Fußball Bezirksliga

Angriffsfußball im Topspiel

Der TSV Ottersberg und der TSV Etelsen wollen mit bekannter Offensivstärke zum Erfolg kommen.
20.09.2018, 17:08
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Nico Brunetti
Angriffsfußball im Topspiel

Ein Duell zwischen Egzon Percani (links) und Etelsens Christian Heusmann gibt es diesmal nicht. Letzterer kuriert noch einen Kreuzbandriss aus.

Björn Hake

Ottersberg. Der TSV Ottersberg und der TSV Etelsen sind gerne Nachbarn. Das waren sie im Keller der Landesliga, das sind sie nun auch wieder an der Spitze der Fußball-Bezirksliga. Denn wenn der Schiedsrichter die Partie am Freitagabend um 19.30 Uhr auf dem Wümmesportplatz anpfeift, dann begegnen sich der Dritte und der Zweite. Beide können für mindestens zwei Tage den FC Hambergen von Platz eins verdrängen, aber keiner schiebt das vor dem Derby in den Vordergrund. Es geht für beide ambitionierten Mannschaften weniger um Punkte – vielmehr um die Chance, in der Liga ein Zeichen zu setzen.

„Das ist ein Highlight. Alle bei uns sind heiß auf das Spiel. Das hat man im Training gemerkt: Jeder meiner Jungs hat noch mehr Gas gegeben, sich noch mehr angeboten“, beschreibt Etelsens Coach Gerd Buttgereit und könnte sich momentan nicht mit einem Remis anfreunden. Er will an den überzeugenden 5:1-Sieg gegen den SV Pennigbüttel anknüpfen, den für ihn ersten Gradmesser erfolgreich bestreiten. „Uns mangelt es nicht an Selbstvertrauen. Die Art, wie wir Fußball spielen, gefällt meinen Spielern. Durch die Qualität in unserem Kader können wir ein permanentes situatives hohe Anlaufen spielen, das hat sich bisher bestätigt“, erklärt Buttgereit. Der endgültige Beweis hierfür steht für ihn aber noch aus und die Partie am Freitag gibt Aufschluss darüber, wie denn wirklich das derzeitige Niveau von Etelsen ist.

Bei dem Team mit der besten Offensive der Liga ist der Respekt vor dem kommenden Gegner nämlich groß. Buttgereit sagt: „Wir haben keine Angst. Aber Ottersberg ist eine Spitzenmannschaft, die ähnlichen Fußball wie wir spielt: dynamisch, schnell und zweikampfstark. Außerdem zeichnet sie eine hohe Aggressivität aus.“ Seine These wird dadurch unterstrichen, dass auch Ottersberg noch ungeschlagen ist. Wie für Buttgereit ist es auch für den Ottersberger Trainer Jan Fitschen eine richtungsweisende Standortbestimmung. „Unsere sehr junge Mannschaft ist zuletzt gereift. Das wollen wir zeigen. Wir wollen unseren Angriffsfußball auf den Platz bringen“, meint Fitschen, der sich diese Woche über die Geburt seiner Tochter freuen durfte. Die Statistik spricht jedoch eher für Etelsen. Dem aktuellen Zweiten scheint Ottersberg zu liegen, gab es in den acht Duellen seit 2014 doch nur eine einzige Niederlage. Zudem fuhr Etelsen immer als Sieger aus Ottersberg (1:3, 0:2, 1:3) nach Hause. Fitschen hofft, daran etwas zu ändern und erinnert an das direkte Duell aus dem April. Da trennten sich beide Mannschaften in Etelsen mit 1:1. Und eigentlich, sagt Fitschen, hätte Ottersberg hier einen Sieg verdient gehabt.

Die Voraussetzungen für ein schickes Topspiel in der Bezirksliga Lüneburg 3 sind jedenfalls geschaffen. Aufgrund der offensiven Spielweise und der hohen Selbstsicherheit beider Teams ist eine attraktive Begegnung mit Toren zu erwarten. Und beide werden sich nicht mit einem Punkt begnügen. Schließlich lässt sich der Ottersberger Markt oder das Dorf- und Erntefest in Etelsen am besten mit einem Derbysieg feiern.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+