Niedersachsenpokal: Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst bezwingen den TuS Büppel mit 2:1, große Freude kommt aber nicht auf

Auf der Suche nach dem Selbstvertrauen im Abschluss

Delmenhorst. Am Ende machten es die Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst gestern Mittag spannender als nötig, fuhren in der zweiten Runde des Niedersachsenpokals aber einen verdienten 2:1 (1:0)-Erfolg über den Oberliga-Konkurrenten TuS Büppel ein. Die Chancenverwertung bleibt jedoch die Schwäche der Elf von Trainer Claus-Dieter Meier.
02.09.2013, 00:00
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Von MAREIKE SCHEER

Delmenhorst. Am Ende machten es die Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst gestern Mittag spannender als nötig, fuhren in der zweiten Runde des Niedersachsenpokals aber einen verdienten 2:1 (1:0)-Erfolg über den Oberliga-Konkurrenten TuS Büppel ein. Die Chancenverwertung bleibt jedoch die Schwäche der Elf von Trainer Claus-Dieter Meier. „Besonders in der ersten Halbzeit hatten wir viele Chancen, die wir nutzen müssen. Das hätte das Spiel beruhigt“, bilanzierte der Coach, und fügte an: „Da fehlt uns einfach noch die Cleverness und das Selbstvertrauen nach dem Regionalliga-Abstieg.“

Dabei waren die Gastgeberinnen auf dem Hauptplatz im Stadion an der Düsternortstraße vor rund 20 Zuschauern bereits in der sechsten Minute in Führung gegangen. Zugang Nathalie Heeren hatte sich zunächst auf der linken Außenbahn schön durchgesetzt, zog dann nach innen und ließ Büppels Torfrau Jürina Kocks bei ihrem knallharten Schuss ins lange Eck keine Abwehrchance. Im Anschluss rollte eine Angriffswelle nach der nächsten auf das Gästetor – allein im Abschluss verließen die Jahn-Frauen ein ums andere Mal die Nerven. Das hätte sich in der 32. Minute fast gerächt: Beim einzig gefährlichen Angriff des TuS Büppel in der ersten Hälfte retteten Nadine Poppen und Torsteherin Magdalena Flug in einer Gemeinschaftsaktion auf der Linie vor der heranstürmenden Lisa Watermann, die einen Abpraller in die kurze Ecke schieben wollte. Poppen war es allerdings auch, die kurz nach der zweiten Halbzeit mit für den Ausgleich der Gäste verantwortlich zeichnete. Nachdem sie Marike Elisabeth Werner im Strafraum den Ball weggespitzelt hatte, fiel die Gegenspielerin über das Bein der Delmenhorsterin. Den fälligen Elfmeter verwandelte Jana Sander zum 1:1 (49.). Glück für die Meier-Elf: Kurz darauf bekam auch sie nach einem Foul an Neele Deetken einen Strafstoß zugesprochen, den Sandra Göbel zur erneuten Führung nutzte (58.).

Danach verfielen die Gastgeberinnen in ihr altes Muster. Bis zum Strafraum ließen sie den Ball zumeist ordentlich durch die eigenen Reihen laufen, doch der Abschluss ließ zu wünschen übrig. „Bis zum Tor machen wir alles richtig, aber wir bekommen den Ball dann einfach nicht rein. Das scheint ein Trauma aus der vergangenen Saison zu sein“, sagte Kapitänin Simone Wimberg. „Es braucht aber auch seine Zeit, sich an das Spiel unseres neuen Trainers zu gewöhnen, und die geben wir uns auch“. Im Gegensatz zu den Vorjahren agieren die Jahn-Frauen unter Meier nicht mehr defensiv, sondern sorgen selbst für die Spielgestaltung. „Wir benötigen einfach mal ein Glückserlebnis, dann klappt es auch wieder besser“, sagte Wimberg. Den Pokalerfolg über Büppel deutete keine der Delmenhorsterinnen als Durchbruch, strahlende Gesichter suchte man nach dem Schlusspfiff vergeblich. „Der Knoten ist einfach noch nicht so ganz geplatzt“, betonte Wimberg.

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