TuSG-Handballerinnen starten in Landesklassen-Saison

Aufgestiegen, um mitzureden

Ritterhude. Co-Trainerin Katrin Harjes kann sich selbst noch gut erinnern: 13 Jahre ist es her, dass die Handball-Frauen der TuSG Ritterhude so hoch gespielt haben. Entsprechend groß ist die Vorfreude bei den Hammestädterinnen auf den Landesklasse-Saisonauftakt am Sonnabend um 17 Uhr beim Titelkandidaten TuS Rotenburg.
09.09.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von FRANK MÜHLMANN

Ritterhude. Co-Trainerin Katrin Harjes kann sich selbst noch gut erinnern: 13 Jahre ist es her, dass die Handball-Frauen der TuSG Ritterhude so hoch gespielt haben. Entsprechend groß ist die Vorfreude bei den Hammestädterinnen auf den Landesklasse-Saisonauftakt am Sonnabend um 17 Uhr beim Titelkandidaten TuS Rotenburg.

Dabei gaben die Testspiele im Vorfeld kaum Anlass zur Euphorie. In vier Partien sprang lediglich ein Sieg heraus: gegen die klassentiefere HSG Grüppenbüren/Bookholzberg II (38:14). „Wir haben in dieser Phase allerdings sechs Wochen lang viel Wert auf Kondition gelegt und bis dahin kaum mit dem Ball trainiert. So waren die Abstimmungsschwierigkeiten gerade mit unseren Neuzugängen offenkundig“, weiß TuSG-Trainer Malte Rogoll die Resultate einzuschätzen.

Gleich fünf neue Spielerinnen sind im Kader des Bremen-Liga-Meisters zu finden. Aus der eigenen A-Jugend stoßen Rechtsaußen Nina Schnieder und Torhüterin Svenja Remme zum Damenteam. Remme, vergangene Saison aufgrund eines Kreuzbandrisses in einer Zwangspause, soll im Torhütergespann mit Marlien Willig die erfahrene Katja Voß ersetzen, die genauso wie Anne Schaedel ihre Laufbahn mittlerweile beendet hat.

Von der SG Adendorf/Scharnebeck ist Ur-Ritterhuderin Katja Schumacher (Rückraum) nach dem Studium zurückgekehrt. Zudem verstärken die auf beiden Außenpositionen einsetzbare Lena Röver sowie Saskia Dierks von der HSG Stedingen den Aufsteiger. Vor allem die Personalie Dierks bewertet Malte Rogoll als eine Art Königstransfer: „Saskia ist sehr flexibel einsetzbar und verleiht unserem Team im Rückraum noch einmal eine ganz neue Qualität. Zudem spielte sie bereits einige Jahre mit Torfrau Marlien Willig zusammen, sodass die beiden im Tempospiel und bei der Schnellen Mitte gut miteinander harmonieren dürften.“

Schon angesichts eines gewohnt starken Torhüterinnenduos sowie diverser Alternativen im Rückraum ist Rogoll optimistisch, mit seiner Mannschaft möglichst frühzeitig den Klassenerhalt perfekt zu machen. „Darüber hinaus wollen wir einfach ein gutes Wörtchen in dieser Liga mitreden“, so Rogoll.

Dies soll vor allem über eine sichere Deckung erreicht werden. „Das muss erst mal als Liganeuling unser Schwerpunkt sein“, erklärt der TuSG-Coach, „des Weiteren wollen wir aber mit unserer jungen Truppe, in der Tiffany Halboth mit 26 Jahren bereits die Älteste ist, den Zuschauern auch frischen, schnellen Offensivhandball bieten. Und natürlich muss es wie immer das Ziel sein, die A-Juniorinnen gut zu integrieren.“

Auftaktgegner TuS Rotenburg schätzt Rogoll neben Landesliga-Absteiger LTS Bremerhaven als heißeste Meisterschaftsfavoriten ein: „Besonders Lisa Gerdsen, die vom Drittliga-Absteiger HSG Heidmark nach Rotenburg wechselte, müssen wir beachten. Genauso wie Toptorjägerin Samira Kpekpassi, denn beide haben einen guten Wurf und hohe individuelle Klasse.“

Als klaren Außenseiter sehen sich die Ritterhuderinnen trotzdem nicht. „Es ist ein Bonusspiel im Abstiegskampf, in dem wir durchaus auf unsere Chance lauern wollen“, zeigt sich Malte Rogoll vor dem ersten Spieltag angriffslustig.

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