Pinguins besiegen Adler Mannheim Am Ende hilft das Glück

Bremerhaven. Es dröhnte und rumorte in der Eisarena Bremerhaven. So, wie es der Name des Spielers vorgab: Chris Rumble hatte den Puck am Stock.
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Von Mats Vogt

Bremerhaven. Es dröhnte und rumorte in der Eisarena Bremerhaven. So, wie es der Name des Spielers vorgab: Chris Rumble hatte den Puck am Stock. Die zweite Minute der Overtime war angebrochen, da erlöste der kanadische Neuzugang mit dem Siegtreffer zum 2:1 sein Team und die 4421 Zuschauer. Er sprintete auf das gegnerische Tor zu, driftete zunächst nach rechts ab, drehte sich dann um die eigene Achse und versenkte die Scheibe im Netz.

Es war ein spätes, ein glückliches Erwachen der Pinguins, das zum ersehnten 2:1 (0:0,0:1,1:0,1:0 OT)-Heimerfolg gegen die Adler Mannheim führte. Die Serie von vier Niederlagen am Stück war damit beendet.„Wir haben uns auch mit der Unterstützung der Zuschauer zum richtigen Zeitpunkt wieder gefangen und uns für die harte Arbeit der letzten Wochen endlich wieder belohnt“, frohlockte Trainer Popiesch.

Man merkte den Pinguins ihre kleine Krise mit zuletzt vier Niederlagen am Stück nicht wirklich an. Sie hinterließen am Sonntag einen selbstbewussten und aufgeweckten Eindruck. Als wäre in den vergangenen Wochen nicht wirklich etwas passiert. Mit schönen Kombinationen setzten sie Mannheim unter Druck, ließen die Scheibe ansehnlich laufen und machten dabei nur wenig Fehler. Kamen die Gäste doch mal zum Abschluss, war es Bremerhavens Torhüter Tomas Pöpperle, der seinem Team den nötigen Halt gab.

Die Fans erlebten zunächst ein offenes und ausgeglichenes Spiel, in dem sich kein Team so wirklich in der gegnerischen Zone festbeißen konnte. Für den einzig wirklichen Aufreger des ersten Drittels sorgte Pinguins Angreifer Cory Quirk mit einem Tor nach 13 Spielminuten. Nach eingehender Video-Analyse wurde es jedoch annuliert. Die Schiedsrichter befanden schließlich, dass der Mannheimer Keeper behindert worden war.

Im zweiten Drittel erhöhten die Gäste das Tempo und wurden vor allem durch Konter gefährlich. Pöpperle geriet mächtig unter Druck. In der 24. Minute nutzten die Adler ihre Überlegenheit aus und trafen durch Phil Hungerecker zum 1:0. Die Bremerhavener konnten den Puck nicht richtig klären und ließen ihren Kontrahenten einfach gewähren.

In der Offensive ging bei den Pinguins von nun an nur noch wenig. Sie wirkten zögerlich, scheuten den Torabschluss und suchten stattdessen lieber den Nebenmann. Es fehlte die Lust am Risiko, was vielleicht auch daran lag, dass die Stürmer Chad Nehring und Brock Hooton verletzt fehlten. Zudem musste auch noch Torjäger Kris Newbury angeschlagen das Eis verlassen.

Auch im letzten Drittel investierten die Bremerhavener zu wenig. Der unbedingte Wille, das Spiel doch noch zu drehen zu können, war nicht wirklich zu erkennen. Im Gegenteil: Beinahe kassierten die Pinguins den zweiten Gegentreffer, doch Lampl konnte den Puck gerade so von der Linie kratzen. Das Team von Trainer Popiesch wirkte nervös und fahrig, allein Keeper Pöpperle überzeugte, verhinderte mehrfach einen höheren Rückstand. Selbst in ihrer Königsdisziplin, dem Überzahlspiel, enttäuschten die Bremerhavener. Sie konnten daraus kein Kapital schlagen.

So kam der plötzliche Ausgleich von Jan Urbas vier Minuten vor dem Ende dann völlig überraschend. Diesmal waren die Pinguins anders als noch in der vergangenen Spielen im Glück. Der Slowene traf zum umjubelten 1:1 und rettete sein Team in die Verlängerung.

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