Eisschnelllauf Anschütz-Thoms in Top-Form - Angermüller verletzt

Berlin. Anni Friesinger unzufrieden, Monique Angermüller verletzt, Daniela Anschütz-Thoms mit erstem Bahnrekord: Die Olympia-Generalprobe der deutschen Eisschnellläufer ist am Wochenende ganz unterschiedlich ausgefallen.
31.01.2010, 13:05
Lesedauer: 2 Min
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Berlin. Anni Friesinger unzufrieden, Monique Angermüller verletzt, Daniela Anschütz-Thoms mit erstem Bahnrekord: Die Olympia-Generalprobe der deutschen Eisschnellläufer ist am Wochenende ganz unterschiedlich ausgefallen.

Vier Tage vor der Abreise nach Vancouver hatten alle Asse in Berlin und Erfurt die Chance zu letzten Tests genutzt. «Die Zeit war natürlich nicht der Reißer», meinte Anni Friesinger- Postma, nachdem sie beim letzten vorolympischen Rennen auf deutschem Boden über 1000 Meter in 1:17,30 Minuten nicht gerade ihre Traumzeit verbucht hatte. «Ich war noch ein bisschen träge am Start», sagte die 16-malige Weltmeisterin, die nach zahlreichen Verletzungen noch nicht die Form vergangener Jahre erreicht hat. «Nach dem harten Training war ich auch ein bisschen müde», räumte die Inzellerin ein. Sie wird nun ihrem Körper noch eine Erholungsphase gönnen, ihr Knie vom Spezialisten in München noch einmal checken lassen und dann erst vier Tage nach dem übrigen Team am 8. Februar nach Vancouver fliegen.

Auch für Monique Angermüller verlief der Test in Berlin unglücklich. Bei einem Sturz auf der 1000-Meter-Distanz zog sich die 26-jährige Medaillen-Hoffnung eine Verletzung am Ellenbogen zu. Nun muss sie sich einer Kernspin-Tomographie unterziehen. Ihr Olympia-Start scheint aber nicht gefährdet. «Das war ein Riesenschreck. Ich hatte große Angst, dass die Schmerzen in der Nacht schlimmer werden. Das war aber nicht der Fall», berichtete die Hauptstädterin. «Mein Physiotherapeut meint: Das kriegen wir wieder hin. Schmerzen verspüre ich derzeit nur, wenn ich den Arm bewege.»

In blendender Verfassung sind die Erfurter. Team-Olympiasiegerin Anschütz-Thoms stellte auf ihrer Hausbahn in 4:02,88 Minuten über 3000 Meter mit 35 Jahren den ersten Bahnrekord ihrer Karriere auf einer Einzelstrecke auf und verbesserte die ein Jahr alte Marke von Mehrkampf-Weltmeisterin Martina Sablikova (Tschechien) gleich um 0,77 Sekunden. «Dass mir der erste Bahnrekord ausgerechnet in Erfurt gelingt, ist natürlich schön. Dieser Lauf war gut für den Kopf. Jetzt fahre ich mit Zuversicht nach Vancouver», meinte die Thüringerin.

Ihre 14 Jahre jüngere Teamgefährtin Stephanie Beckert verpasste Sablikovas Bahnrekord auf der 5000-Meter-Strecke in glänzenden 6:53,66 Minuten nur knapp und blieb nur 0,87 Sekunden über ihrer Bestzeit vom November 2009 in Hamar. In Berlin sorgte Jenny Wolf einen Tag vor ihrem 31. Geburtstag über 500 Meter in 37,74 Sekunden für ein Top-Ergebnis und verfehlte ihren Bahnrekord nur um 0,22 Sekunden. «Die Ergebnisse sind der Wahnsinn. Aber Sorgen macht uns die Verletzung von Monique», bilanzierte Bundestrainer Markus Eicher. (dpa)

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