SV Grambke-Oslebshausen

"Auf dem Zahnfleisch gegangen"

SVGO: Turnierdritter mit 3:5 Punkten in Soltau und Testspielsieger gegen TSW Woltmershausen.
08.08.2018, 14:54
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Von Olaf Kowalzik
"Auf dem Zahnfleisch gegangen"

SVGO-Spieler Pascal Hinrichs (Nummer vier, mit Ball) versucht in dieser Spielszene abzuschließen – (links) Teamkollege Dennis Behrmann.

Olaf Kowalzik

Grambke. Turnierdritter mit 3:5 Punkten in Soltau und Testspielsieger gegen TSW Woltmershausen, da ließ sich Holger Langer nicht lange lumpen. Der Coach des SV Grambke-Oslebshausen erließ dem Handball-Landesligisten im Trainingslager ein paar Stunden, damit sich seine Spieler vom körperlichen Stress etwas erholen konnten.

„Die hatten ja auch 160 Turnierminuten und das Spiel gegen den TSW über die volle Distanz in den Knochen“, klärte der SVGO-Trainer auf. „Alle sind völlig auf dem Zahnfleisch gegangen.“ Die Zufriedenheit des Grambker Übungsleiters mit der Leistung seiner Mannschaft trug ein Übriges zu dieser Entscheidung bei. Er hatte in allen Partien besonderen Wert auf die Abwehrarbeit gelegt und wurde von seiner Mannschaft nicht enttäuscht. „Jeder weiß nun, was ich dort von ihm erwarte“, hat er in der Verteidigungsreihe eine deutliche Verbesserung erkannt. „Die verschärfte Deckungsarbeit ziehen wir bis zur Pokalrunde am 25. August in Verden weiter durch.“

Beim Turnier in Soltau hatten sich die gelb-blauen Akteure als Ziel gesetzt, im Schnitt nicht mehr als 25 Gegentore zu kassieren. Das setzten sie mit 86 Gegentreffern aus vier Spielen gut um. „Und wir waren im gut besetzten Teilnehmerfeld der beste Landesligist“, betont Holger Langer.

Der SVGO kratzte lediglich beim 17:25 gegen den klassenhöheren Verbandsligisten TV Langen an der Gegentormarke, als die Absprachen noch nicht so rundliefen und ihm die Niedersachsen neun Tempogegenstöße einschenken. Dafür verkauften sich die Nordbremer gegen den gastgebenden Verbandsliga-Absteiger aus Soltau deutlich besser und drehten den Spieß nach einem 11:14-Halbzeitrückstand zum 22:17-Erfolg um.

„Mit nur drei Gegentoren in 20 Minuten verlief die zweite Halbzeit nahezu perfekt“, konstatierte Holger Langer. Mit dem Erfolg im Rücken nahm der SV Grambke-Oslebshausen den Landesliga-Neuling HSG Seevetal zu sehr auf die leichte Schulter, sodass es gegen diesen nur zu einem 22:22 reichte.

Dafür mobilisierten die gelb-blauen Akteure im ersten Durchgang gegen den TuS Rotenburg noch einmal alle Kräfte und rangen dem Oberligisten ein mehr als achtbares 6:8-Halbzeitergebnis ab. Als die Niedersachsen jedoch nach dem Seitenwechsel ihr Aufgebot komplett durchwechselten, während sich beim ersatzgeschwächten SVGO die ersten Ausfallerscheinungen bemerkbar machten, ging das Spiel noch klar mit 22:12 an die Wümmestädter. „Bis meiner Mannschaft nach der Pause die Luft weggeblieben war, hatte sie es sehr gut gemacht“, lobte der SVGO-Coach.

Einen Tag später sattelte der Landesliga-Drittletzte in der Sperberstraße noch eine verkürzte Trainingseinheit drauf, bevor er sich direkt danach in einem Testspiel gegen das Landesklasse-Team des TS Woltmershausen mit 25:19 (14:8) durchsetzte. Bei den Gelb-Blauen präsentierte sich der Schlussmann Bastian Entelmann vor allem gegen Woltmershausen in einer bärenstarken Verfassung, vor ihm dirigierte der Abwehrchef Adrian Rüttjerott überzeugend die Defensive. Hierbei soll ihn künftig auch Dennis Behrmann entlasten.

Kamil Arkulary gefiel wiederum im linken Rückraum, in dem er vor allem im Spiel gegen den TV Langen ein starkes Zweikampfverhalten zeigte und bei neun Würfen siebenmal ins Schwarze traf. Außerdem machte er in der Abwehr wie auch Philip Schmidt eine gute Figur, wobei Letzterer nach seiner Bänderverletzung im Fuß erst fünf Tage vor dem Turnierstart wieder ins Training eingestiegen war. Der Neuzugang Sven Still erwies sich als vorgezogener Abwehrspieler als ideale Ergänzung zu Pascal Hinrichs, denn während Still körperlich stark agierte, spielte „Pasco“ Hinrichs verstärkt seine Geschwindigkeitsvorteile aus. Der Neue, Johannes Hanke, machte in der Abwehr trotz seiner körperlichen Defizite auf Außen eine gute Figur, er hat im Angriff aber noch einige Luft nach oben.

Der aufgerückte der A-Jugendliche Melvin Bülow spielte in der Abwehr sehr engagiert, er muss aber vorne noch abgeklärt werden. „Er braucht natürlich noch seine Zeit, ist aber absolut talentiert“, äußerte sich der SVGO-Trainer Holger Langer.

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