Marko Böhm mit Sohn Marec als Edelhelfer wie Jan Ullrich unter den 4000 Finishern Auch letzten "Ötztaler" erfolgreich bestritten

Achim. Nach 13 Stunden und 17 Minuten Fahrzeit passierte Marec Böhm beim Ötztal-Radmarathon die Ziellinie. Seite an Seite mit seinem fast 70-jährigen Vater Marko, für den er diesmal in die Rolle des Edelhelfers geschlüpft war, um dem Oldie von Fahr-Wohl Achim bei dessen "endgültig" letztem Start in Sölden seine Reverenz zu erweisen. "Ich verspüre keine Lust, irgendwann mit dem Besenwagen zurückzukehren", schmunzelte Marko Böhm, der einerseits die Fahrt mit seinem Sohn genoss, die erste wirklich gemeinsame bei der siebten Teilnahme am österreichischen Ultra über 238 Kilometer, 5500 Höhenmeter und vier ganz schwere Alpenpässe, "andererseits aber wieder gelitten wie ein Hund" hat. Am Tag vor dem Rennen hatte es einen Kälteeinbruch mit heftigem Hagelschlag gegeben.
03.09.2011, 05:00
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Von Michael Schön

Achim. Nach 13 Stunden und 17 Minuten Fahrzeit passierte Marec Böhm beim Ötztal-Radmarathon die Ziellinie. Seite an Seite mit seinem fast 70-jährigen Vater Marko, für den er diesmal in die Rolle des Edelhelfers geschlüpft war, um dem Oldie von Fahr-Wohl Achim bei dessen "endgültig" letztem Start in Sölden seine Reverenz zu erweisen. "Ich verspüre keine Lust, irgendwann mit dem Besenwagen zurückzukehren", schmunzelte Marko Böhm, der einerseits die Fahrt mit seinem Sohn genoss, die erste wirklich gemeinsame bei der siebten Teilnahme am österreichischen Ultra über 238 Kilometer, 5500 Höhenmeter und vier ganz schwere Alpenpässe, "andererseits aber wieder gelitten wie ein Hund" hat. Am Tag vor dem Rennen hatte es einen Kälteeinbruch mit heftigem Hagelschlag gegeben.

Die Witterungsbedingungen stellte eine zusätzliche Erschwernis des vielleicht anspruchsvollsten, aber mit Sicherheit renommiertesten Alpenrennsport-Klassikers dar. Auf den ersten Kilometern von Sölden bergab zum Fuß des Kühtai herrschte eine Eiseskälte, sodass die steilen Serpentinen bis zur Passhöhe (2017 Meter) in Angriff genommen werden mussten, ohne dass der Körper auf Betriebstemperatur erwärmt worden war.

Weiter ging's dann über Jaufen und Brenner hin zum Timmelsjoch, dem mit 2509 Meter höchsten Punkt der Tagesrundfahrt, der über einen 30 Kilometer langen Anstieg mit elf Kilometer langer Haarnadelkurvenpassage erklettert werden musste.

Marko und Marec Böhm waren diesmal die einzigen Teilnehmer von Fahr-Wohl. Die Achimer Crew war bei der Startplatz-Verlosung leer ausgegangen, hatte aber dank der guter Beziehungen der beiden Friseurmeister zum Sponsor "Alpecin" durch die Hintertür eine Teilnahmeberechtigung erwirken können.

Zu den Finishern unter den über 4000 ambitionierten Freizeitsportlern im Ötztal gehörte auch der einzige deutsche Tour-de-France-Gewinner Jan Ullrich. Der inzwischen 37-Jährige startete für einen guten Zweck, gemeinsam mit weiteren Promis wie Ex-Telekom-Profi Jörg Ludewig und dem früheren Slalom-Weltmeister Frank Wörndl. Ullrich benötigte 8:12,29 Stunden, was ihm den 182. Platz in der Männer-Gesamtwertung einbrachte.

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