München Augsburg patzt: Nervenflattern im Aufstiegskampf

München. Gewissheit bei Hertha BSC, kollektives Nervenflattern bei den Verfolgern - hinter dem Spitzenreiter der 2. Fußball-Bundesliga hat zu Ostern das große Zittern begonnen.
25.04.2011, 13:41
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München. Gewissheit bei Hertha BSC, kollektives Nervenflattern bei den Verfolgern - hinter dem Spitzenreiter der 2. Fußball-Bundesliga hat zu Ostern das große Zittern begonnen.

Allein der Tabellendritte VfL Bochum konnte mit dem 0:0 beim SC Paderborn einen Punkt ergattern, ganz leer gingen am 31. Spieltag die Aufstiegsanwärter FC Augsburg, SpVgg Greuther Fürth und Erzgebirge Aue aus. "Es ist bitter, die Analyse fällt mir nach diesem Spiel sehr schwer", rang Augsburgs Trainer Jos Luhukay nach der 1:2 (1:2)-Heimpleite am Sonntag gegen Alemannia Aachen nach Worten.

In der Hauptstadt freuen sich die Hertha-Fans bereits wieder auf das Oberhaus, doch nun soll auch die Zweitliga-Meisterschaft her. "Ich will jetzt Erster werden und die Schale in den Händen halten", kündigte Mittelfeld-Abräumer Peter Niemeyer an.

In Augsburg herrschte dagegen Katerstimmung. Die Schwaben verpassten durch ihre Heimpleite die Möglichkeit, Bochum bis auf acht Punkte zu enteilen. Shervin Radjabali-Fardi (13. Minute) und Kevin Kratz (24.) besiegelten den Rückschlag für den Tabellenzweiten. Stephan Hain konnte per Foulelfmeter (40.) nur verkürzen. "Wir hatten uns als Ziel gesetzt, hier die Party zu crashen", erklärte Aachens Torschütze Kratz. "Das ist uns ganz gut gelungen."

"Wir werden uns sicherlich nicht freiwillig vom Aufstiegsrennen verabschieden", sagte Bochums Sportvorstand Thomas Ernst nach dem mageren 0:0 in Paderborn. Doch nach dem trostlosen Auftritt in Ostwestfalen musste auch er anerkennen: "Die Mannschaft geht momentan etwas auf dem Zahnfleisch."

Die Gunst der Stunde konnte auch Fürth nicht nutzen und ging im bayerischen Derby bei 1860 München mit 0:3 unter. Doch aufgeben wollen die Franken nicht: "Wir müssen jetzt alle drei Spiele gewinnen", mahnte Trainer Mike Büskens, der im Kampf um den Relegationsplatz auf weitere Ausrutscher des VfL Bochum setzt: "Wenn ich das Gefühl hätte, dass sie nicht straucheln, dann könnte ich jetzt in Urlaub gehen."

Im Kampf um Platz drei mischt auch noch Energie Cottbus mit, das im Ost-Derby 2:1 bei Erzgebirge Aue gewann. Die Partie stand nach Fanausschreitungen im Gästeblock kurz vor dem Abbruch, Schiedsrichter Peter Gagelmann unterbrach das Spiel für zehn Minuten.

Im Tabellenkeller bezwang Rot-Weiß Oberhausen im Abstiegsduell den Karlsruher SC mit 2:1. "Wir sind wieder im Geschäft", sagte RWO-Coach Theo Schneider nach dem wichtigen Dreier. Oberhausen, der VfL Osnabrück (nur 1:1 gegen FSV Frankfurt) und der KSC machen nun den zweiten Abstiegsplatz sowie den Relegationsrang unter sich aus. (dpa)

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