Tischtennis: TV Hude sortiert sich nach dem Abstieg neu und sieht sich in der Verbandsliga nicht als Favorit Alles auf Anfang

Hude. Nach vier Jahren in der Tischtennis-Oberliga, immerhin die fünfthöchste Spielklasse Deutschlands, musste der TV Hude im Mai den bitteren Abstieg in die Verbandsliga hinnehmen – nach einer dramatischen Relegation gegen den SC Marklohe, in der am Ende erst das Ballverhältnis für die Entscheidung sorgte, war klar, dass es für die Mannschaft nicht zum so sehr erhofften Klassenerhalt reicht. Anfang September treten die Huder nun also in der Nord-Staffel der Verbandsliga an – und wenige Wochen vor dem Saisonstart ist bereits klar: Als Favorit auf Meisterschaft und Aufstieg sehen sie sich nicht.
10.08.2016, 00:00
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Von Andreas Lehmkuhl

Hude. Nach vier Jahren in der Tischtennis-Oberliga, immerhin die fünfthöchste Spielklasse Deutschlands, musste der TV Hude im Mai den bitteren Abstieg in die Verbandsliga hinnehmen – nach einer dramatischen Relegation gegen den SC Marklohe, in der am Ende erst das Ballverhältnis für die Entscheidung sorgte, war klar, dass es für die Mannschaft nicht zum so sehr erhofften Klassenerhalt reicht. Anfang September treten die Huder nun also in der Nord-Staffel der Verbandsliga an – und wenige Wochen vor dem Saisonstart ist bereits klar: Als Favorit auf Meisterschaft und Aufstieg sehen sie sich nicht.

Zwar sagt Mannschaftsführer Felix Lingenau, dass sich sein Team natürlich über eine schnelle Rückkehr in die Oberliga freuen würde, nach den Abgängen der Leistungsträger Daniel Kleinert (TSV Schwalbe Tündern) und Tobias Steinbrenner (Oldenburger TB) sieht er allerdings andere Vereine in der Rolle der Favoriten. „Wir wollen natürlich gerne oben mitspielen“, erklärt Lingenau, „aber realistisch ist es eher nicht, einen der ersten beiden Plätze zu belegen“.

Da die Huder Reserve ebenfalls in der Verbandsliga antritt, wurden die Mannschaften nicht streng nach Stärke der Spieler aufgestellt – Sperrvermerke hat der TV Hude aber vermieden. „Für uns ist es wichtig, dass auch die Zweite die Chance auf den Klassenerhalt hat. Wir haben viele Spieler, die die Qualität für die Verbandsliga haben, und denen wollen wir möglichst auch die Gelegenheit bieten, in dieser Liga zu spielen“, hebt Lingenau hervor. Sollte die Erste am Ende dann nicht ganz oben landen, „dann wäre das auch kein Drama“.

Der TV Hude I spielt in der Aufstellung Lingenau, Florian Henke, Alex Dimitriou, Pierre Barghorn, Christopher Imig, Alexander Hilfer und Moritz Tschörtner, wobei Dimitriou, Imig und Tschörtner aus beruflichen und familiären Gründen nicht uneingeschränkt zur Verfügung stehen werden. „Das wird natürlich ein Problem, auch was die Eingespieltheit der Doppel angeht“, ahnt Lingenau. Hude II muss die Abgänge der Leistungsträger Zak Wilson (Hannover 96) und Simon Pohl (Altonaer TV) verkraften. Für die Reserve spielen: Marco Stüber, Dietmar Scherf, Marc Engels, Jonas Schrader, Patrick Gerken, Julian Meißner sowie Ersatzmann Nils Werner.

In der Spitzengruppe der Verbandsliga könnte es in der Saison 2016/2017 eng werden. Die TuSG Ritterhude und der TSV Lunestedt II, die gemeinsam mit Hude aus der Oberliga abgestiegen sind, dürften vorne mitspielen. Als heißer Anwärter auf den Aufstieg gilt auch der TuS Lutten, der nach unangefochtener Herbstmeisterschaft und enttäuschender Rückrunde in der abgelaufenen Serie personell mit den Ex-Langfördern Kristof Sek und Jan Vodde sowie Abwehrspieler Andreas Raeder nachgelegt hat. Auch Aufsteiger Oldendorf ist mit den Zugängen Tobias Jürgens und Kevin Kurbjuweit einiges zuzutrauen.

„Wenn es nicht gut läuft, könnten wir am Ende auch nur Fünfter werden“, stellt Lingenau fest. „Perspektivisch wollen wir gerne zurück in die Oberliga. Dafür intensivieren wir gerade wieder in die Jugendarbeit.“ Ganz ad acta gelegt hat der TV Hude aber auch einen kurzfristigen Aufstieg noch nicht. „Wenn wir tatsächlich nach der Hinrunde noch aussichtsreich im Rennen liegen, dann können wir, mit Blick auf die Situation der Zweiten, auch immer noch über die Rückrundenaufstellung nachdenken“, sagt Lingenau.

Während der Vorbereitung stehen bis zu fünf Trainingseinheiten pro Woche auf dem Programm, ehe es dann am Freitag, 9. September, ab 20 Uhr wieder ernst wird. Die neue Verbandsliga-Saison beginnt für Hude gleich mit einem besonderen Duell: Es spielt die Erste gegen die Zweite.

„Realistisch ist es eher nicht, einen der ersten beiden Plätze zu belegen." Felix Lingenau
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