Neu gegründeter Verein tritt morgen gegen den VfB Oldenburg an / Letztes Duell der Traditionsklubs endete 1998 mit 2:2 / "Endlich auf den Platz" Atlas empfängt den alten Rivalen zum Premierenspiel

Exakt 95 Tage nach der Vereinsneugründung am 4. April bestreiten die Fußballer des SV Atlas Delmenhorst morgen ihre erste Partie. Ab 17 Uhr gastiert der Regionalliga-Aufsteiger VfB Oldenburg für ein Testspiel im Stadion an der Düsternortstraße. Es ist das erste Duell der beiden Traditionsklubs seit dem 15. Februar 1998. Damals hatten die Delmenhorster auswärts mit 2:0 geführt, sich am Ende aber mit einem 2:2 zufrieden geben müssen.
07.07.2012, 05:00
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Von Daniel Cottäus

Exakt 95 Tage nach der Vereinsneugründung am 4. April bestreiten die Fußballer des SV Atlas Delmenhorst morgen ihre erste Partie. Ab 17 Uhr gastiert der Regionalliga-Aufsteiger VfB Oldenburg für ein Testspiel im Stadion an der Düsternortstraße. Es ist das erste Duell der beiden Traditionsklubs seit dem 15. Februar 1998. Damals hatten die Delmenhorster auswärts mit 2:0 geführt, sich am Ende aber mit einem 2:2 zufrieden geben müssen.

Delmenhorst. Es hätte der große Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Regionalliga Nord werden sollen – und lange Zeit sah es auch danach aus. Am 15. Februar 1998 führten die Fußballer des SV Atlas Delmenhorst durch Treffer von Holm Kraska (18.) und Marcus Keusch (70.) bereits mit 2:0 beim favorisierten VfB Oldenburg, die Derby-Sensation im Marschwegstadion schien möglich. In der Schlussphase mussten die Gäste um Trainer Hartmut Konschal allerdings noch zwei bittere Gegentore hinnehmen – Stefan Meyer (81.) und Wieslaw Cisek (90.) sorgten dafür, dass den Delmenhorstern der Sprung aus dem Tabellenkeller verwehrt blieb. Atlas stieg am Saisonende ab, der Niedergang des Vereins, der später in der Auflösung mündete, war nicht mehr aufzuhalten.

Gut 14 Jahre später treffen die beiden Traditionsklubs morgen in einem Freundschaftsspiel (17 Uhr, Stadion an der Düsternortstraße) erstmals wieder aufeinander – die Vorzeichen haben sich freilich grundlegend geändert.

Boll beim letzten Derby noch Spieler

Während der VfB Oldenburg um Trainer Andreas Boll, der an jenem 15. Februar 1998 noch als Spieler auf dem Platz stand, jüngst den Aufstieg in die Regionalliga perfekt gemacht hat, hat sich der SV Atlas erst am 4. April neu gegründet und tritt in der kommenden Spielzeit in der 1. Kreisklasse an. Der Test gegen die Oldenburger ist das erste Spiel der neuen Mannschaft. "Das Ergebnis ist uns deshalb vollkommen egal", beteuert Atlas’ Team-Manager und Co-Trainer Thomas Hebgen. "Vielmehr ging es darum, dass wir in unserem ersten Spiel gleich einen Kracher haben. Wen könnte es da besseres geben als den VfB?" Die Oldenburger haben bereits angekündigt, morgen mit einer Mannschaft bestehend aus Spielern der U23 und des Regionalligakaders anzutreten.

Obwohl Atlas-Spielertrainer Michael Müller und sein Team während der Vorbereitung erst zweimal trainiert haben, ist die Derby-Vorfreude groß. Vor allem für Torhüter David Lohmann, der im April vom VfB nach Delmenhorst gewechselt war, dürfte es eine besondere Partie werden. "Es ist schön, dass es nach Wochen der Planung endlich auf den Platz geht", betont Hebgen – gibt aber auch zu: "Einige Spieler haben sich zum Auftakt einen schwachen Gegner gewünscht, den wir hätten abschießen können." Das kam für die Verantwortlichen der Blau-Gelben aber nicht in Frage: "Wir treten in der Vorbereitung fast nur gegen Teams aus höheren Ligen an. Die Mannschaft muss sich einspielen. Dass kann sie nur, wenn sie gefordert wird."

Bevor Atlas’ Premierenspiel morgen um 17 Uhr angepfiffen wird, tritt die neu gegründete E-Jugend des Klubs um 15.45 Uhr gegen den SV Lemwerder an. "Danach wollen wir mal sehen, was gegen Oldenburg möglich ist", sagt Hebgen. Sicher ist: Steht es nach 90 Minuten wie vor 14 Jahren 2:2, hätte der neue SVA die erste Sensation geschafft.

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