Handball-Landesliga: SV Grambke-Oslebshausen unterliegt Fredenbeck III mit 23:29

Aussichten werden immer trüber

Oslebshausen. Die Chancen des SV Grambke-­Oslebshausen auf den Klassenerhalt in der Handball-Landesliga schrumpfen Woche für Woche zusammen. Die Konkurrenz punktet, die Gelb-Blauen nicht, lautet das lapidare ­Fazit nach der erwarteten 23:29 (10:13)-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten VfL Fredenbeck III.
28.02.2019, 00:00
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Von Olaf Kowalzik
Aussichten werden immer trüber

Die SVGO-Handballer, hier mit Philip Schmidt (rechts), wurden für ihre ordentliche Leistung nicht belohnt und unterlagen Fredenbeck III mit 23:29.

OLAF KOWALZIK BREMEN +494216447123 und Olaf Kowalzik, Olaf Kowalzik

Oslebshausen. Die Chancen des SV Grambke-­Oslebshausen auf den Klassenerhalt in der Handball-Landesliga schrumpfen Woche für Woche zusammen. Die Konkurrenz punktet, die Gelb-Blauen nicht, lautet das lapidare ­Fazit nach der erwarteten 23:29 (10:13)-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten VfL Fredenbeck III.

Da der Tabellendrittletzte, der TV Gut Heil Spaden, zuhause mit 32:23 über die HSG Verden-Aller gewann, hat der sich – vom SV Grambke-Oslebshausen mit fünf Punkten Vorsprung entfernt – an das rettende Ufer gezogen. Neuer Drittletzter ist jetzt die HSG Schwanewede/Neuenkirchen II, die bei einem noch auszutragenden Nachholspiel vier Pluspunkte vor den Gelb-Blauen auf dem Relegationsplatz logiert.

Langes Abklatschen war beim SV Grambke-­Oslebshausen, wie es das beim Handball manchmal noch nach dem Anpfiff zwischen den Abwehr- und Angriffsreihen gibt, gegen den VfL Fredenbeck III nicht drin. Die Hallenuhr zeigte in der Sperberstraße gerade erst die siebte Sekunde an, da flog Igor Hergerts Wurf auch schon zum 1:0 ins gegnerische Netz. „Wir brauchen keine Freunde, wir müssen in unserer Situation punkten“, kommentierte das der SVGO-Interimstrainer Marcel Hägermann. Letzteres blieb ein Wunschtraum, da seine Mannschaft gegen den routinierten Gast genauso verdient wie eben auch wenig überraschend den Kürzeren zog.

Es war gemessen an der 28:42-Hinspielklatsche ein richtig gutes Resultat, zumal die Gelb-Blauen diesmal ohne Aushilfen zurechtkommen mussten. Bei zwölf Spielern standen dem SVGO-Übungsleiter drei Torhüter, aber auch nur drei Rückraumspieler zur Verfügung. Das konnte gegen den Tabellenzweiten nicht gut gehen. „Meine Mannschaft ist zurzeit gut drauf und hat Bock, zu spielen. Leider spiegelt sich das nicht auf unserem Punktekonto wider“, bedauert Marcel Hägermann. Immerhin hielt sein Team die Vorgabe knapp ein, diesmal unter 30 Gegentreffern zu bleiben. Weil der A-Jugend-Keeper Fynn Bödeker den Niedersachsen diesen runden Treffer mit schönen Paraden in der Schlussphase schlichtweg verweigerte.

Überhaupt war Marcel Hägermann mit seiner Verteidigung recht zufrieden, da sie dem gewohnt starken VfL-Kreisläufer Birger Tetzlaff vor der Pause nicht einen Treffer aus der Nahwurfzone gönnte. Bis dahin hatte sich der Gastgeber mit dem 10:13-Rückstand mehr als respektabel geschlagen.

Erst als der frühere Zweitligaspieler anschließend in den Rückraum ging, trieb er die Gelb-Blauen mit zehn Toren schier zur Verzweiflung. „Der weiß eben, wie es geht“, meinte Marcel Hägermann. Seine Mannschaft ging im Angriff zu seinem Leidwesen eben nicht dorthin, wo es weh tat. Oder zumindest zu selten. „Meine Spieler hatten Schiss vor den kompromisslosen Gäste“, monierte er. Das führte letztendlich dazu, dass sich die Niedersachsen nach dem 19:15 auf 23:16 absetzten (49.) und das Heft des Handelns nicht mehr aus der Hand gaben.

Trotzdem unterstrich beim SV Grambke-­Oslebshausen Philip Schmidt im linken Rückraum seine aufstrebende Form, der Linkshänder Igor Hergert gefiel nach anfänglichem Wurfpech auf der rechten Seite. Pascal Hinrichs war in der Halbzeitpause am Boden zerstört, da ihm bis auf ein Tor nichts gelungen war. Seine Mitspieler bauten ihn wieder auf und er dankte es ihnen mit vier weiteren Treffern im zweiten Durchgang.

Bis zum kommenden Sonntag müssen die Gelb-Blauen an ihrer Durchschlagskraft im Angriff gegen robuste Abwehrreihen gearbeitet haben, denn dann laufen sie um 16 Uhr beim Tabellenvierten TV Oyten auf. Der lauert mit 24:8 Punkten auf einen Aufstiegsplatz und hatte das Hinspiel mit 22:19 gewonnen. Das spielt beim Hägermann-Team jetzt jedoch keine Rolle mehr: Es muss punkten, was das Zeug hält.

SV Grambke-Oslebshausen: Entelmann, Mulinski, Bödeker; Feldermann (2), P. Hinrichs (5), Bülow, Rüttjerott (1), Dunker (1), Hanke (2), Hergert (5/1), Behrmann (2), Schmidt (5).

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