Bremen-Liga Ausruhen für Union verboten

Ein Trainer, zwei Teams und viele Zu- und Abgänge: Das ist die Situation für Olaf Mattner beim FC Union 60. Doch der Coach ist zufrieden und zuversichtlich, die gesteckten Ziele zu erreichen.
19.02.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Ein Trainer, zwei Teams und viele Zu- und Abgänge: Das ist die Situation für Olaf Mattner beim FC Union 60. Doch der Coach ist zufrieden und zuversichtlich, die gesteckten Ziele zu erreichen.

Leicht hat es Olaf Mattner nicht mit dem Überblick. Denn auch unter dem neuen Trainer, der erst im vergangenen Sommer beim FC Union 60 das Amt von Helmut Klußmann übernahm, wird das Modell mit einem Kader für gleich zwei Fußballmannschaften weitgehend fortgeführt. Nun verzeichnet Mattner in der Winterpause gleich neun Abgänge und zwölf Zugänge. Aber wohlgemerkt: Für die erste Herren (Bremen-Liga) und die zweite Herren (Bezirksliga). „Die Arbeit ist enorm“, sagt der Union-Coach. Doch er ist zufrieden mit den vergangenen Wochen: „Union 60 hat wieder einen Namen.“

Im Sommer, als sich der ganz große Umbruch vollzog, da habe der Verein noch als „Kanonenfutter“ gegolten. „Jetzt können sich viele Spieler wieder vorstellen, für uns zu spielen“, sagt Mattner. Da es eigentlich ja einen großen Kader für beide Teams gibt, lässt sich noch nicht jeder Kicker einordnen. Aber natürlich hat der Trainer schon gewisse Vorstellungen darüber, wer wo eingesetzt wird. Und er kann gut damit leben, was sich in der Bremen-Liga-Mannschaft getan hat.

Mit Altan Güler und Shaban Shabanaj hat Mattner gleich zwei Spieler vom SV Grohn in die Pauliner Marsch gelockt, Jürgen Tashi kam vom FC Sparta Bremerhaven und Torhüter Daniel Gräser vom SC Weyhe. Zudem sicherte sich der FC Union 60 die Dienste von Mittelfeldspieler Samet Polatgil (SV Türkspor), der nach einer Verletzung allerdings erst Ende März zur Verfügung steht. Zum gleichen Zeitpunkt erwartet Olaf Mattner schließlich auch Nico Sperl zurück im Team. Der Routinier hat in dieser Saison noch kein Spiel für Union bestritten. Er kann nach Überwindung eines Kreuzbandrisses also eigentlich auch als Neuzugang gelten.

Aber Mattner muss zukünftig auch auf Spieler verzichten. „Derbe fehlen“ wird etwa Mirko Wendland, den es aus beruflichen Gründen nach Finnland zieht. Abdullah Özkul schloss sich der SG Aumund-Vegesack an. Unterm Strich sollte sich die Qualität seiner Mannschaft aber verbessert haben, findet der Trainer. „Wir ruhen uns jetzt auch nicht aus“, betont Olaf Mattner vor dem Start in die zweite Saisonhälfte der Bremen-Liga. Seine Mannschaft hatte sich mit fünf Punkten aus den letzten drei Spielen des vergangenen Jahres auf den 13. Rang verbessert, steht damit nun acht Zähler vor dem TSV Grolland auf dem ersten Abstiegsplatz.

Aber der Trainer will mehr: „Einstellig wäre klasse.“ Dabei hat es der Auftakt in sich: Am kommenden Sonnabend (15 Uhr) startet Union 60 gegen die SAV ins neue Fußballjahr. Dem Duell mit dem FC Sparta – von dem derzeit niemand sagen kann, wie stark er noch ist – folgen richtungsweisende Partien. „Wenn wir aus den Spielen gegen LTS Bremerhaven, Grolland und Grohn sieben Punkte holen, sind wir aus dem Schneider“, sagt Olaf Mattner.

In diesem Fall würde er sich sogar auf das Bezirksliga-Team konzentrieren. Diese Mannschaft soll ihre Klasse schließlich auch unbedingt halten. Aber vorher gilt für Olaf Mattner: „Es zählt in erster Linie der Klassenerhalt in der Bremen-Liga.“ Dann hätten sich die aufwendigen Arbeiten am großen Kader wirklich gelohnt.

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