1:2-Schlappe beim ESC Geestemünde Aumund-Vegesack verliert den Faden

Vegesack. Mit der Saisonvorbereitung konnte SAV-Trainer Jens Heine hoch zufrieden sein, mit dem Saisonauftakt dagegen überhaupt nicht: 1:2 unterlagen die Nordbremer in der Fußball-Bremen-Liga beim Aufsteiger ESC Bremerhaven, weil sie im Verlauf der zweiten Halbzeit mehr und mehr den Faden verloren und sich vom kampfstarken Neuling phasenweise den Schneid abkaufen ließen.
31.08.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Klaus Grunewald

Mit der Saisonvorbereitung konnte SAV-Trainer Jens Heine hoch zufrieden sein, mit dem Saisonauftakt dagegen überhaupt nicht: 1:2 unterlagen die Nordbremer in der Fußball-Bremen-Liga beim Aufsteiger ESC Bremerhaven, weil sie im Verlauf der zweiten Halbzeit mehr und mehr den Faden verloren und sich vom kampfstarken Neuling phasenweise den Schneid abkaufen ließen.

„Früher Vogel frisst den Wurm“, heißt das Sprichwort. Die Geestemünder baten bereits um 11 Uhr zu ihrer Premiere. Dass sie 105 Minuten später maximale Beute machen würden, zeichnete sich allerdings zunächst überhaupt nicht ab.

Die spieltechnisch überlegenen Gäste waren im ersten Durchgang vor rund 150 Zuschauer das dominierende Team. Das sich bereits nach 20 Minuten sechs Torchancen erarbeitet, allerdings nicht genutzt hatte. Vor allem SAV-Neuzugang Bilal Subasoglu verfehlte bei seinen Distanzschüssen nur knapp das Ziel.

Die Gastgeber erwiesen sich freilich auch schon in den ersten 45 Minuten als kampf- und abwehrstarke Formation. So entwickelte sich eine höchst intensive Partie, in der ESC-Keeper Hannes Krüger wesentlich mehr zu tun bekam, als SAV-Schlussmann Maik Meyer-Wersinger. Dass der Vegesacker Torwart zwei Minuten vor dem Pausenpfiff hinter sich greifen musste, hatte zwei Gründe.

Zunächst erkannte Schiedsrichter Dominique Ofcarek auf Freistoß für die Platzherren, obwohl sein wesentlich besser postierter Assistent die Fahne wegen eines Fouls von ESC-Angreifer Flemming Sager gesehen hatte. Und dann machten die Vegesacker den Fehler, noch heftig zu protestieren, als der Ball bereits freigegeben worden war. Resultat: Eduard Kimmel hatte freie Bahn, um die 1:0-Führung zu erzielen.

In der Halbzeitpause schienen die Gäste neue Kraft und Konzentration getankt zu haben. Der wichtige 1:1-Ausgleich fiel jedenfalls schon eine Minute nach Wiederanpfiff. Eine flache und harte Hereingabe von Yusuf Demir in den Fünfmeterraum wehrte Geestemündes stärkster Defensivakteur, Serdar Denkgelen, in die falsche Richtung ab, und es stand 1:1. Wer nun glaubte, die Gäste würden das Spiel komplett drehen, sah sich indes enttäuscht. Nach einer Stunde Spielzeit, Abdullah Özkul war gerade für Jannis Kurkiewicz eingewechselt worden, verloren die Vegesacker die Kontrolle über das Geschehen auf dem Rasen.

Zwar hätte der Kopfball von Abdullah Basdas aus Nahdistanz nach Ecke von Johannes Metschuck das Führungstor sein können (75.), doch das fiel auf der anderen Seite. Weil die SAV-Abwehr das Spielgerät vertändelte, hatte Flemming Sager plötzlich freie Schussbahn und machte in der 76. Minute den überraschenden 2:1-Heimsieg perfekt (76.).

Jens Heine zeigte sich enttäuscht über den Verlauf der zweiten Halbzeit: „Wir haben im ersten Durchgang gut und geduldig gespielt, nach dem Ausgleich aber überraschend Rhythmus und Spielfluss verloren.“ Die Begründung aus Sicht von Geestemündes Coach Bernd Grundmann: „Wir haben mit altmodischer Defensivtaktik, nämlich stets eng am Gegenspieler zu kleben, Erfolg gehabt und nehmen die drei Punkte gerne entgegen.“

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