Vorwurf: Wettbewerbsverzerrung Allofs und Dufner sauer auf Bayern

Hannover. Das Auftreten und die Niederlagen-Serie des FC Bayern München sorgen in der Endphase der Bundesliga für Ärger. Den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung erhoben am Wochenende Wolfsburgs Manager Klaus Allofs und Hannovers Sportdirektor Dirk Dufner, nachdem die als Meister feststehenden Münchner ihr drittes Spiel in Folge verloren hatten.
18.05.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Das Auftreten und die Niederlagen-Serie des FC Bayern München sorgen in der Endphase der Bundesliga für Ärger. Den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung erhoben am Wochenende Wolfsburgs Manager Klaus Allofs und Hannovers Sportdirektor Dirk Dufner, nachdem die als Meister feststehenden Münchner ihr drittes Spiel in Folge verloren hatten.

„Bisher waren die Bayern ein Vorbild, was Professionalität angeht, aber diese Professionalität sieht man in den letzten Wochen nicht“, klagte Allofs. „Ich bin sehr enttäuscht darüber, wie sie die Punkte zuletzt teilweise hergeschenkt haben oder unter ihren Möglichkeiten geblieben sind. Ich verstehe schon, dass einige Klubs mächtig sauer sind.“

Tatsächlich haben die Münchner in der Bundesliga, seit sie als Meister feststehen, alle drei folgenden Spiele verloren. Eine Serie, wie der Klub sie seit 17 Jahren nicht mehr erlebt hat. Trainer Pep Guardiola hatte, als der Titel am 30. Spieltag in der Tasche war, kurz und bündig festgestellt: „Die Bundesliga ist vorbei. Wir haben sie schon gewonnen.“ Anschließend ließ er eine B-Elf gegen Leverkusen auflaufen – und verlor die erste der drei Partien.

In allen Fällen nahmen die bayerischen Pleiten Einfluss auf wichtige Entscheidungen in der Liga. Für Leverkusen (2:0) ging es noch um die direkte Champions-League-Qualifikation, für Augsburg (1:0) um die Europa-League-Plätze und für den SC Freiburg aktuell um den Klassenerhalt.

Den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung durch die Bayern erhob deshalb auch Abstiegskandidat Hannover 96, der im Gegensatz zu Allofs’ Wolfsburgern direkt betroffen ist. „In der Regel werden in der Liga alle von den Bayern hingerichtet – plötzlich ist es anders“, sagte Dufner und fügte sarkastisch an: „Möglicherweise stellen bald vier oder fünf Vereine den Antrag, gegen die Bayern nur in den letzten Spielen zu spielen.“

Für Hannover hat die Bayern-Niederlage gegen Freiburg Auswirkungen. Hätte der deutsche Meister nicht durch das späte Tor von Freiburgs Leihgabe Nils Petersen verloren, würde 96 am letzten Spieltag schon ein Unentschieden gegen Freiburg zum Klassenerhalt gereicht.

Bayerns Innenverteidiger Jérôme Boateng räumte nach dem 1:2 ein, es sei nach dem Halbfinal-Aus in der Champions League nicht das einfachste Spiel gewesen. „Wir wussten, dass unser Fokus nicht mehr auf der Bundesliga liegt, aber dennoch müssen wir unsere Spiele seriös angehen“, meinte Boateng. „Freiburg wollte mehr und hat mehr Kampf gezeigt, um zu gewinnen“, räumte am Sonnabend selbst Guardiola ein.

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