HSG Schwanewede/Neuenkirchen III findet im Bremenliga-Spiel gegen Grasbergs defensivere Abwehr kein Mittel mehr Aus 14:11-Führung wird 22:33-Endstand

Bremen-Nord. Die HSG Lesum/St. Magnus II stand ganz dicht vor ihrem ersten Punktgewinn in der Handball-Bremenliga der Männer.
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Von Karsten Hollmann

Die HSG Lesum/St. Magnus II stand ganz dicht vor ihrem ersten Punktgewinn in der Handball-Bremenliga der Männer. Am Ende hatte der Aufsteiger aber doch mit 20:21 das Nachsehen bei der SG Bremen-Ost II. Ganz anders stellt sich die Situation bei der TuSG Ritterhude dar: Diese landete beim 23:22 bei der SV Hemelingen den fünften Sieg im fünften Match. Der SV Grambke-Oslebshausen III tritt nach der 23:25-Schlappe beim SV Werder Bremen ein wenig auf der Stelle. Die HSG Schwanewede/Neuenkirchen III kassierte beim 22:33 gegen den HV Grasberg bereits die sechste Saisonniederlage.

HSG Schwanewede/Neuenkirchen III – HV Grasberg 22:33 (12:9): „Wir haben eine bärenstarke erste Halbzeit gespielt“, stellte HSG-Trainer Peter Meistrzok fest. Hinter einer sehr aufmerksamen Abwehr stand mit Jendrik Schumann ein fabelhafter Rückhalt zwischen den Pfosten. „Vorne haben wir die Grasberger 3:2:1-Abwehr mit einigen Auslösehandlungen ausgehebelt“, freute sich Meistrzok. Leider sei seinem Team aber die Halbzeitpause überhaupt nicht bekommen. Nun war die Abwehr nicht mehr sattelfest. Im Angriff fanden die Hausherren gegen die nun defensiver stehenden Gäste keine Mittel mehr. Nach einer 14:11-Führung für die „Schwäne“ drehte der Gast den Spieß mit einem 6:0-Lauf um. „Die Einzigen, die sich in der zweiten Hälfte gegen die Niederlage gestemmt haben, waren Jendrik Schumacher im Tor sowie Helge Rhodenburg und Ole Evers“, sagte Peter Meistrzok. Während Schumacher 14 Paraden zeigte, so erzielten Rhodenburg und Evers zwei Drittel der HSG-Tore.

HSG Schwanewede/Neuenkirchen III: Schumann; Koß (2), Evers (9/4), Murglat (2), Rhodenburg (6), Wachowiak (1), Dörjes (2), Blendermann, Neumann, Krahlheer, Sander.

SV Hemelingen – TuSG Ritterhude 22:23 (9:12): Beide Mannschaften begannen sehr nervös und leisteten sich viele technische Fehler und Fehlpässe. Gegen Ende des ersten Durchgangs setzten sich die Gäste leicht ab. Nach langer Verletzungspause feierte Andreas Rathjen im Team der Trainer Uli Haase und Mark Chatterjee ein hervorragendes Comeback. Anton Enns sowie Julian Rodermund zeigten zudem auf ungewohnten Positionen gute Vorstellungen. „Ich bin mir aber mit Mark einig, dass wir die Ausfälle von Holger Hensel, Ingo Sultan, Till Horneburg, Carsten Mushak und von Philip von Bestenbostel auf lange Dauer nicht mehr so kompensieren können“, warnte Haase. In Hemelingen fiel mit Niels Horneburg auch noch der zweite Torwart wegen Schulterproblemen aus. Am Ende rettete TuSG-Schlussmann Thomas Dierker die Punkte.

TuSG Ritterhude: Dierker; Brauer (5), Völker (6), Bald (1), Bellmann (5), Justus Sparr (4/2), Benjamin Saade (1), Rodermund (1), Rathjen, Enns, Haase.

SV Werder Bremen – SV Grambke-Oslebshausen III 25:23 (13:12): „Es war von uns eine teilweise recht leblose Partie, die den Spielbedingungen entsprechend endete“, urteilte Grambkes Co-Trainer Simon Belis. Dem Gast sei die Umstellung auf ein Spiel mit einem Ball ohne Backe schwergefallen, ergänzte Belis. Dadurch sei eine Verunsicherung entstanden, die sich vor allem bei den sonst so erfolgreichen Einzelaktionen bemerkbar gemacht habe. Weder die Würfe aus dem Rückraum noch die Anspiele an den Kreis klappten. „Im Angriff fehlte zudem das Tempo und in der Abwehr die Ordnung“, kritisierte Simon Belis. Er ärgerte sich auch darüber, dass das Schiedsrichtergespann diverse Vorteile abgepfiffen habe. „Trotzdem hatte es unser Gegner mit demselben Ball und denselben Unparteiischen zu tun“, wollte Belis keine Ausreden gelten lassen.

SV Grambke-Oslebshausen III: Walther; Beckmann (10), Götz (4), Belis (1), Siuts (3), Jahn (1), Pahler (2), Koza (1), Buhrdorf (1), Schmidt

SG Bremen-Ost II – HSG Lesum/St. Magnus II 21:20 (11:10): Am Anfang dachten beide Teams angesichts des nicht guten Zustandes der Ausweich-Halle sogar darüber nach, die Partie zu verlegen. „Der Boden war extrem rutschig. Es musste auch alle fünf bis zehn Minuten gewischt werden, da teilweise Regen in die Halle tropfte“, berichtete HSG-Trainer Holger Langer. Die Unterbrechungen taten den Oldies der Hausherren sehr gut. „Wir konnten unsere technische Überlegenheit nicht ausspielen und deren 6:0-Deckung zu selten in Bedrängnis bringen“, sagte Langer. Nur Steven Hinrichs und Marius Thomaneck bildeten in dieser Hinsicht eine Ausnahme. „Der Rest war viel Stückwerk. Unsere Abwehr stand aber ganz ordentlich“, fand Langer. Bei einer 18:17-Führung hätte der Liganeuling den Sack zumachen können. „Wir haben jedoch drei Chancen in Folge vergeben“, bedauerte Holger Langer. Er erkannte aber dennoch einen Fortschritt.

HSG Lesum/St. Magnus II: Böttger; Mannott (3), Thomaneck (5), Pascal Hinrichs (2/2), Steven Hinrichs (7), Neumann (3/1), Brockmann, Brünjes, Engl.

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