Nachgefragt: Michael Hidde über den Wechsel Kim-Anna Heidorns zum SV Werder „Alles ist sauber abgelaufen“

Dieser Wechsel kam doch ein wenig überraschend: Kim-Anna Heidorn läuft in Zukunft nicht mehr für die Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten auf, sondern für den Zweiliga-Aufsteiger SV Werder Bremen (wir berichteten). Im Interview mit Florian Cordes spricht Oytens sportlicher Leiter Michael Hidde über den Transfer, die weitere Kaderplanung und die neue Struktur der 3.
02.06.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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„Alles ist sauber abgelaufen“
Von Florian Cordes

Dieser Wechsel kam doch ein wenig überraschend: Kim-Anna Heidorn läuft in Zukunft nicht mehr für die Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten auf, sondern für den Zweiliga-Aufsteiger SV Werder Bremen (wir berichteten). Im Interview mit Florian Cordes spricht Oytens sportlicher Leiter Michael Hidde über den Transfer, die weitere Kaderplanung und die neue Struktur der 3. Liga.

Vor dem letzten Heimspiel der Saison 2014/2015 wurden einige Spielerinnen des TV Oyten verabschiedet. Kim-Anna Heidorn war nicht dabei. Nun wechselt sie zum Zweitligisten SV Werder Bremen. Kam diese Entscheidung für Sie überraschend?

Michael Hidde: Überhaupt nicht. Nur der Zeitpunkt der Bekanntgabe des Wechsels hat uns beim TV Oyten ein bisschen irritiert. Aber wir wussten ja schon länger, dass Kim zu Werder möchte. Der Wechsel ist insgesamt völlig sauber abgelaufen. Es gab auch Begehrlichkeiten des Zweitligisten HC Rödertal, Kim zu verpflichten. Es war ihr großer Wunsch, noch einmal höher zu spielen. Für uns ist es okay, dass sie zu Werder geht. Und es macht uns auch ein bisschen stolz. Wir haben wieder eine junge Handballerin ausgebildet, die es in der Zweiten Liga schaffen will.

Müssen Sie durch den Abgang Ihrer Kreisläuferin ihre Planungen für die kommende Saison noch einmal ein bisschen überdenken?

Nein. Wir haben wieder zwölf Spielerinnen im Kader. Unser Trainer Sebastian Kohls arbeitet lieber mit einem kleineren Aufgebot. Lockere Gespräche führen wir aber noch. Wenn noch jemand kommt, haben wir sicher nichts dagegen. Zudem haben wir genügend junge Leute in der eigenen Jugend, die an den Kader der ersten Mannschaft herangeführt werden sollen. Kim-Anna Heidorn hinterlässt natürlich eine Lücke. Aber den Abgang können wir kompensieren. Mit unserer neuen Spielerin Jana Kokot und mit Anna-Lena Kruse sind wir am Kreis gut aufgestellt.

Ist es denn eine Option, Kim Pleß, die zuletzt pausiert hat und dann zum Ende der Saison bei der HSG Hannover-Badenstedt aushalf, zu reaktivieren?

Aufgrund ihrer Weiterbildung ist Kim bis November beruflich voll eingespannt und kann daher kaum trainieren. Dann macht es unserer Ansicht nach wenig Sinn. Sie hat sich diese Auszeit nun einmal genommen. Ich denke, dass da bis November nicht ans Handballspielen zu denken ist.

Kommen wir kurz auf die neue Struktur in der 3. Liga der Frauen zu sprechen. Der Deutsche Handballbund (DHB) hat die Anzahl der Teams von 56 auf 48 reduziert. Danach stand zur Debatte, ob in sechs Staffeln à acht Mannschaften oder vier Staffeln mit zwölf Teams gespielt werden soll. Nun ist es Letzteres geworden. Ist dieser neue Modus im Sinne des TV Oyten?

Absolut. Der DHB hat den Vereinen die Möglichkeit gegeben, sich für eines der beiden Modelle zu entscheiden. Wir waren von Anfang an dafür, dass es vier Staffeln geben soll. Dadurch haben die Spielerinnen eine größere Regenerationszeit, die sie auch brauchen. Außerdem gibt es so mehr Ausweichtermine, wenn man mal ein Spiel verlegen möchte. Das ist unter anderem der Fall, wenn die Jugend-Bundesliga für ein Wochenende angesetzt ist. Meist musste man dann auf einen Werktag ausweichen. Das war auch logistisch immer ein großer Aufwand, wenn man unter der Woche zum Beispiel nach Nord Harrislee fahren musste. Dieses Problem fällt nun weg.

Dass Ihre Mannschaft in der neuen Saison aber nur 22 Spiele hat, stört Sie nicht?

Nein. Aus unserer Sicht ist mit der neuen Ligastruktur alles gut. Es ist das beste Modell für alle Mannschaften.

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