Handball-Oberliga Appell an die Willensstärke

Bislang hat die SG Achim/Baden noch nicht in die Spur gefunden. Und jetzt geht es gegen das Topteam von der HSG Barnstorf/Diepholz.
28.09.2017, 19:52
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Appell an die Willensstärke
Von Florian Cordes

Achim. Vier Partien hat die SG Achim/Baden nun in der Handball-Oberliga absolviert. Die Bilanz ist alles andere als zufriedenstellend: Mit 2:6 Punkten steht die SG auf dem vorletzten Platz. Das Team von Trainer Tobias Naumann hat seine Form noch nicht gefunden. Und jetzt kommt mit der HSG Barnstorf/Diepholz auch noch ein Gegner in die Gymnasiumhalle (Anpfiff: Sonnabend um 19 Uhr), der Jahr für Jahr zum erweiterten Kreis der Titelkandidaten zählt. Doch es gibt da eine Statistik, die den Achimern Hoffnung machen darf.

Denn auch in der vergangenen Saison spielte die SG, die damals noch von Steffen Aevermann gecoacht wurde, am fünften Spieltag zu Hause gegen die HSG. Die Achimer gewannen mit 29:27. Und wie es der Zufall will, hatte die SG Achim/Baden auch damals eine Woche zuvor bei der SG HC Bremen/Hastedt verloren. Tobias Naumann hätte nichts dagegen, wenn sich die Geschichte in diesem Jahr wiederholt. „Das würde ich natürlich sofort unterschreiben“, meint der SG-Coach. Allerdings wäre es schlichtweg fahrlässig, sich allein auf die Vergangenheit zu verlassen. Zudem steht die eh schon formschwache SG Achim/Baden am Sonnabend vor einem Personalproblem. Wenn Tobias Naumann die Liste der Ausfälle vorträgt, dauert dies eine Weile. Denn sie ist nicht gerade kurz: Keeper Mirco Thalmann ist gegen Barnstorf ebenso wenig dabei wie Steffen Fastenau, Sören Meier und Fabian Balke. Die beiden Langzeitverletzten Dennis Summa und Michele Zysk fehlen ohnehin.

Diese Vorzeichen und die Eindrücke der bisherigen Ergebnisse lassen Naumann zu einer klaren Einschätzung vor dem Duell kommen: „Wir sind der krasse Außenseiter. Aber das heißt nicht, dass wir automatisch dieses Spiel verlieren.“ Er kennt die Stärken der Barnstorfer aber genau. „Wir treffen auf einen Gegner, der zu Recht oben steht, weil er gut spielt, individuell gut aufgestellt und ausgeglichen besetzt ist“, zählt Naumann auf.

Besonders warnt er vor Kamil Chylinski und dessen Wurfgewalt. Der Rückraumlinke hat in den bisherigen vier Saisonspielen 38 Tore erzielt. Das ist ein Schnitt von 9,5 Treffern pro Partie. Überhaupt hat die Mannschaft von HSG-Trainer Dag Rieken bislang stark aufgespielt: Mit 7:1 Punkten steht Barnstorf hinter dem Drittliga-Absteiger SG VTB/Altjührden auf Rang zwei. Den einen Punkt verlor die Rieken-Sieben bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen.

„Im Grunde ist mir aber relativ egal, wie jetzt der nächste Gegner heißt“, meint Naumann. Denn in der Situation will er von seiner Sieben nicht nur das spielerische Können sehen. „Wir müssen die Ausfälle auch über den Kampf und den Einsatzwillen kompensieren“, appelliert er an sein Team. „Kämpfen können sie. Leider haben wir das zuletzt gegen Hastedt nicht abgerufen. Ich hatte da schon den Eindruck, dass wir in diesem Bereich etwas haben vermissen lassen.“ Daher hat es unter der Woche einige Gespräche zwischen Trainer und Spielern gegeben. „Ich gehe nun davon aus, dass wir uns in Sachen Kampf auch verbessern“, sagt Naumann.

Zudem hofft er auf die Unterstützung der Fans: „Eine volle Hütte wäre natürlich hilfreich, besonders in unserer Situation. Eine tolle Atmosphäre kann bei jedem Spieler noch ein paar Prozente herauskitzeln.“ Und für abergläubische Menschen bleibt noch die jüngere Vergangenheit.

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