Squash-Oberliga

An die Wand gespielt

Als Favorit sind die Squasher des Bassumer SC Shooting Birds in den zweiten Oberliga-Spieltag gegangen. Das bekamen Hannover und Braunschweig zu spüren. Nun thronen die Bassumer auf Rang zwei.
10.10.2017, 16:31
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Von Stephan Stegmann
An die Wand gespielt

Beglich im Namen des Bassumer SC Shooting Birds seine Rechnung mit dem Hannoveraner Jan-Hendrik Benninghaus: Routinier Michael Weiler.

INGO MOELLERS

Oldenburg. Einer grandiosen Mannschaftsleistung schreibt es Team-Kapitän Andreas Tiemann zu, dass die Squasher seiner Bassumer SC Shooting Birds den zweiten Doppelspieltag der neuen Oberliga-Saison derart erfolgreich bestritten. Sowohl der SC Boastars Hannover als auch die Oase Dropshotters aus Braunschweig kassierten gegen die Bassumer deutliche 0:4-Abfuhren. „Die Leistung war noch besser als in der Vorsaison, in der wir oft mit Gewonnenen Unentschieden punkteten“, freute sich Tiemann, dessen Mannschaft sich mit nun neun Zählern zwischenzeitlich auf den zweiten Tabellenrang schiebt. „Dort fühlen wir uns auch pudelwohl“, bewertete der SC-Mannschaftsführer mit Blick auf den Platz an der Sonne, der zur Relegationsteilnahme um den Aufstieg berechtigt.

Bassumer SC Shooting Birds - SC Boastars Hannover 4:0 (12:3). So souverän der gesamte Spieltag verlief, so eindrucksvoll gelang Florian Becker auch der Auftakt gegen Tobias Hader. „Sein Drei-Satz-Erfolg war völlig ungefährdet“, urteilte auch Team-Kapitän Andreas Tiemann über die mehr als gelungene Pflichtspielpremiere des Neuzugangs. Anschließend war er selbst gefordert. Mit Seyed Younos Rezay-Moosavi hatte ich einen kämpferisch und läuferisch starken Gegner“, analysierte Tiemann, der zu Beginn sichtlich Probleme hatte. Nach Satzverlust arbeitete sich der Lindenstädter aber heran: „Ich habe meinen Rhythmus einfach gefunden.“ Obwohl es zwischendurch knapp wurde – Satz zwei endete mit 12:10 für Tiemann – zwang er seinen Kontrahenten letztlich mit 3:1 in die Knie.

Michael Weiler machte mit seinem Gegenüber hingegen kurzen Prozess und besiegte den zuletzt formstarken Bernd Teßmer ohne Probleme in drei Sätzen. „Zwischenzeitlich hatte man ein bisschen den Eindruck, der Gegner habe resigniert, was in Anbetracht der klaren Führung aber auch kein Sonderfall ist“, bilanzierte Tiemann.

Eine Nervenschlacht über die volle Distanz von fünf Sätzen lieferten sich die beiden Einser, Bassums Janek Kreutzträger und Hannovers Oliver Clausen. „Es war ein sehr ausgeglichenes und dadurch auch sehr kraftraubendes Duell“, urteilte der Kapitän der Lindenstädter, der mit ansah, wie nach dem ersten Satzgewinn drei Runden in Folge erst im Tiebreak entschieden wurden. Obwohl Kreutzträger dabei zweimal das Nachsehen hatte, entscheid der physisch stärkere Bassumer den entscheidenden fünften Satz für sich. „Janek hatte hintenraus mehr Luft“, erzählte Tiemann, der sich im Anschluss mit seinem Team über die ersten drei Zähler des Tages freuen durfte.

Bassumer SC Shooting Birds - Oase Dropshotters Braunschweig 4:0 (12:4). Peter Knuth rückte im zweiten Match des Spieltages gegen die Oase Dropshotters Braunschweig in die Bassumer Formation. Einmal mehr stellte auch er seine Klasse unter Beweis, indem der erfahrene Lindenstädter den Hannovers Thomas Wendt beim klaren 3:0 (33:14)-Sieg förmlich an die Wand spielte. „Die Partie war phasenweise noch eindeutiger, als das Ergebnis zeigt“, unterstrich Mannschaftsführer Andreas Tiemann die lässige Kür Knuths.

In seinem zweiten Match tat sich Florian Becker zunächst schwer. „Es war ein bisschen zerfahren und teilweise wild“, charakterisierte Tiemann das Geschehen. Dank einer gravierenden Leistungssteigerung aufseiten Beckers wendete sich das Blatt zugunsten der Lindenstädter. „Florian hat das Spiel letztlich ohne Mühe nach Hause gebracht.“

Zwei hart erkämpfte Tiebreak-Siege in den ersten beiden Sätzen ebneten den Weg für Tiemanns Erfolg über Anders Höjer, der zwar in Satz drei noch einmal zurückkam, im vierten aber erneut knapp unterlag. „In der Partie konnte sich keiner wirklich absetzen“, erinnerte sich der Bassumer, der jedoch in den spielentscheidenden Szenen entschiedener agierte und somit das glücklichere Ende für sich hatte.

Im letzten Duell des Spieltages ließen es Michael Weiler und Hannovers Jan-Hendrik Benninghaus noch einmal richtig krachen. Über die volle Distanz ging die Partie, in der sich Weiler für die jüngste Niederlage gegen seinen Kontrahenten revanchierte. „Da war noch eine Rechnung offen“, verriet Shooting-Birds-Kapitän Tiemann. Und Benninghaus zahlte die Zeche. Denn im Entscheidungssatz behielt Weiler „in einer stets engen Kiste“ mit 11:9 die Oberhand. Die nahezu ausgeglichene Punktebilanz von 51:49 lässt erahnen, dass sich die Kontrahenten nichts schenkten. „Aber selbst von einem Rückstand hat sich Michael nicht unterkriegen lassen, sich zurückgekämpft und verdient gewonnen“, resümierte Bassums Kapitän Tiemann.

„Keineswegs selbstverständlich“ sei diese Kraftprobe gewesen, dennoch habe sie gezeigt: „Der Teamspirit stimmt einfach bei uns. Wir pushen uns gegenseitig und verfügen über eine ausgeglichene Mannschaft, die selbst Ausfälle hervorragend kompensiert“, begründete Tiemann und blickte dementsprechend euphorisch auf die nun anstehenden Aufgaben: „So darf es aus unserer Sicht gerne weitergehen.“

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