Ausgezeichnetes Verhalten in Sachen Fairness

Syke. Gute Stimmung, warme Worte, Bälle und einen Scheck im unteren dreistelligen Bereich gab jetzt für vier Fußball-Vereine aus dem Nordkreis. Die Fairplay-Ehrung des Kreisfußball-Verbandes und der Kreissparkasse Syke stand für die Mannschaften an, die in der vergangenen Saison bei allem Ehrgeiz während der Jagd nach Toren, Treffern und Punkten nicht den sportlichen und fairen Umgang mit dem Gegner aus dem Blick verloren haben. Die TSG Osterholz-Gödestorf sowie die Zweitvertretungen des TSV Bassum und TSV Schwarme hatten sich dabei besonders hervorgetan. Einen Sonderpreis bekam der SV Heiligenfelde, der die landesweite Wertung gewonnen hatte.
12.08.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Karsten Bödeker

Syke. Gute Stimmung, warme Worte, Bälle und einen Scheck im unteren dreistelligen Bereich gab jetzt für vier Fußball-Vereine aus dem Nordkreis. Die Fairplay-Ehrung des Kreisfußball-Verbandes und der Kreissparkasse Syke stand für die Mannschaften an, die in der vergangenen Saison bei allem Ehrgeiz während der Jagd nach Toren, Treffern und Punkten nicht den sportlichen und fairen Umgang mit dem Gegner aus dem Blick verloren haben. Die TSG Osterholz-Gödestorf sowie die Zweitvertretungen des TSV Bassum und TSV Schwarme hatten sich dabei besonders hervorgetan. Einen Sonderpreis bekam der SV Heiligenfelde, der die landesweite Wertung gewonnen hatte.

Für jede Verwarnung und jeden Platzverweis werden Strafpunkte notiert und am Ende der Saison die Quotienten im Verhältnis zu den Spielen ermittelt. Dabei kam die TSG auf 0,77, Bassum II auf 0,81, der SVH auf 0,97 und Schwarme II auf 1,04. Warum der SV Heiligenfelde mit seinem dritten Platz im Diepholzer Nordkreis dennoch das fairste Team Niedersachsens stellen konnte, erklärte Heinz Brinkmann, Marketing-Chef der Kreissparkasse Syke: Es gebe den offiziellen Wettbewerb, an dem landesweit die mehr als 1000 ersten Mannschaften von der Kreisliga bis zur Bundesliga teilnehmen. Daneben belohne die KSK die besonders fairen Mannschaften vor Ort mit Geldpräsenten.

"Vielleicht liegt es an einer fairen Erziehung im Jugendbereich, und da haben wir mit Heiligenfelde eine Spielgemeinschaft", sah TSG-Spartenleiter Jens Böse, einen Grund für das gute Abschneiden. "Wir haben im Laufe der Saison immer wieder auf die Fairplay-Tabelle geguckt, allerdings hatte der Klassenerhalt Vorrang."

Häufig ist bei den besonders fairen Mannschaften zu hören, dass Verwarnungen wegen Meckerns verpönt seien. Und die Gelben Karten wegen verbaler Entgleisungen seien am ehesten zu vermeiden - das zahle sich nun im wahrsten Sinne des Wortes aus, wie Kreisfußball-Chef Dieter Plaggemeyer verdeutlichte: "Die Heiligenfelder sahnen so richtig ab", meinte er im Hinblick darauf, dass am heutigen Nachmittag ein 25-köpfiger SVH-Tross in Richtung Barsinghausen fahren wird, wo es von Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann neben lobenden Worten auch einen Gutschein für ein mehrtägiges Trainingslager geben wird. "Im letzten Jahr gab es auch schon eine Ehrung und ein ausgiebiges Schnitzelessen", erinnert sich Heiligenfeldes Keeper Christian Gerlach, der von Plaggemeyer einige Bälle und von KSK-Mitarbeiter Harald Stellmann den überdimensionale Scheck bekam.

"Für Barsinghausen gibt es sogar eine Kleiderordnung" ,verkündete SVH-Coach Frank Fischer: Weißes Hemd und dunkles Sakko. Zudem hat der umtriebige SVH-Spartenleiter Florian Jamer dunkelgrüne Krawatten mit dem SVH-Logo in Auftrag gegeben. "Das ist eine limitierte Version", erklärte Gerlach nicht ohne Stolz.

Zwischen den in Mannschaftsstärke erschienenen Heiligenfeldern saßen beinahe unbemerkt zwei ebenfalls grün gekleidete Fußballer, die dort gar nicht hingehörten. Denn Kristian Wichmann und Sven Plaumann, Trainer und Co-Trainer des TSV Bassum II, hatten auch ihre sich kaum unterscheidenden grünen Jacken aus dem Schrank geholt. "Wir hatten die Wertung immer im Blick" ,erklärte Wichmann.

In einem blauweißen Outfit waren derweil nicht nur die Spieler der TSG Osterholz-Gödestorf gekommen, sondern auch des TSV Schwarme samt Spartenleiter Lüder Meyer. "Lüder hat uns bis zum Ende im unklaren gelassen, warum wir hierher fahren. Umso größer war die Freude", erklärte Schwarmes Mirko Krey.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+