Pokal-Viertelfinale: DJK hofft 20 Minuten lang auf eine Überraschung, unterliegt der Bremer SV aber noch mit 1:5 Anschlusstor als Aufputschmittel

Blumenthal. Zwischen der 57. und 76. Minute roch es im Spiel des Außenseiters DJK Blumenthal gegen den Bremer SV nach dem, was ein Pokalspiel ausmacht: nach einer Sensation. Die Nordbremer hatten im Viertelfinale des Lotto-Pokals des Bremer Fußball-Verbandes das 1:2 erzielt und das richtige Aufputschmittel für die müde werdenden Beine bekommen. Doch drei Tore binnen drei Minuten (76./77./ 78.) sorgten schließlich für den ebenso verdienten wie standesgemäßen 5:1-Erfolg des Bremen-Ligisten Bremer SV auf dem Kunstrasenplatz am Burgwall.
23.04.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Jens Pillnick

Blumenthal. Zwischen der 57. und 76. Minute roch es im Spiel des Außenseiters DJK Blumenthal gegen den Bremer SV nach dem, was ein Pokalspiel ausmacht: nach einer Sensation. Die Nordbremer hatten im Viertelfinale des Lotto-Pokals des Bremer Fußball-Verbandes das 1:2 erzielt und das richtige Aufputschmittel für die müde werdenden Beine bekommen. Doch drei Tore binnen drei Minuten (76./77./ 78.) sorgten schließlich für den ebenso verdienten wie standesgemäßen 5:1-Erfolg des Bremen-Ligisten Bremer SV auf dem Kunstrasenplatz am Burgwall.

Am Burgwall kreuzt der Bremer SV übrigens in der ersten Mai-Woche schon wieder auf, dann bestreitet er nämlich das Pokal-Halbfinale gegen den Klassengefährten Blumenthaler SV.

Kreisliga-A-Meister DJK Blumenthal passierte gegen den drei Klassen höher spielenden Favoriten genau das, was nicht passieren sollte: ein frühes Gegentor. Erst gewann BSV-Innenverteidiger Kolja Sternke im Strafraum ein Kopfballduell, dann fiel ihm der Ball vor die Füße - und es hieß 0:1 (9.). Ein früher Rückstand, das heißt Charaktertest für den Underdog. Und den bestand die DJK mit Bravour. Durchaus mutig spielend, wenn auch mit zu vielen langen und hohen Bällen gegen die kopfballstarken Innenverteidiger Kolja Sternke und Jan Friehe operierend, fehlte dem Angriff jedoch über weite Strecken die Durchschlagskraft. Das 0:2 in der 34. Minute sorgte für scheinbar klare Verhältnisse, war aus DJK-Sicht jedoch völlig überflüssig. Gegen jede Absprache wurde bei einer Hereingabe aus dem Halbfeld von Ole Laabs auf Abseits gespielt, und Denis Spitzer kam völlig unbedrängt zum Kopfballtreffer. Das Spiel hätte aber auch ganz anders verlaufen können, denn die erste Chance hatten die Nordbremer

besessen. Tim Pendzich scheiterte aus halblinker Position am gekonnt die kurze Ecke zumachenden BSV-Keeper Marco Behrens.

Nach der Pause beschränkte sich der Bremer SV zunächst darauf, Ball und Gegner laufen zu lassen. Die deutlicher werdenden Ermüdungserscheinungen des Außenseiters bestätigten ihn in dieser Vorgehensweise. Doch ein weiter Abschlag von Tobias Roselius sorgte in der 75. Minute für Leben in der Bude. Torjäger Patrick Stedtnitz vernaschte am Boden zwei Gegenspieler und schloss cool im Stile eines Klassemannes ab. "Das ist Patrick", wunderte sich DJK-Trainer Torben Reiß, der mit der Offensivleistung insgesamt aber nicht ganz zufrieden war, nicht sonderlich: "Ein bisschen mehr Durchschlagskraft nach vorne hätte ich mir gewünscht." Trotz dieses Mankos fand Reiß, der mit seinen Mannen am Wochenende zuvor gerade die Meisterschaft gefeiert hatte, den Auftritt gegen den ohne Cheftrainer Klaus Gelsdorf (Urlaub) angereisten Tabellenzweiten der Bremen-Liga "völlig in Ordnung" und hob aus einer sich nie aufgebenden Mannschaft den überall auf dem Platz zu findenden Niklas Meißner sowie Firat Erkek

hervor.

BSV-Co-Trainer Markus Hansen räumte ein, sich bis zum 3:1 des Sieges nicht sicher gewesen zu sein, bescheinigte seinem Team aber auch, in der Abwehr nicht viel anbrennen gelassen zu haben. Bei DJK wiederum brannte es nach rund 20 Minuten des Hoffens auf eine Überraschung in der Abwehr lichterloh, so dass Mirko Jankowski und zweimal Jan-Niklas Linde binnen 180 Sekunden aus dem 2:1 ein 5:1 machten.

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