Vierschanzentournee Austria-Adler dominieren - Dreifach-Triumph winkt

Bischofshofen. Die «Austria-Adler» schweben bei der Vierschanzentournee auf Wolke sieben und degradieren die internationale Konkurrenz bisher zu Statisten.
04.01.2010, 13:58
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Bischofshofen. Die «Austria-Adler» schweben bei der Vierschanzentournee auf Wolke sieben und degradieren die internationale Konkurrenz bisher zu Statisten.

Drei Stationen, drei Siege und drei heiße Anwärter auf den Tournee-Triumph - so lautet die beeindruckende Bilanz der österreichischen Skispringer vor dem Finale am 6. Januar in Bischofshofen. «Ein Trio in der Gesamtwertung ganz vorne, besser geht es nicht. Das ist natürlich eine Ausgangsposition, die uns ein Lachen ins Gesicht zaubert», sagt Cheftrainer Alexander Pointner.

Der 39-Jährige sitzt im Team-Hotel «Berghof» in Alpendorf entspannt vor den Journalisten und referiert über die Gründe für die Dominanz seiner Athleten. «Wir haben ein sehr gut funktionierendes System mit sehr vielen guten Trainern und Betreuern, die im Hintergrund tolle Arbeit leisten. Und wir stehen auf dem Standpunkt, dass wir uns jeden Tag weiterentwickeln müssen», meint Pointner.

Er gilt als Vater der Erfolge, die seine Asse seit 2006 in Serie eingefahren haben. Zweimal olympisches Gold in Turin, mehrere Weltmeistertitel und Wolfgang Loitzls Tourneesieg im Vorjahr sind Belege dafür, dass an den Österreichern auf den Schanzen der Welt kein Weg vorbeiführt. «Die technische Ausbildung ist perfekt, in allen Springerzentren wird mit derselben Philosophie gearbeitet, und die athletische Ausbildung ist besser als bei allen anderen», schwärmt Bundestrainer Werner Schuster von der rot-weiß-roten Flugschule.

Dass Pointner aus einer Ansammlung von Siegspringern ein gut funktionierendes Team gemacht hat, verleiht Österreichs «Adlern» zusätzliche Stärke. «Meine Philosophie ist es, die Individualsportart als Teamsport aufzuziehen. Der Teamgedanke hat oberste Priorität. Ich vergleiche das immer mit einem zehnstöckigen Hochhaus. Bis zur neunten Etage gehen alle Athleten zusammen. Im zehnten Stock, wenn sie auf dem Balken sitzen, springen sie den Sieg aus», nennt der Coach sein Erfolgsrezept.

Das praktiziert er auch vor dem Finale der Vierschanzentournee, in das Spitzenreiter Andreas Kofler mit einem Vorsprung von 14,6 Punkten auf Gregor Schlierenzauer geht. Dahinter lauert Loitzl auf seine Chance. «Wir haben es geschafft, den Druck und die Erwartungshaltung in ein positives Gefühl umzuwandeln. Die drei Sieganwärter werden sich gemeinsam vorbereiten. Auf der Schanze kann jeder seine Karten ausspielen, vorher nicht», sagt Pointner.

Vor zwei Jahren, als Schlierenzauer und Thomas Morgenstern auf der Zielgeraden noch von Janne Ahonen abgefangen wurden, war das anders. «Damals haben wir die Tournee vielleicht verloren, weil wir noch nicht so weit waren, dass mehrere Siegspringer im Team Platz gehabt haben. Es wurden im Vorfeld zu viele Energien darauf verwendet, sich persönlich in Vorhand zu bringen», meint Pointner im Rückblick. Und fügt hinzu: «Jetzt ist es ein Miteinander. Keiner legt dem anderen Steine in den Weg.» (dpa)

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