TSV Melchiorshausen verliert gegen Meisterschaftsfavorit SV Werder Bremen III gleich mit 0:9 Andree Bitterer kann Debakel nicht verhindern

Melchiorshausen. Mit der Besetzung der Torhüterposition hatte der akut abstiegsgefährdete Fußball-Bremen-Ligist TSV Melchiorshausen vor der Partie gegen den Spitzenreiter SV Werder Bremen III ein großes Problem. Mit Jens Ruscher und Sascha Kleemann fielen die etatmäßigen Schlussmänner verletzungsbedingt aus. Die vakante Position nahm schließlich Co-Trainer Andree Bitterer ein. An ihm lag es nicht, dass die Gastgeber glatt mit 0:9 (0:5) verloren.
23.04.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Sven Hermann

Melchiorshausen. Mit der Besetzung der Torhüterposition hatte der akut abstiegsgefährdete Fußball-Bremen-Ligist TSV Melchiorshausen vor der Partie gegen den Spitzenreiter SV Werder Bremen III ein großes Problem. Mit Jens Ruscher und Sascha Kleemann fielen die etatmäßigen Schlussmänner verletzungsbedingt aus. Die vakante Position nahm schließlich Co-Trainer Andree Bitterer ein. An ihm lag es nicht, dass die Gastgeber glatt mit 0:9 (0:5) verloren.

"Er hat seine Aufgabe gut gemeistert. Im Training hütet er bei uns ja oft das Tor", verriet Coach Markus Hoßfeld. Der Debütant selbst zeigte sich nach dem Schlusspfiff aufgrund der vielen kassierten Gegentreffer eher zerknirscht. "Was wir speziell in der ersten Hälfte geboten haben, war wirklich kein Fußball. Wir können froh sein, dass Werder nach dem Seitenwechsel drei Gänge zurückgeschaltet hat. Die hatten wegen Ostern wohl Mitleid mit mir und haben mir nicht noch mehr Treffer eingeschenkt", legte der frustrierte Bitterer richtig los. Die Gäste machten mit ihrer ersten Aktion gleich auf sich aufmerksam. Beim Schuss von Simon-Joel Cakir, der nur knapp über den Querbalken strich, hatte Bitterer noch das Glück des Tüchtigen (1.).

Zwei Minuten später war er jedoch geschlagen. Kevin Behrens schlug eine perfekt getimte Flanke in den Strafraum der Melchiorshauser. Cakir köpfte das Leder zwar an die Latte, Mantas Mazeikis brachte den Abpraller jedoch per Kopf im Tor unter. Kurz darauf erhöhte Cakir nach Pass von Dino Fazlic (4.). "Ihr müsst euch schon wehren", kritisierte Hoßfeld seine Elf. Doch der haushohe Favorit setzte seinen Sturmlauf unbekümmert fort. Aus der Drehung heraus traf Cakir nach Vorarbeit von John-Dieter Thöle trocken ins linke Eck (14.). Unglücklicherweise fälschte daraufhin Marco Licht einen Schuss des Werderaners Dominic Krogemann ins eigene Tor ab (25.). Cakir gelang per Kopfball sein dritter Treffer und gleichzeitig der Pausenstand.

Ganz insgeheim hatte Kolja Sternke vom Bremer SV auf eine Sensation durch die Melchiorshauser gehofft. In der Halbzeit erkannte der Akteur vom Titelmitkonkurrenten Werders Überlegenheit nahtlos an. "Wir sehen hier wohl den neuen Meister", so Sternke.

Genauso präsentierten sich die Grün-Weißen auch nach dem Wechsel, obwohl sie eine Schippe rausnahmen. Krogemann spielte steil auf Yannick Rolff, der zunächst an Bitterer scheiterte. Den Abpraller beförderte Thöle ins Tor (55.). Eine Minute später nutzte Thöle ein Zuspiel von Mazeikis. Nach Vorarbeit von Florian Stütz machte Thöle seinen Hattrick perfekt (64.). Das schönste Tor des Tages gelang schließlich Kevin Behrens, der eine Flanke von Fazlic per Seitfallzieher im Tor unterbrachte (87.). Bestens gelaunt präsentierte sich Werders Coach Andreas Ernst nach dem Kantersieg. "Nach vier Minuten war die Messe gelesen. Fast hätten wir heute bereits die Hundert-Tore-Marke geknackt. Bei jetzt 98 Saisontreffern wird das eben auf das nächste Spiel vertagt. Wir sind auf dem besten Weg, unseren Titel zu verteidigen", strahlte Ernst.

TSV Melchiorshausen: Bitterer - Byrger, Heise (46. Wichmann), Klinkenborg (46. Hoffmann), Niemann, Röpke (60. Hüneke), Kucharski, Wieloch, Schröder, Tettenborn, Licht.

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