Bezirksliga: Delmenhorster trennen sich im ersten Spiel nach der Entlassung von Trainer Servet Zeyrek unentschieden von Wiefelstede – 1:1 Ausgleich in letzter Sekunde kostet Tur Abdin zwei Punkte

Wiefelstede. Ein letzter langer Freistoß segelte in der 94. Minute in den Strafraum, und plötzlich lag der Ball doch noch im Netz.
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Ausgleich in letzter Sekunde kostet Tur Abdin zwei Punkte
Von Christoph Bähr

Ein letzter langer Freistoß segelte in der 94. Minute in den Strafraum, und plötzlich lag der Ball doch noch im Netz. Nach dem späten Ausgleich von Christoph Oltmanns musste der Fußball-Bezirksligist SV Tur Abdin gestern mit einem 1:1 (0:0) beim SV Eintracht Wiefelstede zufrieden sein. Für die Delmenhorster war es das erste Spiel nach der Entlassung von Trainer Servet Zeyrek am vergangenen Freitag. Interimscoach und Manager Stefan Keller hatte den Ärger über das Gegentor in letzter Sekunde schnell verdaut: „Das war natürlich bitter, aber insgesamt ist das Unentschieden gerecht“, sagte er kurz nach dem Schlusspfiff.

Beim Tabellenvorletzten Wiefelstede bestimmte Tur Abdin in der ersten Halbzeit das Geschehen, Torchancen gab es auf beiden Seiten jedoch kaum. „Entscheidend war für mich erst einmal, dass wir geordnet auftreten und die Spielkontrolle behalten. Das hat funktioniert“, berichtete Keller. Nach der torlosen ersten Hälfte wäre im zweiten Durchgang beinahe Wiefelstede in Führung gegangen. Oltmanns traf den Pfosten, und Waldemar Müller setzte den Nachschuss neben das Gehäuse (59.). Unmittelbar danach schlugen die Gäste zu. Nach einem Ballgewinn konterten sie schnell. Artjom Prieb steckte den Ball zu Mikael Blümel durch, der zum 1:0 ins lange Eck traf (63.). Es war der elfte Saisontreffer für den Angreifer. „Wenn wir uns etwas vorwerfen müssen, dann, dass wir nicht entschlossen genug auf das 2:0 gedrängt haben“, sagte Keller. Zunächst verpasste aber Wiefelstedes Müller freistehend den möglichen Ausgleich (68.). Auf der Gegenseite bot sich Can Blümel eine gute Gelegenheit, doch er brachte den Ball nach einem Querpass des eingewechselten Marvin Osei nicht im Tor unter (83.).

Also warfen die Gastgeber in den Schlussminuten alles nach vorne und wurden dafür belohnt. „Bei dem Gegentor kann ich niemandem einen Vorwurf machen. Da kommt ein langer Freistoß, und der Ball geht irgendwie rein“, schilderte Keller. Auch Tur Abdins etatmäßiger Torhüter Nummer drei Yüksel Aslan, der aufgrund der Verletzung von Mikel Kirst und der Sperre von Daniel Sen zum Einsatz kam, sei machtlos gewesen

Durch das Remis schob sich Tur Abdin vorerst auf den elften Tabellenplatz vor und vergrößerte den Abstand zu den Abstiegsrängen um einen Zähler. Vor der Winterpause steht nur noch das Heimspiel gegen den STV Voslapp am kommenden Sonntag an. Trainiert wird die Mannschaft bis dahin von Stefan Keller. Einen dauerhaften Zeyrek-Nachfolger gibt es noch nicht. „Bis Weihnachten werden wir jemanden haben, der in der Rückserie die Verantwortung trägt“, kündigte Keller an.

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