Fußball-Bezirksliga Bremen

Ausgebremst

Der SC Weyhe verliert das Spitzenspiel beim TSV Hasenbüren deutlich. Die Entscheidung fällt bereits in den ersten 22 Minuten.
31.03.2019, 13:39
Lesedauer: 1 Min
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Von Karsten Bödeker

Was für ein Spitzenspiel. Was für eine Ansage des TSV Hasenbüren. Was für ein Auftritt des SC Weyhe. Tabellenzweiter war das Team des Trainerduos Harald Meyer und Dennis Lingnau und mit einer Serie von sechs Siegen in Folge auf ziemlich stabilem Aufwärtskurs. Es hätte schlechtere Voraussetzungen geben können vor dem Spitzenspiel beim zuletzt nicht ganz so stabilen Tabellendritten TSV Hasenbüren geben können. Doch nach 90 Minuten waren die Verhältnisse gerade gerückt. Genauer gesagt waren sie das bereits nach 22 Minuten, denn da führte der TSV mit 3:0, ehe er am Ende mit 6:3 (4:2) auf Platz zwei der Bremer Fußball-Bezirksliga vorrückte. Der reicht noch zum Aufstieg hinter dem komplett enteilten SV Türkspor.

„Das war gar nichts“, bilanzierte Meyer nach dem Spiel die Leistung seiner Mannen, die nicht den Hauch einer Chance hatten. Denn die Weyher schienen komplett abwesend zu sein und gar nicht recht zu wissen, wie ihnen geschah. „Wir haben uns angeschaut und gefragt, was geht denn hier ab?“, so Meyer. Allerdings – und das machte den Auftritt ärgerlich – war Hasenbüren keinesfalls mit überfallartigem Zauberfußball aufgetreten. Vielmehr zeigten die Gastgeber deutliche Präsenz – und Weyhe Absenz. Nicht gerade ermunternd und belebend waren die frühen Tore durch Dennis Ahrens (9., 22.) und Michael Kruse (14.). Vier Gegentore habe sein Team hergeschenkt, haderte Meyer. Nicht versucht, zum Kopfball hochzusteigen, kein körperlicher Einsatz. Hasenbüren agierte da engagierter. „Wir hatten die Jungs auf ein intensives Spiel eingestellt“, so Meyer, „doch wir waren sehr blauäugig“.

Als Dirk Dennis Lampe aus spitzem Winkel das 3:1 erzielte, ging ein kleiner Ruck durchs Weyher Team. Kurzzeitig ging es hin und her: Gerrit Rosenbaum mit dem 4:1 (31.), wieder Lampe mit einem sehenswerten Volleyschuss und dem 4:2 (34.). Ein Rückstand von zwei Toren ist grundsätzlich aufholbar, aber nicht an diesem Tag für den SC Weyhe. Ahrens (52.) und Kruse (54.) erhöhten im Minutentakt auf 6:2. Den Torreigen beendete Gordy Mumpese und dem 6:3 (68.). „Das war heute anders als sonst“, so Meyer. Wohl wahr.

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