Landesliga-Frauen der HSG Schwanewede/Neuenkirchen bezwingen Spitzenreiter HSG Bützfleth mit 31:29 Aus der Talsohle in den Titelkampf

Das Titelrennen in der Handball-Landesliga der Frauen ist wieder völlig offen. Nach dem 31:29 (17:15)-Erfolg der HSG Schwanewede/Neuenkirchen gegen den Tabellenzweiten HSG Bützfleth/Drochtersen trennen die "Goldmädchen" als Tabellendritter nur noch zwei Punkte vom führenden TV Altenwalde.
27.03.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von KLAUS GRUNEWALD

Das Titelrennen in der Handball-Landesliga der Frauen ist wieder völlig offen. Nach dem 31:29 (17:15)-Erfolg der HSG Schwanewede/Neuenkirchen gegen den Tabellenzweiten HSG Bützfleth/Drochtersen trennen die "Goldmädchen" als Tabellendritter nur noch zwei Punkte vom führenden TV Altenwalde.

Schwanewede. "Was wäre gewesen, hätten wir nicht Ende Januar/Anfang Februar diese Talsohle gehabt?" Nach dem Schlusspfiff des mit 31:29 gewonnenen Spitzenspiels gegen die HSG Bützfleth/Drochtersen in der Heidehalle ging Dean Schmidt, dem Trainer der in der Handball-Landesliga der Frauen spielenden HSG Schwanewede/Neuenkirchen, erst einmal dieser Gedanke durch den Kopf. Die Antwort lässt sich schnell errechnen. Wären statt der vermeidbaren Pleiten in Folge gegen den Leher TS (18:25), beim TV Bremen-Walle 1875 (22:26) und beim SC Twistringen (25:32 ) Siege herausgesprungen, hätten die "Goldmädchen" jetzt souverän mit vier Punkten Vorsprung vor Altenwalde die Tabelle angeführt.

Doch drei Spieltage vor Saisonschluss darf Dean Schmidt auch eine ganz andere Bilanz ziehen. Vorrangiges Ziel war es von Beginn an, sich mit der jungen Mannschaft erst einmal in der Landesliga zurechtzufinden und gar nicht erst in einen Abstiegsstrudel zu geraten. Die Aufgabe, so viel steht heute fest, ist mit Bravour gelöst worden. Gleiches gilt im Übrigen für die HSG Bützfleth/Drochtersen. "Auch wir", erklärt Trainer Daniel Fehse, "gehörten auf dem Papier zu den gefährdeten Mannschaften. Deshalb ist der bisherige Saisonverlauf für uns sehr erfreulich."

Pein hält zwei Siebenmeter

Doch wer plötzlich auf dem Thron sitzt, weil die Konkurrenz aus Altenwalde patzt, will ihn natürlich nicht freiwillig preisgeben. In der Heidehalle hatten die Gäste schon in den ersten Minuten die große Chance, in der Erfolgsspur zu bleiben. Zwei Siebenmeter sprach ihnen das Schiedsrichtergespann zu. Zweimal parierte Sandra Pein im Kasten der "Goldmädchen" prächtig und legte damit den Grundstein für den späteren Erfolg. Denn nur einmal stand es zwischen den beiden Spitzenteams unentschieden - und das war beim 0:0 beim Anpfiff. Danach ließen sich die Gastgeberinnen die Führung nie mehr nehmen. Die allerdings nach furiosen Zwischenspurts, in denen vor allem Diane Meyer die Akzente setzte (Daniel Fehse: "Sie hat uns am Kreis vor große Probleme gestellt"), auch stets wieder schrumpfte. Weil die Gäste aus dem Landkreis Stade immer wieder ihre kämpferischen Qualitäten in die Waagschale warfen und zur Halbzeit nur mit 15:17 zurücklagen.

Auch im zweiten Durchgang resignierten sie nicht, obwohl die HSG Schwanewede/Neuenkirchen knapp 20 Minuten lang stark in der Abwehr und erfolgreich im Angriff gespielt und die Führung über 22:17 auf 27:21 (48.) ausgebaut hatte. Doch plötzlich schien es, als hätte jemand den Stecker herausgezogen. Fünf Minuten lang gelang den "Goldmädchen" nichts mehr, sie standen gleichsam neben sich, gaben leichte Bälle verloren. Ergebnis: Bützfleth/Drochtersen verkürzte auf 27:28. Dean Schmidt griff zum Rettungsanker, nahm eine Auszeit und brachte seine Schützlinge in dieser einen Minute zurück in die Spur. Auf dem Feld folgten drei schnelle Tore, nur noch ein Gegentreffer wurde zugelassen, beide Punkte blieben in der Heidehalle.

Dean Schmidt zeigte sich vor allem von der "guten Teamarbeit" und dem "tollen Spiel von Diane Meyer" angetan. Gäste-Coach Daniel Fehse sprach von einem Ergebnis, das in Ordnung gehe und zog schon mal eine Saisonbilanz: "Was wir bisher erreicht haben, war nicht zu erwarten." Den Grund für die hervorragende Bilanz beider Teams beschrieb sein Schwaneweder Kollege so: "Keine andere Landesliga-Mannschaft arbeitet so hart wie Bützfleth und wir."

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