vom Sturz ans Tabellenende.

Mehr Einsatz beim Schlusslicht

Gegen die Weyher hielt die Ordnung etwas mehr als eine Viertelstunde. Durch David Wieloch und Jan-Christian Schröder sprangen auch erste Torgelegenheiten heraus (15./20.). Doch danach demonstrierten die Platzherren, dass sie an diesem Tag den größeren Willen besaßen. Die Zweikämpfe wurden energisch angenommen, der Gegner frühzeitig unter Druck gesetzt. Nach 34 Minuten wurde dieser Einsatz denn auch mit einem Tor belohnt. Der eifrige Samuel Darko hatte Tim Sperling bedient, der Jens Ruscher im Melchiorshauser Gehäuse keine Chance ließ. Der TSV machte lediglich fünf Minuten vor dem Wechsel noch einmal auf sich aufmerksam, einem Treffer von Kucharski ging jedoch der Abseitspfiff des Unparteiischen voraus.

In den zweiten 45 Minuten legte Sperling dann rasch den zweiten Treffer nach (50.). Es folgte eine kurze Drangphase der Gäste, mehr als ein paar Halbchancen sprangen jedoch nicht heraus. Auf der Gegenseite war sogar noch Glück im Spiel, da Cemalletin Kayacan nur den Pfosten traf (53.). "Natürlich bin ich am Ende mit dem Ergebnis zufrieden, aber allein ,Cemal? hatte noch zwei Riesenchancen", monierte Weyhes Trainer Stephan Joho ein wenig die Ausbeute. Ansonsten gab es jedoch keinen Grund zum Ärgern, auch weil Rustam Arify mit einem sehenswerten Schlenzer (74.) und Ecevit Palmanak (88.) noch trafen. "Wir haben schon die letzten vier Wochen gut gespielt, uns nie wie ein Absteiger präsentiert. Das macht mir Hoffnung", so Joho und fügte schmunzelnd an: "Aber der Sieg war natürlich auch eminent wichtig, sonst hätten wir nach der Winterpause mit nur sechs Punkten wahrscheinlich gar nicht mehr auflaufen müssen."

SC Weyhe: Denker - Lassalle (7. Saka), Engelhardt, Sperling, Tietjen, Palmanak, Waldau, Arify, Kayacan (85. Demirci), Darko (64. Pflug), Derr.

TSV Melchiorshausen: Ruscher - Byrger, Arnhold, Röpke, Wittenberg, Wieloch (76. El Chehab), Kucharski, Schmötzer, Gerth (85. Lehmkuhl), Tettenborn, Schröder (82. Klinkenborg).

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