Qualifikation zur Fußball-Regionalliga der Damen ATSV: Nach 0:5 ist auch die letzte Chance verspielt

Scharmbeckstotel. Das will jetzt erst einmal verkraftet sein. Nicht nur, dass die Fußballerinnen des ATSV Scharmbeckstotel auch die letzte Chance zum Aufstieg in die Regionalliga verpassten, sondern es war das Wie: Viele individuelle Fehler führten gestern im Stadion Am Auetal im Ahlerstedter Büntweg zu einem ernüchternden 0:5 (0:3) gegen den Hamburger SV III.
14.06.2010, 09:19
Lesedauer: 2 Min
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Von Carsten Spöring

Scharmbeckstotel. Das will jetzt erst einmal verkraftet sein. Nicht nur, dass die Fußballerinnen des ATSV Scharmbeckstotel auch die letzte Chance zum Aufstieg in die Regionalliga verpassten, sondern es war das Wie: Viele individuelle Fehler führten gestern im Stadion Am Auetal im Ahlerstedter Büntweg zu einem ernüchternden 0:5 (0:3) gegen den Hamburger SV III.

Teammanager Gero Hawranke brachte es angesichts der erneut und klar vergebenen Aufstiegsmöglichkeit auf den Punkt: 'Dann muss man sagen, dann fehlt die Reife für die Regionalliga.' Klar, das war schon gut, was die HSV-Frauen da abgeliefert haben. Gleich fünf Zweitliga-Spielerinnen standen in deren Reihen, mit Yasmine Sennewald zudem eine belgische U19-Nationalspielerin im Tor - doch was überwog, war eben doch der enttäuschende Auftritt der Scharmbeckstotelerinnen nach den zumeist grandiosen Auftritten in der Niedersachsenliga. Dort wird der ATSV nun auch in der nächsten Saison spielen.

Dabei agierten die Osterholzerinnen gar nicht mal schlecht, besser als zuletzt gegen Immenbeck, aber diese Fehler einzelner ATSV-Spielerinnen, darunter gleich mehrfach von Torfrau Nicole Krause, ermöglichten Hamburg eben auch schon eine frühe Führung. Maike Timmermann, die erst im Frühjahr zu den Blau-Weißen gestoßen war, erzielte die beiden ersten Tore (5./ 20.), Nadine Odzakovic erhöhte nach Freistoß auf die lange Ecke auf 3:0 (32.).

Erst danach besaß der ATSV seine erste Chance durch Marie-Luise Hannemann (35. ; nach Freistoß Johanna Tietjen), gleich danach vergab Stefanie Raudisch (36.; nach Freistoß Lisa Ramdor) wie ebenso auf der Gegenseite Jasmin Wolf und Maike Timmermann (42.). Auch Janina Gawehn hätte - nach Steilpass von Jennifer Bochmann - noch den Anschlusstreffer erzielen können, doch ihr Schuss wurde letztlich auf der Linie geklärt (45.).

In der Halbzeitpause lobte ATSV-Trainer Wilfried Schnaars ausdrücklich Lisa Ramdor, Nina Rekel und Johanna Tietjen (nach ihrer Einwechslung kam später noch ein Lob für Svenja Exner hinzu), doch außer einem knapp verzogenen Schuss von Jana Koehle (65.) und dem vergebenen Gawehn-Kopfball nach Tietjen-Flanke (73.) kam nichts Nennenswertes bei den Scharmbeckstoteler Bemühungen mehr heraus.

Die HSV-Damen hingegen erhöhten gleich nach dem Wechsel auf 4:0 (47.; Maike Timmermann nach Fehler von Darja Brakhoff in der Innenverteidigung), und nur drei Minuten nach ihrer Einwechslung steuerte Pajtesa Kameraj das 5:0 bei (81.). Zuvor hatte Paula Ziselsberger noch einen Pfostentreffer zu verzeichnen gehabt (49.).

An dieser 0:5-Niederlage - da war sich der ATSV-Teammanager sicher - wird auch das Trainergespann noch ganz schön zu knabbern haben.

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