6. Schwarmer Familientriathlon lockt 275 Starter aus ganz Niedersachsen an und bietet Außergewöhnliches Auf drei Rädern in die Wechselzone

Schwarme. Beim Familientriathlon des TSV Schwarme ticken die Uhren - abgesehen von der im Zielraum, versteht sich - noch etwas anders. Zum Glück, wie Kai-Uwe Stüve vom Organisationsteam findet. Natürlich gebe es die sportlichen Bestmarken, ohne die eine solche Veranstaltung nicht leben könne ("Das Team Ronolulu hat auch in diesem Jahr wieder beinahe alles abgeräumt"), doch dann sind da eben auch diese besonderen Momente, die den Charme des Schwarmer Wettbewerbs ausmachen. "Wir hatten erstmals bei den Schülern C einen Jungen mit Down-Syndrom am Start", erzählt er. "Die Radstrecke hat er beispielsweise mit einem speziellen Dreirad zurückgelegt. Und das Beste daran: Er ist am Ende noch nicht einmal Letzter geworden. Der hat sich im Ziel verständlicherweise riesig gefreut."
08.06.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Auf drei Rädern in die Wechselzone
Von Malte Bürger

Schwarme. Beim Familientriathlon des TSV Schwarme ticken die Uhren - abgesehen von der im Zielraum, versteht sich - noch etwas anders. Zum Glück, wie Kai-Uwe Stüve vom Organisationsteam findet. Natürlich gebe es die sportlichen Bestmarken, ohne die eine solche Veranstaltung nicht leben könne ("Das Team Ronolulu hat auch in diesem Jahr wieder beinahe alles abgeräumt"), doch dann sind da eben auch diese besonderen Momente, die den Charme des Schwarmer Wettbewerbs ausmachen. "Wir hatten erstmals bei den Schülern C einen Jungen mit Down-Syndrom am Start", erzählt er. "Die Radstrecke hat er beispielsweise mit einem speziellen Dreirad zurückgelegt. Und das Beste daran: Er ist am Ende noch nicht einmal Letzter geworden. Der hat sich im Ziel verständlicherweise riesig gefreut."

Große Freude gab es nach den finalen Metern aber auch im Sprint mit 480 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen. Lange Zeit sah es so aus, als würde Titelverteidiger Marcel Blömer aus Bremen erneut ganz vorne landen. In der ersten Startgruppe auf die Strecke gegangen, erreichte er nach 1:03,05 Stunden das Ziel, und es sah zunächst nicht danach aus, als würde ihm jemand den Sieg streitig machen können. Mit der Startnummer 37 stieg dann allerdings Thomas Stoll ins Rennen ein und legte gleich auf der Schwimmstrecke mächtig los. Nach 480 Metern hatte er dem Vorjahressieger in beeindruckender Manier über eine Minute abgenommen. Diesen Vorsprung rettete Stoll letztlich souverän über die Ziellinie (1:02,21 Stunden).

Auf der Heimfahrt dürfte die Stimmung jedenfalls blendend gewesen sein, denn nicht nur Thomas Stoll schnappte sich den Sieg, in der Damenkonkurrenz war Ehefrau Kerstin die schnellste Athletin. Mit ihrer Siegerzeit von 1:07,18 Stunden lag sie knapp drei Minuten vor ihrer ersten Verfolgerin Nicole Walker-Olberding vom Tri Team Engter.

Das Rennen der Jugend B (240m/10km/1,9km) avancierte zu einer Neuauflage eines Landesmeisterschaftsduells aus der Vorwoche. Dort hatte der Weyher Florian Krüger zähneknirschend seinem Kontrahenten Hendrik Walter (1. TCO "Die Bären") den Vortritt lassen müssen, dieses Mal drehte er den Spieß jedoch um. Der Schlüssel zum Erfolg lag dabei an einigen aerodynamischen Veränderungen am Rennrad, auf dem Krüger zuvor noch etliche Zeit eingebüßt hatte. Dieses Mal ließ er keine unnötigen Sekunden liegen, sondern siegte mit einer Gesamtzeit von 29:27 Minuten.

Wenig Zeit für eigene Starts

Auf Grund des enormen organisatorischen Aufwands mussten sich die Gastgeber mit einer relativ kleinen Auswahl an Startern ihres Vereins begnügen. Auf Erfolgserlebnisse sollte der TSV Schwarme deshalb aber keinesfalls verzichten. So war Kai-Uwe Stüve insbesondere von der Leistung Kristina Staaves angetan, die sich im Schnuppertriathlon das erste Mal auf den Dreierpack unter Wettkampfbedingungen einließ. "Eigentlich hätte sie durch ihr junges Alters noch eine Altersklasse niedriger starten können, doch sie ist dann gleich mit ihrer Zeit von 40:30 Minuten Zweite bei den Damen geworden", lobte Stüve.

Wenn es nach ihm geht, soll im kommenden Jahr die siebte Ausgabe des Schwarmer Familientriathlons steigen. "Wir hatten 275 Starter dieses Mal dabei, und wieder kamen sie aus ganz Niedersachsen", berichtete Stüve. "Allein die Finanzierung einer solchen Veranstaltung ist mitunter ein Problem, aber auch das kriegen wir noch hin."

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