Neu gegründeter Verein verliert erstes Spiel mit 0:3 Atlas meldet sich eindrucksvoll zurück

Delmenhorst. Der SV Atlas Delmenhorst hat sich am Sonntagnachmittag endgültig in der regionalen Fußballszene zurückgemeldet – und das auf eindrucksvolle Art und Weise. Die erste Partie des neu gegründeten Vereins haben rund 1200 Zuschauer verfolgt.
09.07.2012, 05:00
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Von Daniel Cottäus

Delmenhorst. Der SV Atlas Delmenhorst hat sich am Sonntagnachmittag endgültig in der regionalen Fußballszene zurückgemeldet – und das auf eindrucksvolle Art und Weise. Die erste Partie des neu gegründeten Vereins verfolgten rund 1200 Zuschauer im Stadion an der Düsternortstraße. Das Testspiel gegen den Landesligisten VfB Oldenburg II verlor der SVA, der ab der neuen Saison in der 1. Kreisklasse spielt, zwar deutlich mit 0:3 (0:3), zog sich dabei aber vor allem in der zweiten Hälfte ordentlich aus der Affäre. "Ich würde sagen: Der SVA ist wieder da", jubelte Spielertrainer Michael Müller kurz nach dem Schlusspfiff.

"Überragend" – der Blick auf die voll besetzte Tribüne des Stadions an der Düsternortstraße ließ David Lohmann die drei Gegentore, die er in den 90 Minuten zuvor kassiert hatte, vergessen. Der Torhüter des neu gegründeten SV Atlas Delmenhorst (1. Kreisklasse) hatte mit seiner Mannschaft das Premierenspiel gegen den Landesligisten VfB Oldenburg II zwar gerade sang- und klanglos mit 0:3 (0:3) verloren, strahlte nach dem Schlusspfiff aber trotzdem über das ganze Gesicht. Rund 1200 Zuschauer hatten die Partie im Stadion verfolgt und teilweise für Stimmung wie in den guten alten Regionalligazeiten des SVA gesorgt. "Wir hatten im Stillen auf 500 Leute gehofft. Dieser Zuspruch heute ist Wahnsinn. Damit hat keiner gerechnet", sagte Atlas’ Spielertrainer Michael Müller.

Während der ersten zehn Minuten der Partie hatte es sogar noch danach ausgesehen, als sollten die Delmenhorster den alten Rivalen aus Oldenburg tatsächlich ärgern können – spätestens nach dem 1:0 der Gäste durch Dennis Mooy (10.) verflüchtigte sich dieser Eindruck allerdings. Den Spielern des SVA war zwar deutlich anzumerken, dass sie sich viel für ihren ersten Auftritt im blau-gelben Trikot vorgenommen hatten, der dreifache Klassenunterschied ließ sich jedoch nicht leugnen. "Die spielen in der Landesliga, wir starten in der 1. Kreisklasse – ich denke, das war heute zu sehen", sagte Lohmann, der im vergangenen Jahr selbst noch für die Reserve des VfB aufgelaufen war. Dem Atlas-Torhüter, der vor allem in der zweiten Halbzeit mehrfach spektakulär rettete, war es dabei zu verdanken, dass die Niederlage nicht wesentlich deutlicher ausfiel.

Lob von Oldenburgs Coach Hahn

Bis zur Pause legten die Gäste noch zwei Tore zum 3:0 nach: Zunächst Firat Akbulut nach Freistoß von Fahad Al-Qaraghuli (18.), dann André Jädtke per Foulelfmeter (32.) sorgten früh für klare Verhältnisse. Atlas gab vor dem Wechsel nicht einen einzigen Torschuss ab – der erste gelang Timo Riedel in der 64. Minute. Trotzdem hatte Oldenburgs Trainer Jürgen Hahn, der erst nach der abgelaufenen Saison vom VfL Stenum zum Landesligisten gewechselt war, Gefallen an der Leistung des Gegners gefunden. "Großes Kompliment an Atlas. Dass wir technisch, taktisch und läuferisch besser sind, war vorher klar. Die Delmenhorster haben es aber immer wieder verstanden, Ordnung in ihr Spiel zu bekommen", sagte der Ex-Stenumer, für den es das erste Spiel mit seiner neuen Mannschaft war.

Trotz aller Ordnung – wirklich torgefährlich waren die Gastgeber während der gesamten Partie nur ein Mal: In der 66. Minute setzte sich Mariusch Miklasz am Oldenburger Strafraum durch und zog den Ball scharf aufs lange Eck. Der zur Halbzeit eingewechselte VfB-Keeper Jan Gronewold hatte seine liebe Mühe und Not, den Ball noch um den Pfosten zur Ecke abzuwehren. Auf der anderen Seite überboten sich die Gäste im Vergeben von Torchancen. Allein der pfeilschnelle Kai Pröger hätte für einen Kantersieg seiner Mannschaft sorgen können, scheiterte aber mehrfach am glänzenden Lohmann.

"Wir können mit dem Ergebnis leben. In Halbzeit zwei haben wir ein 0:0 gehalten, das ist aller Ehren wert", betonte Müller, und sein Torhüter ging sogar noch einen Schritt weiter. "Das Ziel muss sein, so schnell es geht auf Bezirksebene zu kommen, damit das Stadion regelmäßig so voll ist wie heute", sagte Lohmann.

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