Landesliga-Volleyballer des SC Weyhe Alles in eigener Hand

Jetzt stehen die Volleyballer des SC Weyhe da, wo sie auch am Ende der Saison stehen wollen: auf dem Relegationsplatz zum Aufstieg in die Verbandsliga. Möglich machten dies die 3:0-Erfolge gegen den STV Voslapp und SV Hage.
25.02.2014, 00:00
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Alles in eigener Hand
Von Dennis Schott

Jetzt stehen die Volleyballer des SC Weyhe da, wo sie auch am Ende der Saison stehen wollen: auf dem Relegationsplatz zum Aufstieg in die Verbandsliga. Möglich machten dies die 3:0-Erfolge gegen den STV Voslapp (25:12, 25:23, 25:17) und SV Hage (25:16, 25:12, 27:25).

Der Sprung auf Platz zwei war allerdings nicht ausschließlich diesen beiden Siegen geschuldet. Denn die Weyher bekamen unverhoffterweise Schützenhilfe des TV Walle-Bremen 1875 II, der Mitkonkurrent VG Delmenhorst-Stenum II parallel eine Niederlage beibrachte. „Damit war nicht unbedingt zu rechnen“, gab Spielertrainer Sven Meier unumwunden zu, konnte dieser neuen Ausgangsposition aber sofort das Positive abgewinnen. „Jetzt müssen wir nicht mehr auf die anderen schauen, sondern haben es selbst in der Hand“, sagte der Weyher Coach vor dem finalen Saisonspiel bei Bremen 1860 IV. Selbst ein 3:2-Erfolg, der im Gegensatz zu einem 3:0- oder 3:1-Sieg nur mit zwei statt mit drei Punkten belohnt wird, würde der Mannschaft genügen. Das Satzverhältnis wäre nämlich auch dann besser, wenn Verfolger VG Delmenhorst/Stenum II an seinem finalen Doppelspieltag die volle Ausbeute von 6:0 Punkten und 6:0 Sätzen holen würde.

Bescheidene Vorzeichen

Im Vergleich zu den Delmenhorstern gab sich der SC Weyhe am vergangenen Wochenende keine Blöße. Und das, obwohl die Vorzeichen nicht die besten waren. Sven Meier konnte – ihn eingeschlossen – nämlich nur sechs Mann aufbieten. „Ich hoffe, das wird in zwei Wochen anders sein“, sagte Meier. Gegen die beiden Schlusslichter indes reichte das Minimalaufgebot. Nachdem die Weyher den ersten Satz gegen den STV Voslapp ohne große Mühe mit 25:12 für sich entschieden hatten, mussten sich die Gastgeber lediglich im zweiten Durchgang etwas strecken. Letztlich setzte sich das Team (wenn auch nur knapp) durch – 25:23. Der abschließende Satz (25:17) war dann wieder eine klare Angelegenheit. „Es klingt vielleicht etwas abgehoben, aber der Sieg war zu keiner Zeit gefährdet“, sagte Spielertrainer Meier. Und das war ob der dünnen Personaldecke nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Schließlich fehlten den Weyhern mit Christoph Ehrt und Jasper van de Ven zwei etatmäßige Stammspieler.

Dafür machte René Stuhr nachhaltig auf sich aufmerksam, und das nicht nur am vergangenen Wochenende. „René ist sehr gut drauf im Moment. Es ist schon ein Unterschied, ob man nur mitspielt oder Verantwortung übernimmt. Und er hat auf der Diagonalposition Verantwortung übernommen“, sprach Coach Meier von einer tollen Entwicklung seines Schützlings.

So hatte René Stuhr maßgeblichen Anteil daran, dass der SC Weyhe denn auch sein zweites Spiel gewann. Eine Partie, in der die Weyher ebenfalls kaum gefordert wurden. 25:16 lautete der Endstand im ersten Satz, 25:12 hieß es nach dem zweiten Durchgang. Im sicheren Gefühl des Sieges ließen die Weyher die Zügel schließlich schleifen. Allerdings nicht ausschließlich. Denn die vorangegangenen fünf Sätze hinterließen zudem ihre konditionellen Spuren. „Außerdem kann jeder Spieler mal eine schlechte Phase erwischen“, hätte Meier ab und an gerne einen frischen Spieler gebracht. So konnte er sich nur auf die Auszeiten beschränken, um seinem Team eine Erholungspause zu gönnen.

Die Umstände führten jedenfalls dazu, dass sich im abschließenden Satz ein umkämpfter Schlagabtausch entwickelte. „Wir hatten auch einen Satzball gegen uns“, bekräftigte Sven Meier. Die Weyher hielten sich trotzdem schadlos und behielten am Ende mit 27:25 die Oberhand – in der Hoffnung, dass sie dies auch in zwei Wochen nach dem Spiel gegen Bremen 1860 IV tun werden. „Wir werden bis zum Ende Vollgas geben“, hatte Sven Meier bereits im Vorfeld des jüngsten Doppelspieltags gesagt. Die Motivation, dies zu tun, dürfte nun noch größer geworden sein.

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